Seggebruch (svb). Bei dem überaus bewegten wie bewegenden Gottesdienst griff Pastor Burkhard Peter kräftig in die Seiten seiner Gitarre und animierte die singende Gemeinde, den Takt der Lieder mitzustampfen, zu klatschen und zu schnipsen. Lieder wie „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und „Ja, Gott hat alle Kinder lieb“ sangen schließlich auch einige der jüngeren Kirchgänger lauthals mit.
Passend zu dem Leitspruch Jesu „Ich bin das Licht der Welt“ entzündeten die Gottesdienstbesucher der Reihe nach ihre Kerzen, die den Altarraum hell erleuchteten, und wenig später ihre Laternen, um sich beim anschließenden Laternenumzug gegenseitig den Weg zu leuchten.
Peter erinnerte sich daran, wie er sich als Kind beim Laternelaufen vor einer düsteren Ecke gefürchtet hatte und welch unvergessliche Wirkung ein Licht in der Dunkelheit auf ihn gehabt habe. „Lichter von hier und da helfen, den Weg zu finden“, sagte er. Beim Laternelaufen komme es auch darauf an, sich gegenseitig den Weg zu leuchten und das Licht mit denen zu teilen, die keine Laterne haben.
Es herrsche Angst in der Welt, sagte der Pfarrer und selbst das „Rausgehen in die Dunkelheit“ könne eine beängstigende Wirkung haben. Jedes Licht helfe dann nicht nur den Weg zu finden, sondern auch die Angst zu bekämpfen. Lautes Singen und die Begleitung der Feuerwehr ließen beim Latenenumzug in Seggebruch keine Angst aufkommen, auch wenn die Gemeinde der Dunkelheit entgegenging.
Im Anschluss wartete ein stärkender Imbiss im Gemeindehaus auf die Laternenläufer. Außerdem bekamen alle Kinder das Buch „Weißt Du wieviel Sternlein Stehen?“ mit der dazugehörigen CD geschenkt.
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