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Samtgemeine Nienstädt / Feuerwehren stehen bereit

Blaulichtparty als Vorsorge


Die Silvesternacht kann für Freiwillige Feuerwehren, die keinen Schichtdienst wie Berufsfeuerwehren haben, ein besonderes Ereignis darstellen. Bei den großen Mengen an Raketen und Feuerwerkskörpern, die innerhalb kürzester Zeit in die Luft geschossen werden, sind Brandeinsätze meistens vorhersehbar.

In Feuerwerks-Batterien dürfen statt 250 Gramm jetzt 500 Gramm „Sprengstoff“ enthalten sein. Foto: svb

Samtgemeinde Nienstädt (svb). Deshalb treffen die meisten Feuerwehren besondere Absprachen, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Fahrzeugbesatzungen im Voraus für den Einsatzfall einzuteilen, ist eine Möglichkeit. Oft feiern auch Feuerwehrleute mit alkoholfreien Getränken privat unter sich, um schneller einsatzbereit zu sein. In diesem Fall wisse man immer, wo die Kameraden sind, erklärte Dieter Sebode, Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Nienstädt.

Das direkte Warten auf einen Einsatz in den jeweiligen Feuerwehrhäusern sei eher die Ausnahme, meinte der Nienstädter Feuerwehrchef. Die Ausnahme in der Samtgemeinde bildet die Feuerwehr Liekwegen. Bereits zum vierten Mal trafen sich Liekweger Brandschützer bei gutem Essen und alkoholfreien Getränken in ihrem Feuerwehrhaus. Noch im Jahr 2002 setzte sich in der Silvesternacht eine einsatzbereite Truppe direkt bei Ortsbrandmeister Björn Held zu Hause zusammen.

Zu der Feier im Feuerwehrhaus werden selbstverständlich alle Aktiven eingeladen, meinte Held. Um das Einsatzfahrzeug vollständig zu besetzen, seien auch immer genügend Feuerwehrmänner vor Ort. Held erklärte, dass es dieses Jahr etwas heikler werden könnte, weil die Menge an Sprengstoff, die in sogenannten Batterien voller Feuerwerkskörper und Leuchtkugeln verarbeitet werden darf, erst kürzlich von 250 Gramm auf 500 Gramm verdoppelt wurde.

Im vergangenen Jahr habe an der Nienstädter Grundschule um 7 Uhr morgens ein Altkleidercontainer und wenig später ein Altpapiercontainer gebrannt. Der Brandmeister vermutet, dass jemand als Silvesterscherz einen Böller hineingeworfen hatte und sich die Kleidung sowie das Papier entzündet hatten.

Auch Sebode meinte, dass gerade in den vergangenen Jahren überaus wenig in der Silvesternacht passiert sei. Eine Rakete hatte einmal ein Stück Hecke in Brand gesetzt, aber das sei auch alles gewesen. Stefan Ahrens, stellvertretender Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Niedernwöhren, sagte, dass es in Niedernwöhren aufgrund der wenigen Einsätze in der Silvesternacht nicht nötig sei, besondere Maßnahmen zu treffen.

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