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Nienstädt / Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening verabschiedet

Mit einem Schlaflied in den Ruhestand


Mit großem Bahnhof ist der langjährige Verwaltungschef der Samtgemeinde Nienstädt am Freitagabend in den Ruhestand verabschiedet worden. Zu den Ehrengästen im Sportpark Südhorsten gehörten Ehrenlandrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der Erste Kreisrat Klaus Heimann, der Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg Lippe, Eduard Hunker, und der Prokurist der Stadtwerke Hameln, Helmut Feldkötter.

Fast scheint es, als verneigten sich Rolf Harmening (links) und Ditmar Köritz voreinander. 

© gus

Südhorsten (gus). Außerdem hatten etliche Vertreter aus dem kommunalen Leben, beispielsweise alle Bürgermeister der vier Nienstädter Mitgliedsgemeinden und das Samtgemeinde-Feuerwehr-Kommando, den Weg in den Sportpark gefunden. Auch die Angestellten der Verwaltung verabschiedeten ihren Noch-Chef. Die Laudationes hielten Harmenings Nachfolger Ditmar Köritz und der Samtgemeinderatsvorsitzende Gerhard Widdel.

Seit Juni 1974 habe Harmening die Geschicke der Samtgemeinde und damit auch der vier Mitgliedsgemeinden geleitet. Vor der Samtgemeinde Nienstädt ist der angehende Pensionär für die Stadtverwaltungen Hannover und Minden tätig gewesen. Von 1974 bis 2001 nannte sich der Posten des Verwaltungschefs noch Samtgemeindedirektor. In 2001 wurde erstmals ein hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister gewählt. Die Wahlergebnisse Harmenings in jenem Jahr und bei der Wiederwahl in 2006 hätten DDR-Verhältnissen entsprochen, sagte Köritz augenzwinkernd.

Widdel hob als Meilensteine in Harmenings Wirken die Gründung der Samtgemeindewerke und der Energieversorgung Bergkrug zur Gas- und Wasserversorgung hervor. Auch die Erweiterung der Grundschule Nienstädt, die Einrichtung der Haupt- und Realschule sowie das Abschaffen der ebenerdigen Bahnübergänge seien in Harmenings Amtszeit gefallen.

Das Ausweisen zahlreicher Baugebiete hob Widdel ebenso hervor wie den Bau mehrerer Feuerwehrhäuser. Hinzu kämen das Schaffen des Schülerhorts und die Wahl des Jugendparlaments. Widdel drückte seine Hoffnung aus, dass das politische Leben in der Samtgemeinde so harmonisch bleibt, wie es bisher war. Bange war ihm aber nicht, schließlich habe Köritz bereits gesagt, dass er viel von seinem Vorgänger gelernt hat.

Äußerst streng legten die Mitglieder der Chor-AG der Grundschule Nienstädt den Begriff Ruhestand aus: Sie verabschiedete Harmening mit einem Schlaflied. Damit dies niemand wörtlich nahm, weckten die Jungen und Mädchen das Publikum mit dem Kanon „Simon in the kitchen“ wieder auf.

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