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Auf dem Weg zum sportlichen Riesen

Handball Auf dem Weg zum sportlichen Riesen

Die HSG Schaumburg Nord hat anstrengende Monate hinter sich. Gleich zweimal mussten erhebliche Zugänge integriert werden: Zunächst die SG Hohnhorst-Haste, dann die Jugendspielgemeinschaft Nordschaumburg.

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Mit Olaf Keck hat der Trainer der ersten Frauenmannschaft gleichzeitig die Stelle als Koordinator für den Juniorinnen-Handball inne.

Quelle: hga

Handball. Vor allem die Übernahme der Mannschaften aus der SG sorgte für Turbulenzen. Die sind inzwischen überwunden, in der Breite wurde der Zusammenschluss akzeptiert. „Ich kann natürlich nicht für alle sprechen, aber das Zuschauerinteresse auch mit vielen Hastern und Hohnhorstern zeigt die Akzeptanz und Unterstützung“, erklärt der HSG-Vorsitzende Felix Lattwesen.

 Es habe sich zusammengefunden, so Lattwesen, der vor allem die Herren- und Frauenmannschaften in die Pflicht nimmt. Diese, vor allem die erste Herrenmannschaft, müssten sich ihrer Verantwortung für die Akzeptanz durch ihre Leistung bewusst sein. „Es geht um die Gemeinschaft, das muss jeder Einzelne verinnerlichen, das ist ganz wichtig“, lässt Lattwesen keinen Zweifel am Bestreben, das Gemeinschaftsgefühl nicht nur in den Mannschaften, sondern auch bei den Fans zu stärken.

 Es entstand ein sportlicher Riese, zehn Senioren- und 17 Jugendmannschaften mit 400 aktiven Spielerinnen und Spielern gehen für die HSG auf Punktejagd. Das Integrieren der seit dem Jahr 2002 existierenden JSG ging geräuschlos vor sich. Die HSG ergriff dabei die Gelegenheit beim Schopf und stattete Senioren- und Jugendmannschaften neu aus. Rund zwei Drittel der Mannschaften treten inzwischen in einheitlicher Kleidung auf.

 „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, um Lösungen und Verbesserungen zu erarbeiten“, beschreibt Lattwesen die der Übernahme vorausgehenden Vorbereitungen. Die erarbeiteten ambitionierten strukturellen Veränderungen haben das Ziel, die Jugendmannschaften rechtzeitig auf die Anforderungen höherer Ligen vorzubereiten. Im Gegensatz zum Fußball müssen sich Landes- und Oberligamannschaften, sofern sie nicht Meistertitel einfahren, jedes Jahr neu qualifizieren.

 Mit Sebastian Stoyke (Trainer Oberliga-C-Junioren) und Detlef Kater sind zwei Trainer übergreifend von den Minis über E- bis zu den D-Junioren unterwegs. Der direkte Kontakt mit den Trainern und die Unterstützung beim Training sollen vor allem die D-Junioren auf den Stress einer Relegation bei den C-Junioren vorbereiten und so die Chancen auf höhere sportliche Weihen erhöhen. Für die weiblichen A- bis C-Juniorinnen wurde eine von zwei Koordinatorenstellen geschaffen.

 Diesen Posten hat mit Olaf Keck der Trainer der Landesliga-Frauenmannschaft übernommen. „Das läuft sehr gut an“, meint Lattwesen. Der B-Lizenzinhaber hat die Aufgabe, von den C-Juniorinnen an für ein entsprechendes Training und durch Beobachtungen den Trainern ein entsprechendes Feedback zu geben. So sollen Trainingsinhalte verbessert werden, um für eine kontinuierliche Steigerung der Qualität und Vielfalt zu sorgen. Gleichzeitig entsteht im Bereich der A-Juniorinnen eine gute Verzahnung mit dem Frauenbereich.

 Für den männlichen Nachwuchsbereich steht eine entsprechende Stelle bereit. „Wir haben bisher den Richtigen noch nicht gefunden“, räumt Lattwesen ein. Ein möglicher Kandidat soll eine entsprechende Trainerausbildung haben und muss in das Vereinsgefüge der HSG passen. „Wir werden versuchen, den Platz zum Zeitpunkt der nächsten Relegation zu besetzen“, sichert der Vorsitzende alle Bemühungen um einen Kandidaten zu. Zudem befindet sich die HSG auf dem Weg, alle Jugendtrainer zu lizenzieren. Bis auf wenige Aufnahmen wurde das Ziel bereits erreicht. Der Verein unterstützt Interessenten beim Erwerb der C-Lizenz.

 „Wir sehen uns in der Verantwortung, stagnierenden Nachwuchszahlen durch die Schaffung entsprechender Angebote entgegenzutreten“, sagt Lattwesen. Die Kinder seien da, man müsse eben mehr dafür investieren, erste Ansätze seien da, so Lattwesen. In der Gesamtheit beschreitet die HSG in strukturellen Bereich neue Wege. Es gibt keinen großen erweiterten Vorstand, der geschäftsführende Vorstand wurde auf fünf Posten beschränkt. Jedes dieser fünf Vorstandsmitglieder verwaltet ein Ressort wie den Bereich Sponsoring/Marketing oder Jugend. Eigentlich müsse ein Gesamtvorstand 20 Posten umfassen, aber die Bereitschaft, sich für zwei Jahre fest zu binden, sei einfach nicht genügend vorhanden, so der Vorsitzende.

 Sind größere Aktionen zu bewältigen, stehen für jedes Ressort ehrenamtliche Helfer bereit, die für eine projektbezogene Zeit mitarbeiten. „Wir haben halt nicht für das Ressort Jugend fünf Leute, die sich fest wählen lassen, sondern einen, der für solche Dinge Helfer hat, die für einen bestimmten Zeitraum ehrenamtlich tätig werden“, sagt Lattwesen. So finde man eher ehrenamtliche Helfer, als wenn sich die Leute zwei Jahre in ein Amt wählen lassen müssten, so Lattwesen.

 Insgesamt resümiert Lattwesen das Erreichen der gesetzten Nahziele durch die Erweiterung der HSG. Ein Ziel steht aber ständig auf der Agenda: Das Vorantreiben der Verzahnung zwischen Senioren- und Jugendbereich. „Das muss intensiviert werden, jeder muss sich bewusst sein, dass es ohne nicht geht“, sagt Lattwesen. hga

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