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Als hungriger Wolf ins Wasser

Sportlerwahl Als hungriger Wolf ins Wasser

Marcus Reineke liebt das Außergewöhnliche: Der 46-Jährige schwimmt die 8,2 Kilometer vom Festland bis zur Insel Norderney, oder die 14 Kilometer durch die Wakenitz und gehört immer zu den Besten.

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Alles Gewöhnungssache: Im kühlen Nass von unter vier Grad fühlt sich Marcus Reineke pudelwohl.

Quelle: pr

Sportlerwahl. Doch im vergangenen Jahr wurde es noch extremer. Der für die SSF Obernkirchen startende Schwimmlehrer sattelte zum Eisschwimmen um. Bei den German Open 2015 in Burghausen wagte er sich ins 2,5 Grad kalte Wasser und wurde bei den Deutschen Meisterschaften zweimal Dritter.

Das Eisschwimmen ist nichts für Weicheier. Ein schützender Neoprenanzug fehlt, man ist nur mit einer Badehose, Badekappe und Schwimmbrille bekleidet. Eigentlich war Reineke eine Frostbeule. „Bei einer Wassertemperatur von 20 Grad habe ich schon gefroren und Schnappatmung bekommen“, erinnert sich der Extremsportler. Da das ewige Kacheln zählen, nichts mehr für ihn war, wechselte er zum Freiwasserschwimmen. „Ich musste mich an das kältere Wasser zunächst gewöhnen“, erklärt Reineke. Durch Zufall sah er Leute vor Eisbergen schwimmen. „Da entstand dann die Idee, es selber mit dem Eisschwimmen auszuprobieren“, erzählt die „Wasserratte“.

Die ersten Trainingseinheiten seien sehr schmerzhaft gewesen. Man müsse sich halt erst daran gewöhnen und den inneren Schweinehund überwinden. „Einfach so ins kalte Wasser hüpfen, das funktioniert nicht. Sehr viel Training ist angesagt, doch in diesem Jahr geht es besser als im Vorjahr“, berichtet Reineke. Ostwind und Minustemperaturen seien aber immer noch fies. „Wenn man bis zum Hals im Wasser steht, dann geht es“, erklärt Reineke.

Das Eisschwimmen ist für den 46-Jährigen eine neue Leidenschaft geworden. An diesem Wochenende startet er bei einer Veranstaltung in Holland. „Wir schwimmen in einem unbeheizten 50-Meter-Schwimmbecken“, freut sich Reineke auf das Event. Es ist aber egal, ob Reineke sich ins beheizte Schwimmbad, ins Freiwasser oder ins Eiswasser in die Fluten stürzt, zu essen gibt es vorher nichts. „Wenn ich satt bin, kann ich nicht schwimmen. Bei mir zählt die Methode: hungriger Wolf“, verrät der Eisschwimmer seine kleine und lieb gewonnene Marotte. seb

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