Nienstädt (svb). Die erste Versuchsgruppe, die Klasse 4c, hat das Jonglier-Training abgeschlossen, und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Die Schüler der Versuchsklasse, die gruppenweise das Erlernte am Freitagmorgen in der Aula vorführten, ernteten teilweise tosenden Applaus von den zuschauenden Schülern und Lehrern. Anja Stahlhut, die die wissenschaftliche Arbeit leitet sowie die Lehrerin Genia Al Ali, die über Vorkenntnisse im Zikusbereich verfügt, übten mit den Kindern ein Schulhalbjahr lang zwei Stunden wöchentlich das Jonglieren.
Die 24 Schüler präsentierten in kleinen Gruppen teils knifflige Choreographien, zu denen außer dem Jonglieren auch akrobatische Einlagen wie Purzelbäume, das Tellerdrehen auf Stäben sowie Tanzeinlagen gehörten. Das Jonglieren mit bunten Schleiern, während die junge Akteurin auf einem Trapolin sprang, dürfte zu den schwierigsten Showeinlagen gehören.
In jeweils gleichfarbigen T-Shirts wurden die Gruppen unter Namen wie „Jonglierkids“, „The yellow Boys“ und „Die coolen Schlabberhosen“ von zwei textsicheren Schüler-Moderatoren angekündigt. Besonderen Applaus ernteten „The Fight Brothers“, übersetzt „Die Kampfbrüder“, die ihre Darbietung mit Masken des Kinoklassikers „Star Wars“ vorführten. Beim Üben im Jonglieren würden die Kinder schnelle Erfolge erleben, erklärte Stahlhut. Außerdem verlaufe das Training wettbewerbsfrei. Jedes Kind könne nach den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten etwas ausprobieren, meinte die Doktorandin.
Ob sich das Training positiv auf den Lernprozess auswirkt, kann abschließend erst beurteilt werden, nachdem die Klasse 4 c dasselbe Training im kommenden Sommerhalbjahr als Vergleichsgruppe absolviert hat.
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