Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Eijlers hält sich im Spiel

Bundesliga: GWD Minden - VfL Gummersbach Eijlers hält sich im Spiel

Geschafft: Der Erstligist TSV GWD Minden hat in der 4er-Serie von als „machbar“ erklärten Spielen gleich das erste gewonnen.

Voriger Artikel
Konstant ohne Konstanz
Nächster Artikel
In Ruhe zum Erfolg

Handball.. Gegen den VfL Gummersbach haben die Weserstädter in einer spannenden Schlussphase einen 26:23 (10:12)-Sieg eingefahren. Anteil am Erfolg hatte einer, der gar nicht mitgespielt hatte: Hallensprecher Jürgen Schäpsmeier weckte das ob eines mäßigen Handballspiels lethargische Publikum in der Halbzeit und nahm die Fans nach nach Pause mit auf eine facettenreiche Reise durch die wundersame Welt des Handballs.

Es entwickelte sich zunächst ein emotionsloses Spiel, das im Gewand eines Testspiels daherkam. GWD verzichtete vor der Pause auf Rechtsaußen Aleksandar Svitlica, Moritz Schäpsmeier übernahm den Job. Anhand der Umstellungen und durch Krankheiten geschwächten Spielern agierten die Gastgeber gehemmt, blieben hinter ihren Möglichkeiten. Nach nervösem Beginn wechselten die Führungen der Kontrahenten bis zur 29. Spielminute hin und her. Einer spielte dann doch bärenstark, hatte aber ein Gummersbacher Trikot an. Julius Kühn war nicht in den Griff zubekommen. Der Nationalspieler erzielte vor der Pause acht Tore, insgesamt zwölf. Mit vier Toren in Folge war der Torjäger Garant für die Gummersbacher-Halbzeitführung, die bei Mindener Unterzahl in der 29. Spielminute erstmals auf zwei Tore anwuchs. „Das war eine Weltklasse-Leistung, er hat aus jeder Position getroffen“, lobte GWD-Trainer Frank Carstens, dessen Plan („Es hat nicht geklappt“) gegen den Führungsspieler nicht aufging.

In der Pause rief Schäpsmeier die Fans zur Unterstützung auf: „Wir schaffen es nur zusammen.“ Die Ansage war Programm, nach 37 Minuten mit einem aufdrehenden Christoffer Rambo im Rückraum ("Er hatte Probleme mit dem Ellenbogen, hat kaum trainert. Vielleicht hat er vor der Pause den Trainingsrückstand aufgeholt") führten die Grün-Weißen 14:13, lösten die Handbremse.  Aber nach einer zweifelhaften Roten Karte für Charlie Sjöstrand war das Mindener Publikum bereits auf Temperatur (34.). „Die Rote Karte gegen Minden war seltsamerweise der Knackpunkt im Spiel“, wunderte sich VfL-Coach Emir Kurtagic, der anfügte: "Es war ein anderes Spiel mit anderen Regeln"

Die Ostwestfalen wurden immer stärker, bauten die Führung zeitweise auf zwei Tore aus. „Wir haben nach der Pause nur noch drei technische Fehler gemacht, haben so von unserer starken Abwehr profitiert“, meinte GWD-Trainer Frank Carstens, der überlegt hatte, Torhüter Gerrie Eijlers auszuwechseln: „Es war kurz davor.“ Aber der Holländer spielte sich – wie das gesamte Team – in eine Art Rausch, blieb im Spiel. Da tat selbst eine doppelte Unterzahl nicht weh, die GWD mit einem Remis gestaltete.

Eine offene Deckung gegen Kühn brachte die Gäste aus dem Konzept, ermöglichte dem VfL aber freie Chancen. „Die waren aber nicht drin“, freute sich Carstens. Nach dem 22:22 (54.) waren es dann Eijlers Paraden und die Treffer von Rambo, der beim 24:22 vom Siebenmeterpunkt die Nerven behielt, die den Sieg in „einem emotionalen Spiel, das auch anders hätte ausgehen können“ sicherten. "Es war eine tolle Teamleistung, wir haben großen Willen gezeigt", gab Carstens zu Protokoll.

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (8), Charlie Sjöstrand (4/2), Florian Freitag (3), Magnus Gullerud (3), Dalibor Doder (2), Marian Michalczik (2), Sören Südmeier (2), Moritz Schäpsmeier (1), Aleksandar Svitlica (1/1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-60. mit 15 Paraden).

Torschützen VfL: Julius Kühn (12/1), Florian von Gruchalla (4), Andreas Schröder (2), Florian Baumgärtner (1), Alexander Becker (1), Evgeni Pevnov (1), Kevin Schmidt (1), Tobias Schroeter (1).
Im Tor: Carsten Lichtlein (1.-60. mit 8 Paraden) .

Spielfilm: 1:1 (5.), 4:4 (10.), 7:6 (15.), 7:7 (20.), 9:10 (25.), 10:12 (30.), 12:13 (35.), 16:16 (40.), 19:19 (45.), 20:20 (50.), 23:22 (55.), 26:23 (60.).

Strafminuten: Jernemyr (28.), Svitlica (34.) – Pevnov (40., 50.), Schindler (26., 45., 55.).
Rote Karte: Charlie Sjöstrand (35.) – Schindler (55.)

Zuschauer: 2800

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Hier geht es zu den Kandidaten und zur Abstimmung... mehr

Die besten Quoten für Hannover 96 findest du bei SmartBets.

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie als Gesamtsieger am Ende der Saison 2016/17 einen Reisegutschein im Wert von 750 Euro. mehr