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Fußball für 300 Euro im Monat?

Landkreis / Fußball-Bezirksliga Fußball für 300 Euro im Monat?

Das Wechseltheater ist eröffnet. In der alljährlich stattfindenden Aufführung des Wettbewerbs um leistungsfähige Fußballer, um Fahrtgelder, Auflaufprämien, Jobs und sonstige Vergünstigungen wird der erste Akt aufgeführt.

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Stabilisator der Abwehr: An Abwehrspieler Ugur Cakir (vorn, links) waren auch andere Vereine interessiert. Nun hat der FC Stadthagen das Rennen gemacht. © ph

Fußball. Der FC Stadthagen lüftete als erster Verein den Vorhang. Er meldete, dass Ugur Cakir und Selim Kilinc vom Lokalrivalen Union an die Jahnstraße wechseln. Der äußerst aktive FC-Manager Turgay Bilgi gab den Übertritt offiziell bekannt.

Abwehrmann Ugur Cakir wurde im letzten Sommer auch von Nienstädt umworben. Dass Union Stadthagen hinten so stabil geworden ist, wird vor allem ihm zugeschrieben. Selbst der VfL Bückeburg soll schon mal Interesse an dem ehemaligen Stürmer gehabt haben. Auch Selim Kilinc ist eindeutig eine Verstärkung für den FC Stadthagen.

Er hatte vor zwei Jahren seinen Durchbruch, zeigt seitdem im Angriff von Union Stadthagen durchweg gute Leistungen. Der FC Stadthagen soll beide mit beruflichen Versprechungen zu einem Wechsel überredet haben und hat außerdem die Zusage des Bückeburgers Timo Gassmann, der in der VfL-Reserve spielt. „Ich möchte eine Mannschaft für die nächsten vier Jahre formen“, erklärt Bilgi.

Das Börsegeschäft am Spielermarkt kommt auch ansonsten immer mehr in Gang. Der SV Nienstädt zog Patrick Benecke an Land, der schon seit längerer Zeit ein Wunschkandidat von Spielertrainer Torben Brandt war. Beim VfR Evesen kam der ehemalige Bückeburger nicht wie erwartet zum Zug. Außerdem angelte sich Nienstädt den Bückeburger A-Jugendlichen Jeremy Baraschewski, ein stabiler, großgewachsener junger Mann, der für die Innenverteidigung vorgesehen ist. „Beim VfL Bückeburg hätte ich in der ersten Herrenmannschaft wahrscheinlich keine Chance“, erklärt Baraschewski.

„In der Kreisliga möchte ich aber nicht spielen. Da kam die Nienstädter Anfrage gerade recht.“ Union Stadthagen muss derweil aufpassen, seinen Kader halbwegs beisammen zu halten, denn auch Kastriot Hasani werden Abwanderungsabsichten nachgesagt. Er wird mit dem SC Rinteln in Verbindung gebracht, bei dem Soner Aslan angeblich vor dem Absprung steht. Die Weserstädter verpflichteten mit Achim Kentsch vom TSV Krankenhagen einen neuen Mann als Torwart.

Ansonsten wird die Personalpolitik des SC Rinteln naturgemäß durch den ungeklärten Klassenerhalt gehemmt. Im Falle eines Abstieges wollen angeblich mehrere Spieler den Verein verlassen. Die Abwanderungstendenzen beim SV Union Stadthagen sollen durch die Verpflichtung von Ferit Tarak angefacht worden sein, der im letzten Sommer durch seine Forderungen die Vergütungsstrukturen ins Ungleichgewicht brachte und eine Neiddebatte auslöste.

Auch beim VfR Evesen wird es personelle Änderungen geben. Süleyman Kahraman wird kommen. Der Mittelfeldspieler stieg beim SV Nienstädt 09 angesichts des hohen Konkurrenzdruckes vom Leistungsträger zum Ergänzungsspieler ab, passt nicht mehr ins System von Torben Brandt. Evesen holte außerdem den Auetaler Tobias Feldmann. Traditionell wenig ist vom VfL Bückeburg zu hören.

Der Landesligist vertraut weiterhin vornehmlich der Versorgung aus seiner eifrigen Nachwuchsarbeit. Die Transferpolitik scheint dabei in Vergessenheit geraten zu sein. So hat zwar der starke ehemalige Bückeburger Angreifer Burak Buruk mehrfach erklärt, den finanziell schwer angeschlagenen Landesligisten Union Minden im Sommer verlassen zu wollen. Auch könne er sich eine Rückkehr zum VfL Bückeburg gut vorstellen.

„Eine Anfrage aus dieser Richtung gab es aber noch nicht“, verrät er.
Während die Bühne der Vereinswechsel mittlerweile also gut einsehbar ist, bleiben die Hintergründe der Übertritte meist im Dunkeln. Denn neben sportlichen Aspekten geht es auch um Geld, und in diesem Punkt werden die Vereine nicht müde, die eigene Unbeflecktheit zu beteuern, der Konkurrenz aber horrende Honorarzahlungen anzudichten – insbesondere, wenn eigene Spieler abgeworben werden.

Wer tatsächlich schuldig und wer unschuldig ist, ist kaum auszumachen. FC-Manager Turgay Bilgi versichert: „Solange ich hier tätig bin, gibt es keine Zahlungen.“ Auch der VfR Evesen, der häufig als finanzkräftigster Bezirksligist genannt wird und bei dem die Spieler auf bis zu 300 Euro monatlich kommen sollen, reagiert mit einem heftigen Dementi. „Alles Quatsch, alles reine Fantasie“, erklärt Fußballchef Jürgen Bolte.

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