Liekwegen/Sülbeck (gus, r). Die Telekom hat das Breitbandnetz in den Ortsteilen Sülbeck und Nienstädt nach eigenen Angaben mit einer Datenübermittlungsrate von bis zu 16 Megabit pro Sekunde ausgestattet. Dies freut auch den Bürgermeister. „Ein schneller Internetanschluss ist mittlerweile unverzichtbar, deshalb ist das ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Nienstädt“, wird Gerhard Widdel in einem Schreiben der Telekom zitiert. Der Ausbau hat sich allerdings erheblich verzögert. Bereits Mitte 2010 waren erste Kabel verlegt worden.
„Die Telekom hat das Datennetz in den Ortsteilen Liekwegen und Sülbeck mit der neuesten Technik ausgestattet. 150 Haushalte können jetzt dank DSL (Digital Subscriber Line) schneller im Internet surfen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen“, heißt es in der Pressenotiz weiter. Je nachdem, wie weit die Bürger vom Schaltgehäuse entfernt wohnten, erreiche die Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 16 Megabit pro Sekunde.
„Die Anschlüsse können ab sofort gebucht werden“, schreibt die Telekom und verweist auf eine eigene Service-Hotline sowie auf ihren „T-Shop“ in Porta Westfalica. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss nutze, könne nun höhere Datengeschwindigkeiten erreichen. Ob dies auch für Kunden anderer Telefonanbieter gilt, ist unklar. Bei ähnlichen Ausbauprojekten mussten diese entweder zur Telekom wechseln oder eine mehrwöchige Wartezeit in Kauf nehmen.
Dem Netzbetreiber Telekom räumten eigene Mitarbeiter bei öffentlichen Verkaufsveranstaltungen im Landkreis mehrfach eine Art Vorgriffsrecht auf die Kunden ein. „Der DSL-Ausbau auf dem Land ist kostspielig. Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kostet bis zu 70 000 Euro“, wird Uwe Ingenhaag, Beauftragter für den Breitbandausbau in Niedersachsen bei der Telekom zitiert. Davon, dass dies eigene Einnahmequellen erschließt, ist keine Rede.
Bundesweit habe das Unternehmen mehr als 3000 DSL-Ausbaukooperationen mit Gemeinden geschlossen. Die Inbetriebnahme in Sülbeck und Liekwegen sei Teil des Ausbauprogramms „Cluster Süd- Niedersachsen“, mit dem die Deutsche Telekom 98 sogenannte „weiße Flecken“ in den Landkreisen Schaumburg, Goslar, Hameln-Pyrmont, Osterode, Göttingen, Northeim und Holzminden von der DSL-Karte tilgt (wir berichteten). Dafür investiere das Unternehmen mehr als 19 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen gebe weitere zehn Millionen Euro hinzu.
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