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Ausgezeichnete Technikerin

Sportlerwahl Ausgezeichnete Technikerin

Ihre größten Erfolge hat Kirsten Hilbig mit dem Nachnamen Münchow gefeiert. Im Jahr 2000 holte die heute 39-Jährige in Sydney bei den Olympischen Spielen im Hammerwurf die Bronzemedaille, im vergangenen Jahr gewann die Physiotherapeutin bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Lyon die Goldmedaille.

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Direkt nach dem WM-Titel läuteten bei Kirsten Münchow die Hochzeitsglocken – nun heißt die 39-Jährige Hilbig mit Nachnamen.

Quelle: pr

Sportlerwahl. Nur wenige Tage später ehelichte sie ihren Mann Michael Hilbig.

„Fast aus der kalten Hose“ ist der WM-Sieg entstanden. Bei einem Blick auf den Wettkampfort der Senioren-Weltmeisterschaften ist die Idee von einem Start gewachsen. „Lyon ist nicht so weit entfernt. Mein Mann war die Triebfeder und überredete mich – trotz Hochzeitsvorbereitung – an der WM teilzunehmen“, erinnert sich Hilbig.

Nur wenige Tage nach der WM sollten die Hochzeitsglocken läuten. Ohne große Vorbereitung startete die Hammerwerferin bei den Bezirksmeisterschaften im April. „Ich musste die WM-Norm knacken, sonst wäre der Traum schnell ausgeträumt gewesen“, weiß Hilbig. Das gelang: Die für den VfR Evesen startende Mutter eines Sohnes warf über 57 Meter und gehörte damit gleich zum Favoritenkreis.

Trotz vieler Wettkämpfe für Deutschland als Hammerwerferin war sie am Wettkampftag extrem nervös, denn ein Weltmeistertitel fehlte der 39-Jährigen noch in ihrer Sammlung. „Mein Mann hat mir die Hand gehalten, so aufgeregt war ich“, erklärt Hilbig. Durch ihren Beruf als Physiotherapeutin war eine gewisse Fitness vorhanden. Direkt vor der WM trainierte Hilbig zweimal die Woche. „Sie ist eine ausgezeichnete Technikerin, ihr Bewegungsablauf ist einwandfrei. Die Konkurrenz ist wesentlich stärker, aber sie bringen die Kraft nicht optimal auf den Hammer“, berichtet Mutter Karin Münchow.

Für Hilbig war klar: Die ersten Würfe müssen sitzen. „Sonst schwindet die Kraft und der Hammer fliegt nicht mehr so weit“, erklärt die Weltmeisterin. Schon beim ersten Versuch flog der Hammer auf die Siegesweite von 55,77 Meter. „Ich hatte mir zwar eine größere Weite vorgenommen, aber ich bin überglücklich über meine erste Medaille bei Weltmeisterschaften“, strahlt Hilbig. Mit dabei war auch ihr Glücksbringer. „Ich trage seit den Olympischen Spielen den gleichen Rückenstützgürtel und nehme immer den DLV-Rucksack zu den Wettkämpfen“, berichtet sie.

Das Hammerwerfen ist und bleibt ihre Leidenschaft. „Das faszinierende ist der Bewegungsablauf. Es muss alles passen“, weiß Hilbig, die drei Jahre lang als Bundestrainerin im Rasenkraftsport fungierte. Aus beruflichen und privaten Gründen beendete sie aber dieses Engagement. „Ich kann mir aber vorstellen, die aktuelle Bundestrainerin mit Rat und Tat zu unterstützen“, erklärt Hilbig.

Der nächste Höhepunkt sind die Europameisterschaften Anfang Juli in Amsterdam. „Der Anreiz besteht, erneut zu starten. Aber mit dem Thema habe ich mich noch nicht intensiv beschäftigt“, sagt Hilbig mit einem Schmunzeln im Gesicht. seb

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