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Die Bundesliga läuft

Fußball Die Bundesliga läuft

Wer einmal bei den ganz jungen Fußballern im Schaumburger Land beim Training zuschaut, glaubt auf dem Übungsgelände an der Säbener Straße in München zu sein.

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Harry Schönemann (rechts) – hier mit Klub-Ikone Wolfgang Overath – ist Fan des 1. FC Köln.

Quelle: cb

Fußball. Götze, Neuer & Co. stehen bei den Kids ganz hoch im Kurs. Die Gründe liegen auf der Hand. In der Kindheit wächst in der Regel die Liebe zu einer Mannschaft, die einen oft ein Leben lang nicht loslässt. Am gestrigen Freitag startete die Bundesliga in ihre 51. Saison – und viele Fans aus dem heimischen Bereich fiebern mit. Sieben Fußballfreunde erklären, warum sie gerade mit ihrem Verein sympathisieren.
Der erste Deutsche Meister der neu gegründeten Bundesliga hieß 1963/64 1. FC Köln. Und weil die Rheinländer so überragend spielten und nur zwei Niederlagen einstecken mussten, kam mit dem siebenjährigen Harry Schönemann aus der Schaumburger Zentrale Hobbensen ein neuer glühender Fan hinzu. Die alte Liebe ist bis heute geblieben und seit dem Geburtstagsgeschenk seiner Frau Gisela ist der heutige Klubchef vom TuS SW Enzen seit über zehn Jahren auch Mitglied des Traditionsvereins. Sein Lieblingsspieler ist Wolfgang Weber, der im legendären WM-Endspiel von 1966 den Ausgleich in letzter Sekunde schoss. Die Position des 53-maligen Nationalspielers im Defensivbereich bekleidete der junge Harry dann auch während seiner aktiven Laufbahn – verbunden mit hohen kämpferischen Werten und einer soliden Technik. Nach dem Wiederaufstieg hofft der Finanz- und Assekuranzmakler auf einen Tabellenrang um Platz 13.
 Er war Schwimmer, Wasserballer und Läufer – Fußball hat er nie gespielt. Und dennoch ist der 68-Jährige ein begeisterter Fan dieser Sportart. Seine ungebrochene Liebe gehört dem FC Bayern München seit den Zeiten von Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller. Und seit 40 Jahren ist Joachim Voigt Mitglied mit der Ausweisnummer 994 des Rekordmeisters. Mit „ein wenig Verspätung“ hat Ehefrau Marlies die Mitgliedschaft erworben: Mit der Plastikkartenzahl 240 386. Der Freistaat besitzt auch als Urlaubsland einen hohen Stellenwert. Demnächst geht es wieder einmal nach Garmisch-Partenkirchen. Nur einmal war Joachim mit der Personalpolitik seines Herzensvereins nicht einverstanden: Als der Brasilianer Lucio zu Inter Mailand verkauft wurde, schrieb der Ahnser einen kritischen Brief. Da griff Manager Uli Hoeneß persönlich zum Telefon, um dem Schaumburger die Entscheidung zu erklären. Apropos Hoeneß: Als großen Mist sieht der ehemalige Steuerfachangestellte die Hinterziehung von Geldern, hält ihm aber weiterhin die Treue. Das Spiel „um die Ecke“, das Pokalmatch in Münster, wurde natürlich genutzt, um die Form vor dem Start zu überprüfen. Sie war nicht schlecht.
 „Mein Papa ist Schalke-Fan, meine Mama und mein Onkel auch. Und die meisten, die ich kenne, lieben alle den Verein mit den blau-weißen Farben aus dem Ruhrpott. Warum soll ich da Anhänger von einem anderen Klub werden?“ Die Argumente von Arne Klöpper sind ohne Frage stichhaltig. Zumal der Zehnjährige die Atmosphäre in der Veltins-Arena schon des Öfteren miterlebt hat. Leon Goretzka und Max Meyer heißen die Lieblingsspieler des E-Jugendlichen mit der feinen Technik. Der linksfüßige Kreisauswahlspieler vom FC Hevesen besucht nach den Ferien das Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen.
