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Aus dem Becken gefegt

Schwimmen Aus dem Becken gefegt

 Die SG Neukölln hat beim Bergbad-Pokal-Schwimmfest in Bückeburg – wie erwartet – den Pokal für den punktbesten Verein abgeräumt.

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Arne Reuther ist wie sein Bruder Tom ein Dauer-Abonnent auf Plätze auf dem Treppchen.

Quelle: jp

Schwimmen. Dass es aber bei der 36. Auflage von Schaumburgs größtem Schwimmfest ein derart haushoher Kantersieg sein würde, war nicht vorherzusehen. Mit sagenhaften 1856 Punkten – und damit mehr als dreimal so viel wie der Zweitplatzierte – fegte der mit knapp einhundert Athleten, darunter der mehrfache EM-Teilnehmer Jochen Hanz, angereiste Hauptstadtverein die gesamte Konkurrenz aus dem Becken. Mit ihrem 18. Sieg hat die SG Neukölln damit genau die Hälfte aller bislang stattgefundenen Bergbad-Pokal-Schwimmfeste gewonnen.

 Den Kampf um Platz zwei konnte diesmal überraschend der mit nur 24 Athleten angetretene SV Berolina aus Berlin mit 585 Punkten für sich entscheiden. Viele Beobachter hatten lange die SGS Barsinghausen vorne gesehen, die jedoch zum Abschluss mit 301 Punkten und dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen musste. Rang drei ging – wie hätte es auch anders sein können – mit 320 Punkten an den ansonsten ewigen Zweiten Van Vliet-Barracuda Nieuwerkerk aus Bückeburgs Partnerstadt Zuidplas. Bärenstark erwiesen sich die beiden hanseatischen Teams: Mit 297 beziehungsweise 252 Punkten errangen die SGS Hamburg und die SG HT16 Hamburg Platz fünf und Platz sechs.

 Unter den heimischen Vereinen wurde der SC Stadthagen seiner Favoritenrolle gerecht, der sich mit 166 Punkten Platz zehn und damit zum dritten Mal in Folge den Pokal für die beste Schaumburger Mannschaft erkämpfte. Die Schwimm- und Sportfreunde Obernkirchen kamen mit 117 Punkten auf Platz 13, die Startgemeinschaft Schwimmen Bückeburg mit 75 Punkten auf Platz 17 und der VfL Bad Nenndorf mit 18 Punkten auf Platz 30. Von den Teilnehmern aus dem benachbarten Mühlenkreis holten der MTV 1860 Minden und der SC 80 Porta die Ränge 18 und 20.

 Erfolgreichster Schwimmer des Wettkampfes war mit 94 Punkten Fjodor Lundgren von der SG Neukölln, der damit den begehrten Titel der besten männlichen Einzelleistung haarscharf Tom Reuther vom SC Stadthagen (91 Punkte) vor der Nase wegschnappte. Die beste Einzelleistung weiblich lieferte wie schon 2012 Jule Schoknecht vom SV Berolina. Der Horst-Sorban-Wanderpokal und der Heinz-Brandt-Wanderpokal für die schnellsten Zeiten über 200 Meter Brust gingen an Margarete Hummel von der SG Neukölln und Justin Bott von der HAT 16 Hamburg.

 Die offenen 100-Meter-Finalläufe gewannen Jeanine Roggenbuck von der SG Neukölln und Tom Simmeth vom AMTV-FTV Hamburg (beide 100-Meter-Schmetterling), Margarethe Hummel und Jakob Schubert (beide SG Neukölln über 100-Meter-Brust), Joana Voss von SV Poseidon Hamburg (100-Meter-Rücken und 100-Meter-Freistil), Floyd van Hoof von Van Vliet-Barracuda Nieuwerkerk (100-Meter-Rücken) sowie Tom Reuther vom SC Stadthagen (100-Meter-Freistil).

 Trotz nicht gerade sommerlicher Wetterbedingungen zeigten sich die Aktiven hungrig auf neue Bestzeiten. Gleich sieben neue Bergbad-Rekorde wurden in diesem Jahr aufgestellt: Über 50-Meter-Brust in 0:34,10 Minuten durch Kristina Schweinem vom SG Schwimm Team Köln; über 100 Meter Brust in 1:14,24 Minuten durch Margarethe Hummel von der SG Neukölln; über 100 Meter Rücken in 1:05,01 Minuten im Vorlauf sowie in 1:04,87 Minuten im Endlauf durch Joana Voss vom SV Poseidon Hamburg und über 200 Meter Rücken in 2:26,77 Minuten Maaike van Veen von Dedemsvaart-AC. Mit Bergbad-Rekorden warteten die Staffel-Teams der SG Neukölln über viermal 50-Meter-Lagen in 1:53,62 Minuten beziehungsweise 2:11,10 Minuten auf.

 Von den gastgebenden Bückeburger Schwimmern kämpften sich Marco Hämmerling, Otto Kurucz und Charlotte Mittrach in die Medaillenränge. Emsige Medaillensammler für die Schwimm- und Sportfreunde Obernkirchen waren Milena Kirsten, Jannis Goldbach, Jeanne Mundorf und vor allem Cedric Krüger mit gleich vier ersten Plätzen. Der SC Stadthagen konnte wie erwartet mit Arne und Tom Reuther zwei Dauer-Abonnenten auf Treppchenplätze verbuchen: Allein Tom Reuther heimste sechs Gold-Medaillen in der Jahrgangswertung ein. Weitere Stadthäger Medaillen gingen an Kati Maaß, Maja Reuther und Mathys Touzet.

Von Johannes Pietsch

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