Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
FC Stadthagen: Der Weg zeigt nach oben

Stadthagen / Interview FC Stadthagen: Der Weg zeigt nach oben

Der FC Stadthagen ist vier Spieltage vor Saisonende von den abstiegsgefährdeten Mannschaften nur noch theoretisch einholbar. Steffen Mitschker führte den FC vom vorletzten Tabellenplatz der Bezirksliga geradewegs in gesicherte Tabellenregionen. Der 37-jährige Trainer gibt Auskunft über die Rettung, den Fußball in der Kreisstadt Stadthagen, über den Nachwuchs, neue Entwicklungen und über die kommende Saison.

Voriger Artikel
Mitschker verlangt weiter volle Konzentration
Nächster Artikel
Vier Spiele, vier Siege – und der VfL Bückeburg ist Landesliga-Meister

Sie sind seit fast vier Monaten Trainer. Mit welchem Rezept führten Sie den FC Stadthagen aus der Krise?
Schon am ersten Tag war eine Aufbruchstimmung zu spüren. Die Spieler waren offen für neue Ideen und eine veränderte Sichtweise. Entscheidend war aber die neu entstandene Disziplin. Die Spieler fühlen sich derart der Gemeinschaft verpflichtet, dass ich heute eine SMS bekomme, wenn jemand fünf Minuten verspätet zum Training kommt.

Einen Traditionsverein wie den FC Stadthagen vor der Kreisliga zu bewahren, entspricht auf Dauer aber nicht den Erwartungen. Wie kann der alte Glanz wieder- hergestellt werden?
Wir müssen realistisch sein und uns im Rahmen unserer Möglichkeiten bewegen. Abstiegskampf ist sachlich. Natürlich will aber auch ich auf Dauer einen technisch attraktiveren Fußball spielen, ähnlich wie Nienstädt. Wir werden auch in der nächsten Saison zunächst den Abstieg vermeiden müssen, werden uns aber nicht nach unten orientieren. Mein Ziel ist es, unter den ersten fünf bis sechs Mannschaften zu sein.

Der FC Stadthagen wäre dann sicher wieder die Nummer eins in der Kreisstadt. Fürchten Sie nicht, mit der Abwerbung von Ugur Cakir und Selim Kilinc das Verhältnis zu Union Stadthagen schon genug belastet zu haben?
Zwischen beiden Mannschaften gibt es eine Rivalität, das ist in Ordnung. Beide Spieler haben ihre Wurzeln beim FC Stadthagen, deshalb haben wir uns um sie bemüht. Natürlich wollen wir uns in der nächsten Saison wieder deutlich vor Union Stadthagen einordnen.

Kann die Stadt zwei Bezirksligisten verkraften? Die letzten Fusionsgedanken wurden nach unserem Eindruck vom FC Stadthagen zurückgewiesen.
Ich will keine neue Debatte, aber der SV Union Stadthagen wird vielleicht schon bald mehr Probleme bekommen, als ihm lieb ist. Irgendwann wird die Zeit reif sein, um die Fusion in beiderseitigem Einvernehmen zu vollziehen.

Wenn man die gesamte Fußballsaison im Profi- und Amateurbereich betrachtet, was sind die auffälligsten Entwicklungen?
Neu ist, dass frische Mannschaften wie Hannover 96 oder der SC Freiburg erfolgreich sind, ohne auf Ballbesitz aus zu sein. Neu ist auch, dass sich junge Spieler als enorm leistungsfähig erweisen. Denken wir an Borussia Dortmund. An der Stelle sehe ich Parallelen zu uns. Ein blutjunger Spieler wie Timo Kuhnert war in der Abwehr eine ganz wichtige, vielleicht sogar entscheidende Kraft für uns.

In der Bundesliga gibt es plötzlich Nachwuchsspieler im Übermaß. Ist das im heimischen Bereich ähnlich? Die Frage geht an den ehemaligen Stützpunkttrainer Steffen Mitschker.
Ja, in einigen Jahren werden auch bei uns starke junge Leute auftauchen. Ich trainierte den Jahrgang 1997. Aus Schaumburg schafften es drei Spieler bis in die Niedersachsenauswahl. Zwei waren stark genug für das Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96. All diese Spieler sind taktisch bestens vorbereitet. Denen muss man die Viererkette oder Raumdeckung nicht mehr erklären.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Hier geht es zu den Kandidaten und zur Abstimmung... mehr

Die besten Quoten für Hannover 96 findest du bei SmartBets.

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie tolle Tagestipppreise. Auf den Gesamtsieger der Saison 2017/18 wartet ein attraktiver Hauptgewinn. mehr