 „Seit seiner Geburt“ ist Günter Drösler Anhänger von Hannover 96. Das verwundert wenig, ist der ehemalige Bankkaufmann doch in der niedersächsischen Hauptstadt vor 79 Jahren geboren. Über viele, viele Jahre gehörte die Dauerkarte zur Grundausstattung des Edelfans. Sein Lieblingsspieler bei den „Roten“ ist der dreimalige Nationalkicker Hans Siemensmeyer, der in 278 Partien 72 Tore schoss – und als Kultfigur gilt. 1977 verschlug es den ehemaligen Halblinken von Linden 07 aus privaten Gründen ins Schaumburger Land. Und so schaut er zusammen mit seiner Inge im Nienstädter Ortsteil Meinefeld in „aller Unruhe“ die manchmal nicht immer lustigen Spiele seines Teams an.
 Es war um die Jahrtausendwende als der knapp zehnjährige Yannick Brauner seine Liebe zu Hertha BSC Berlin entdeckte. Das lag vornehmlich an der Präsenz der Hauptstädter im europäischen Pokal. Die nationalen Auswahlspieler Sebastian Deisler, Marko Pantelic und nicht zuletzt der Brasilianer Marcelinho waren für die guten Leistungen und Platzierungen verantwortlich. Die guten Zeiten gingen dahin, die Liebe zur „Alten Dame“ blieb – trotz Magenschmerzen. Immer wenn die Hertha, einer der ersten Fußballklubs (1892) in Deutschland, in Hannover zu Gast ist, feuert der Student, der in den unteren Teams beim VfL Bückeburg fast jede Position bekleidet, seine Blau-Weißen an.
 n Der kleine Reinhard Engwer war wie seine Brüder fußballbegeistert. Und so wurde in jeder freien Minute mit der Pille gebolzt. Aber da gab es auch die regnerischen Stunden, und die Tage, an denen die Sonne früh unterging. Die Alternative stand auf dem Tisch im Kinderzimmer: Ein Tischfußballspiel. Die eine Mannschaft hatte ein gelbes Trikot und eine schwarze Hose, die andere war ganz in weiß mit einem roten Brustring. Es war und ist exakt die Kluft des VfB Stuttgart. Für „Pico“, der später beim SV Obernkirchen jahrelang als Leistungsträger agierte, war es Liebe auf den ersten Blick – auch, weil zu jener Zeit die Schwaben erfolgreich in der Bundesliga spielten. Günter Sawitzki, Klaus-Dieter Sieloff, Horst Köppel – allesamt Nationalspieler – hießen die Protagonisten.
1960 wurde Uwe Seeler erster Träger des neu geschaffenen Titels „Fußballer des Jahres“. Für den 12-jährigen Karl Steinhof Anlass genug, um den Verein mit der Raute auf dem Hemd in sein Herz zu schließen. Im Laufe der Jahrzehnte folgten etliche, „unzählige“ Besuche im Hamburger Volksparkstadion. Es ist die super Atmosphäre, die den pensionierten Mathematiklehrer in der wunderschönen Arena immer wieder aufs Neue fasziniert. Die Liebe zum HSV wird zudem vom Flair der Weltstadt verstärkt, die er gerne auch ohne Match mit seiner Heike bereist. Trotz der letzten „Katastrophen-Saison“ – die Verbundenheit ist nicht erschüttert. „Das wird auch so bleiben!“ In den 70er-Jahren war Karl mit seiner Technik und seinem strategischen Handeln das Hirn beim VfL Bückeburg. So verwundert es wenig, dass ihn die Fähigkeiten von Günter Netzer besonders beeindruckt haben. Als mit Anfang 30 die Knieprobleme zunahmen, die erste Operation anstand, war es mit der aktiven Zeit als Fußballer viel zu früh vorbei. Tennis ist aktuell angesagt – mit einem künstlichen Kniegelenk. Der chirurgische Eingriff wurde vor zwei Jahren „natürlich“ in der Hansestadt durchgeführt. cb

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