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Autsch: Derby-Klatsche für die SG

Handball / Oberliga Autsch: Derby-Klatsche für die SG

Was für eine Abfuhr: Oberligist SG Hohnhorst-Haste kassierte vom MTV Großenheidorn in eigener Halle eine 27:37 (13:16)-Klatsche.

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Die SG-Abwehr langt hin, Björn Teßmann und der MTV-Angriff lässt sich nicht abschrecken.

Quelle: hga

Handball (hga). Vom Geist und den Emotionen früherer Derbys war dieses Spiel weit entfernt. Insgesamt sieben Strafzeiten zeigten auf, dass von den großen, verbissen geführten Zweikämpfen der Vergangenheit nichts mehr geblieben war.

Die Seeprovinzler hatten ihren Fanclub dabei, die „Heidorner Jungs“ machten Party und skandierten in der zweiten Halbzeit „Derbysieg“ und „Heimsieg in Haste“. So richtig beflügelt hatte der Gastgeber selbst den gegnerischen Anhang. Ein mit „Heidorner Jungs“ beschriftetes Betttuch wurde von SG-Teammanager Thomas Sandmann umgehend von der Hallenwand entfernt.

„Aus Sicherheitsgründen“, erklärte Sandmann nach Spielschluss auf Nachfrage. Die eigenen Fans hielten sich gewohnt vornehm zurück. Immer mal wieder zogen sich die Unparteiischen den Unmut der Zuschauer zu. Ab und an trafen sie unglückliche Entscheidungen, womit insbesondere die von Stefan Schmidt-Kolberg trainierte SG haderte.

Einigermaßen spannend war es nur im ersten Spielabschnitt. Bereits nach zwei Minuten deutete sich an, wo bei der SG später der Schwachpunkt lag. Die SG fing einen Ball ab, Martin Engel startete und hätte den Tempogegenstoß laufen müssen. Er brach ab und spielte den völlig überraschten Fabian Dönitz an. Dönitz machte das Tor, Engel war augenscheinlich schon zu diesem Zeitpunkt völlig verunsichert und blieb ein Schatten seiner selbst.

4:4 (6.), 8:9 (15.), die SG hielt das Spiel offen. Mehrfach war der MTV auf dem Sprung, die SG blieb jedoch dran wie beim 10:11 (18.) dran. Der Knackpunkt des Spieles kam in der Schlussphase der ersten Hälfte. Die Schützlinge von MTV-Coach Marc Siegesmund setzten sich auf drei Tore zum 15:12 (26.) ab.

Zwei, drei mal unmotivierte Abschlüsse der SG, der Gast setzte sich zur Pause auf sechs Tore ab. Direkt nach dem Seitenwechsel ließ die SG, deren Rückraum bis auf Tim Kirchmann am Spiel nicht beteiligt war, wieder klarste Chancen liegen. Während die Schmidt-Kolberg-Schützlinge in der Abwehr wesentlich körperlicher spielten, gingen ihre Gegner konsequent auf die Nahtstellen und trafen.

Nach 15 Minuten war die Sache entschieden, beim 27:20 (44.) für den MTV schallte „Derbysieg“ durch die Halle.

SG Hohnhorst-Haste: Daseking 6, Dönitz 6, Krikli 5, Kirchmann 5, Knötig 2, Kanngießer 2, Ban 1.

MTV Großenheidorn: Buhre 10, Franzke 8, Semisch 7, Teßmann 3, Salzwedel 2, C. Lindemann 2, Reimann 1, Rauls 1, M. Lindemann 1, Seegers 1, Gennerich 1.

„Eher ein Freundschaftsspiel“

In einem waren sich Stefan Schmidt-Kolberg, Coach vom Oberligisten SG Hohnhorst-Haste und sein Pendant beim MTV Großenheidorn Marc Siegesmund einig: der Torhüter machte einen großen Unterschied im Derby.
Lars Wagner im Tor der Seeprovinzler parierte mehr Bälle als sein Gegenüber Michael Epifanio. „Von den Spielern her war das eher ein Freundschaftsvergleich als ein Derby“, konstatierte Schmidt-Kolberg. Man könne nicht sagen, dass keine Chancen da gewesen seien. „Im Endeffekt wird es hohe Klatsche, irgendwann ist Ende im Gelände“, meinte Schmidt-Kolberg.
„Vom räumlichen her war es noch ein Derby, aber ein einseitiges“, erklärte Siegesmund. Seine Abwehr habe in der zweiten Halbzeit aggressiver gedeckt. Haste habe versucht, durch aggressive Abwehr das Torwerfen zu verhindern. „Es zählen hier nur Tore und keine blauen Flecke, da haben wir gewonnen“, resümierte Siegesmund.
Für Timm Franzke war es das letzte Derby dieser Art. Der Linkshänder beendet seine Laufbahn nach insgesamt zehn Jahren Oberliga, davon neun in der Seeprovinz, am Saisonende. „In den letzten Jahren waren die Derbys wesentlich besser, da war eine ganz andere Stimmung“, sagte Franzke. „Heute war entscheidend, dass wir zum Ende der ersten Hälfte im Angriff unvorbereitete Würfe nehmen und über Konter in Rückstand geraten“, meinte Fabian Dönitz. Paul Weiser, jahrelang selbst im Rückraum der SG tätig, sah den größeren Willen bei den Gästen. „Wenn man mit Großenheidorn mithalten will, muss man treffen und nicht blind draufwerfen, aus dem Rückraum kam nichts“, sagte Weiser.

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