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GWD knackt die Nuss

Hart erkämpft GWD knackt die Nuss

 Die TSG Lu-Friesenheim hat sich als extrem harte Nuss erwiesen: Dennoch setzte sich der Zweitligist TSV GWD Minden verdient mit 30:28 (11:13) durch.

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In der ersten Halbzeit gibt es für den genesenen Moritz Schäpsmeier (rechts) und den GWD-Angriff kaum ein Durchkommen.

Quelle: uk

Handball (uk). Das räumte auch Gäste-Trainer Benjamin Matschke ein: „Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg in Ordnung.“ Es war nicht schön, es war knapp – aber erfolgreich. „Ich bin zufrieden, dass wir die zwei Punkte gewonnen haben“, erklärte GWD-Trainer Frank Carstens. Das sei das, was unter dem Strich zähle, so der Coach. Die Ostwestfalen bekommen auf dem Weg zurück in die Bundesliga immer mehr Planungssicherheit. Durch den Erfolg über den Tabellenvierten aus Friesenheim ist der Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz auf neun Zähler angewachsen.

 Danach sah es lange Zeit nicht aus. Ob die guten Ergebnisse aus der Vorbereitung den Spielern von der Weser zu Kopf gestiegen waren? „Die Deckung spielte sehr kreativ. Ich weiß nicht, wer den Jungs das gesagt hat“, ärgerte sich Carstens, dessen Team vor der Pause mitunter einen Drei-Tore-Rückstand im Gepäck hatte. Die Gäste spielten frech, trafen aus allen Lagen – und vom Kreis. „Die Kreisanspiele waren das Problem“, erkannte auch GWD-Keeper Gerrie Eijlers, der vor allem nach der Pause ein gutes Spiel machte. Man habe Glück gehabt, gab der Niederländer zu. Bis zur Pause hatte GWD zwar auf 11:13 verkürzt, dass Eiljers aber eher als ein „Heranschleppen“ gesehen hatte, denn die TSG vergab kurz vor dem Pausenpfiff noch zwei Konter.

 Carstens schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team pulverisierte den Rückstand binnen vier Minuten in eine 17:14-Führung. „Das war für den weiteren Verlauf der Knackpunkt“ wusste der Mindener Trainer. Die Grün-Weißen brachten eine andere Körpersprache ins Spiel, agierten in der Abwehr aggressiver und gewannen mehr Zweikämpfe und Bälle. „Vier Konter in Reihe und wir haben im Zentrum viel besser verteidigt. Das war wichtig“, freute sich der Übungsleiter.

 Beim 25:20 (55.) schien das Spiel gelaufen zu sein. Unerklärlicherweise wurde es aber unruhig und aus Sicht von GWD vor allem unrund. Zwei Zeitstrafen in Folge verkrafteten die Mindener noch einigermaßen unbeschadet. Sören Südmeier erhöhte auf 28:24 (57.). Die Gäste kassierten eine Hinausstellung und verkürzten mit einem Spieler weniger auf 27:28, weil GWD – allen voran Christoffer Rambo – die Bälle leichtfertig weggab. „Ich weiß nicht, was er sich da gedacht hat“, sagte ein ratloser GWD-Trainer. Immerhin machte der Norweger seinen Bock wieder gut, erzielte wenige Sekunden vor dem Abpfiff das 30:28.

 Direkt danach gab es Tumulte auf dem Parkett, weil bei Mindens Rechtsaußen Aleksandar Svitlica die Sicherungen durchbrannten. Gegenspieler Nico Büdel lag auf dem Hallenboden, der Montenegriner wurde von Mitspielern vorsichtshalber in die Kabine „abgeführt“. „Das gehört beim Handball nicht dazu“, meinte TSG-Trainer Matschke.

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