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Handball / Bundesliga Ab in den Kühlschrank

 Das erste Endspiel hat der Erstligist TSV GWD Minden gewonnen: Gegen HBW Balingen-Weilstetten hat es für die Ostwestfalen zu einem 31:24 (16:9)-Erfolg gereicht.

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Volle Konzentration: Mindens Christoph Steinert zeigt im rechten Rückraum eine starke Leistung und erzielt drei wichtige Tore. uk

Handball. GWD legte vor 2570 Zuschauern los wie die Feuerwehr, ließ sich die Brisanz des Spiels kaum anmerken. Mit einer bärenstarken Abwehr um Miladin Kozlina und Magnus Jernemyr im Rücken erspielten sich die Mindener bereits nach neun Spielminuten einen komfortablen 6:2-Vorsprung. „Magnus ist extrem wichtig für die Mannschaft, hat eine tolle Leistung geboten“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens.

Keeper Gerrie Eijlers steigerte sich von Minute zu Minute, hielt einige „Unhaltbare“, und so bauten die Gastgeber den Vorsprung kontinuierlich aus. Der hätte noch größer ausfallen können, aber bei sehr guten Kombinationen und freigespielten Außen versagten vor allem Aljoscha Schmidt die Nerven. „Natürlich waren wir nervös. Da war nichts locker und flockig, Joschi einige Male eine Eisenhand“, konstatierte Carstens. Dann legte der GWD-Express mit Lokomotivführer Eijlers los und baute den Vorsprung zur Pause auf 16:9 aus. „Gerrie hat uns Sicherheit gegeben“, lobte Carstens.

Das Team von Trainer Carstens agierte konzentriert, legte eine große Disziplin an den Tag und handelte sich lediglich in der zweiten Halbzeit eine Zeitstrafe gegen Marco Oneto ein.

Wer nach dem Seitenwechsel ein Aufbäumen der Gäste erwartet hatte, wurde enttäuscht. GWD blieb Herr im eigenen Haus und baute den Vorsprung bis zur 35. Spielminute auf 19:10 aus. Die Gäste spielten im Angriff zielstrebiger, ließen aber in der Abwehr weiterhin zu viele leichte Tore zu. „Ich bin enttäuscht bis sauer. Wir haben jegliche Körpersprache vermissen lassen. In der Abwehr hatten wir heute zu große Lücken“, ärgerte sich HBW-Trainer Markus Gaugisch, der GWD „einen verdienten Sieg“ attestierte. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Gastgeber einige Tore aus dem Rückraum zu, gerieten aber nicht in Gefahr. Lediglich in Unterzahl bei 27:21 wurde es ruhiger in der Halle, aber Florian Freitag und Moritz Schäpsmeier stellten die Weichen mit den Toren zum 29:21 endgültig auf Sieg.

Carstens hob die Leistung von Spielmacher Dalibor Doder heraus, der bei allen wichtigen Szenen dabei gewesen sei. „Er war überragend, das war eine Riesenleistung. Seine Spielführung hat mir gefallen. Wenn ich könnte, würde ich ihn bis Sonntag in den Kühlschrank stellen.“

Sonntag folgt das zweite Endspiel, Gegner ist dann der TBV Lemgo.

GWD Minden: Freitag 1, Schäpsmeier 1, Rambo 1, Steinert 3, Kunkel 1, Niemeyer 5, Schmidt 4/2 Siebenmeter, Svitlica 6/3, Oneto 4, Doder 5. uk

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