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Edelmetall für Homeier

Leichtathletik Edelmetall für Homeier

Mit einer Silbermedaille im Weitsprung kehrte Merle Homeier von den Deutschen Meisterschaften der U20 aus Ulm zurück. Luna Bulmahn lief im A-Finale über 200 Meter eine neue persönliche Bestzeit und wurde am Ende Siebte.

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Mit ihrem Riesensatz von 6,23 Metern im letzten Versuch brachte Merle Homeier Dauerkonkurrentin Tabea Christ noch einmal kräftig zum Zittern. Acht Zentimeter fehlten am Ende zur Goldmedaille.

Quelle: peb

ULM. Der Weitsprung entwickelte sich einmal mehr zu einem spannenden Zweikampf um Gold zwischen Merle Homeier und Dauerrivalin Tabea Christ. Zwölf Teilnehmerinnen hatten für die Titelkämpfe gemeldet, zehn Athletinnen gingen in den Wettkampf. Homeier präsentierte sich in ausgezeichneter Verfassung, zeigte, dass sie auch im August noch richtig Dampf in den Beinen hat.

Nach einer stabilen Serie mit vier Sprüngen über sechs Meter musste sich das Ausnahmetalent vom VfL Bückeburg nur knapp geschlagen geben. „Das Stadion war sehr gut besetzt, die Stimmung war ausgezeichnet.

Die Zuschauer unterstützten jede Springerin mit rhythmischem Klatschen“, freute sich Homeier über die fantastische Atmosphäre nach dem Wettkampf.

Homeier stieg mit einem Sicherheitssprung von 5,92 Meter in den Wettkampf ein und lag nach dem ersten Durchgang auf Platz drei. Favoritin Christ vom SC Preußen Münster legte mit 6,28 Meter die Latte gleich sehr hoch. Malina Reichert vom Hamburger SV schob sich mit 6,04 Meter auf Platz zwei. Im zweiten Versuch steigerte sich Homeier auf 6,18 Meter. Das bedeutete den zweiten Rang nach dem zweiten Durchgang. Es folgten Sprünge über 6,08 und 6,10 Meter. Der vierte Versuch war ungültig. „Ich hatte wieder Anlaufprobleme und traf den Balken einfach nicht“, so Homeier.

Übergetreten

Vor dem letzten Durchgang lag Homeier noch immer auf dem Silberrang. Es wurde noch einmal spannend. Lea Halmans vom SV Sonsbeck erwischte den Balken voll und flog sehr weit. Aufatmen bei Homeier, als die Weite angezeigt wurde. 6,13 Meter – Halmans schob sich mit diesem Satz von Platz vier auf den Bronzerang. Jetzt konnte nur noch eine Springerin Homeier die Silbermedaille entreißen. Aber Reichert trat über, Silber war jetzt für die Bückeburgerin sicher.

Homeier legte noch einmal die volle Konzentration in den letzten Versuch. Wieder ein weiter Satz. Mit 6,23 Meter steigerte sie ihre persönliche Bestweite um einen Zentimeter. Christ siegte mit 6,30 Meter. „Hätte Merle den Balken getroffen, wäre das ein Sprung über 6,40 Meter gewesen. Da sieht man, was für ein Potenzial Merle hat“, freute sich Trainer Frank Reinhardt über die Silbermedaille. Und Homeier fügte hinzu: „Ich kann noch ein Jahr in der U20 springen. Im Winter werde ich am Anlauf intensiv arbeiten. Ich will unbedingt die Absprungprobleme in den Griff bekommen. Und dann wird man sehen, was dabei herauskommt“, blickt Homeier voraus.

Luna Bulmahn hatte für die Deutschen Meisterschaften der U20 für drei Laufdisziplinen gemeldet, zog aber ihre Teilnahme an den 400-Meter-Entscheidungen wegen Überschneidungen zurück. Die Obernkirchenerin ging zunächst über 100 Meter an den Start. 38 Athletinnen kämpften in fünf Vorläufen um den Einzug in die Zwischenrunde der schnellsten 16 Läuferinnen. Bulmahn zeigte sich antrittsschnell, lief 12,12 Sekunden und qualifizierte sich für die Zwischenrunde.

Spannendes Duell

Auch in der Zwischenrunde war Bulmahn schnell, stellte mit 12,08 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung auf. Das reichte trotzdem nicht für das Finale. In der Endabrechnung belegte sie Rang 14. Deutsche Meisterin wurde Keshia Beverly Kwadwo vom TV Wattenscheid in 11,33 Sekunden.

In ihrer Spezialdisziplin traf Bulmahn über 200 Meter auf ein Feld von 28 Läuferinnen. 42 Athletinnen hatten für diese Disziplin zunächst gemeldet, 14 verzichteten aber auf einen Start. In vier Zeitvorläufen wurden die Teilnehmerinnen für das A- und B-Finale ermittelt.

Bulmahn lieferte sich im ersten Zeitvorlauf einen spannenden Kampf mit Katrin Fehm vom ESV Amberg. 24,70 Sekunden bedeuteten am Ende neuer persönlicher Rekord und Platz zwei für die Athletin vom VfL Eintracht Hannover hinter Fehm, die 24,54 Sekunden lief. Jetzt begann das Zittern. Nach dem vierten Zeitvorlauf stand fest, Bulmahn hatte mit der viertbesten Zeit den Sprung in das A-Finale geschafft.

Im Finale musste Bulmahn dem Doppelstart über 100 und 200 Meter Tribut zollen. Sie kämpfte verbissen, steigerte ihre persönliche Bestzeit noch einmal um zwei Hundertstel auf 24,68 Sekunden. Aber auf der Zielgeraden fehlten die letzten Körner, um noch einmal in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Deutsche Meisterin wurde mit der Fabelzeit von 23,35 Sekunden Sophia Junk von der LG Rhein-Wied. Luna Bulmahn wurde Siebte. seb

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