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Fader Beigeschmack

Handball Fader Beigeschmack

Die beiden Oberligisten HSG Schaumburg Nord und MTV Großenheidorn stehen vor einer neuen Situation: Der niedersächsische Handballverband (HVN) hat die Aufstockung der Oberliga auf 17 Mannschaften beschlossen.

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Jörg Hasselbring hält nicht viel von der Terminflut in der Oberliga.

Quelle: hga

Auslöser dafür war der Fall des Vizemeisters der vergangenen Saison. Der MTV Vorsfelde meldete im vergangenen April nach dem frühzeitigen Aufstiegsverzicht von Meister HSG Nienburg beim Deutschen Handballbund (DHB) für die 3. Liga, nahm diese Meldung aber am 2. Juni dieses Jahres zurück. Damit geriet Vorsfelde in Schieflage, denn der DHB reichte den Verein an den HVN zurück. Rechtlich gesehen wäre die Eingruppierung der Mannschaft in eine Liga der Regionsebene die Folge gewesen.

 Das habe man vermeiden wollen, teilten Spielausschuss und Präsidium die Gründe für die Aufstockung mit. Die Entscheidung sei aus rein sportlichen Gründen gefallen, so Helmuth Wöbke, Vizepräsident Spieltechnik beim HVN. Und weil sowohl Meister Nienburg als auch vermutlich Vorsfelde aus finanziellen Gründen den Gang in die 3. Liga nicht antraten, gibt es noch eine Strafe obendrauf. Nienburg geht mit sechs, Vorsfelde mit acht Minuspunkten in die kommende Saison. Zwei Favoriten sind so durch den Verband aus dem Rennen genommen.

 „Hocherfreut, hocherfreut“, reagierte Jörg Hasselbring, Coach der HSG Schaumburg Nord, sarkastisch. Die Saison reicht jetzt vom 5. September 2015 bis zum 4. Juni 2016. „Das ist ein absolutes Brett. Bei einem Aufstieg wird man als Verein in ein nicht abschätzbares Risiko gezwungen“, sagte Hasselbring. Da würden die Verbandsfunktionäre nicht für die Vereine arbeiten, meinte der Coach. Der ungeliebte HVN-Pokal als Pflichtveranstaltung kommt noch obendrauf. Hier erwartet Hasselbring jetzt aber keine Oberligisten im Finale.

 „Das ist wohl jetzt üblich, dass jedes Jahr so was passiert. Erst in der Bundesliga und jetzt schlägt es bis unten durch“, äüßerte Goran Krka, Coach beim MTV Großenheidorn, Unverständnis. Er finde das alles sehr unglücklich und wisse nicht, ob so was den Zuschauern noch Spaß mache, so Krka. Die Mehrbelastung bei den Punktspielen und dazu der Pokal, Krka deutete an, den Kader möglicherweise noch aufstocken zu wollen. „Das alles hat einen faden Beigeschmack“, sagte Krka. hga

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