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„Die Tabelle lügt ja nicht“

Fußball „Die Tabelle lügt ja nicht“

„Die neue Macht im Norden“ – unter diesem Titel stand die Saisonvorschau des TSV Hagenburg im vergangenen Sommer. Einige Experten sahen in dem Bezirksligisten mit seinem verstärkten Kader und seinem äußerst leistungsfähigen Unterbau sogar einen Mitfavoriten für die Meisterschaft.

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Enttäuschende Saison: Der TSV Hagenburg ist nur Zwölfter, aber Trainer Patrick Glawe glaubt an den Aufwärtstrend und rechnet fest mit einer Platzierung im gesicherten Mittelfeld.

Quelle: seb

Fußball. Die Realität sieht allerdings anders aus. Die Seeprovinzler stehen als Tabellenzwölfter überraschend am Rande der Abstiegszone. Unser freier Mitarbeiter Jörg Bressem erkundigte sich bei Trainer Patrick Glawe nach den Gründen des Niedergangs. Wie beschreiben Sie die Lage?

Wir sind natürlich nicht zufrieden, weder mit der Punktausbeute, noch mit dem Verlauf der letzten Spiele. Aber wir kennen die Gründe. Sie liegen insbesondere in den Ausfällen wichtiger, erfahrener Spieler wie Christoph Lempert, Steffen Dreier, David Oltersdorf oder Florian Frercks, die wir nicht kompensieren können. Wenn vor dem Spiel nur zehn oder elf Leute aus dem Bezirksligakader zur Verfügung stehen, hat das Folgen. Die Mannschaft ist nicht eingespielt und sie ist zu unerfahren. Können veranlagte Spieler wie Jan Scholz noch keine Verantwortung übernehmen?

Für ihre eigene Leistung schon, aber für das Gesamtgefüge noch nicht. Wir hatten häufig sogar Jugendspieler in der Mannschaft. Das Durchschnittsalter der Truppe berechnete sich nur deshalb mit 20 Jahren, weil unser Torwart Daniel Beißner den Schnitt nach oben drückte. Auch bei den jungen Spielern muss aber auch mehr Selbstbewusstsein in die Köpfe. Wir müssen uns also daran gewöhnen, dass der TSV Hagenburg in dieser Saison entgegen allen Erwartungen um die Existenz kämpft?

Stand heute sind wir vom Abstieg bedroht. Die Tabelle lügt ja nicht. Aber ich bin schon mittelfristig sehr zuversichtlich, weil außer Lukas Nolte und Jan Hilbert schon jetzt oder demnächst wieder alle dabei sind und derzeit Kräfte sammeln, auch Hannes Schauss. Sie haben den Kader im letzten Sommer bewusst quantitativ erweitert. Das hat scheinbar immer noch nicht gereicht.

Ich wage kaum daran zu denken, was passiert wäre, wenn wir nicht diesen Weg gegangen wären. So waren wir in allen Spielen zumindest wettbewerbsfähig und sogar in der Lage, für positive Überraschungen wie dem Sieg in Bad Pyrmont zu sorgen. Kam dem TSV Hagenburg die Zwangspause der letzten zwei Spieltage unter personellen Aspekten also ganz gelegen?

Da habe ich gemischte Gefühle. Ich habe in die jeweilige Mannschaft, die wir auf dem Platz hatten, immer volles Vertrauen. Wir hätten auch am letzten Wochenende sehr gerne gespielt, aber der Rasen stand unter Wasser. Andererseits konnten sich in der Zeit einige Spieler wieder heranarbeiten. Ich bin mir sicher, dass die Ergebnisse demnächst wieder stimmen, wir wieder eine gute Rolle spielen und im gesicherten Mittelfeld landen.

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