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Taekwondo+++mit Video Gemeinsam etwas erreichen

Sie wollen gemeinsam mehr erreichen: Die Kampfgemeinschaft Schaumburg schließt mit ihrer Gründung im November 2011 eine Angebotslücke, will interessierten Schaumburger Kampfsportlern bessere Entwicklungsmöglichkeiten geben.

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Es geht um Grundlagen des Wettkampftrainings für Voll-kontaktkämpfe. 15 Vereine bieten in Schaumburg Unterricht im Taekwondo an, aber für diejenigen, die an Vollkontakt-Turnieren teilnehmen wollen, gibt es bis zur Gründung der Kampfgemeinschaft kein entsprechendes Trainingsangebot. „Das wird so gut wie überhaupt nicht angeboten, da stehen wir ziemlich alleine“, erklärt Daniel Heine (ASC Pollhagen-Nordsehl). Jeder könne, unabhängig von der Vereinszugehörigkeit, dazu kommen, so Heine.

Aktuell gehören 16 Kämpferinnen und Kämpfer dazu, von denen zehn bis zwölf aktiv an Turnieren teilnehmen. Das reicht von den Einladungsturnieren als einfachste Form, über Bezirks- und Landesturniere. Die Spitze bilden Turniere auf Bundes- und internationaler Ebene. In Stadthagen trainiert eine Gruppe mit bis zu 20 Kindern ab acht Jahren.

Ohne Verein geht es aber nicht, das hat verschiedene Gründe. „Vom ganzen offiziellen Standpunkt her muss man einem Verein angehören“, sagt Heine. Da ginge es nicht nur um versicherungstechnische Fragen, sondern auch um das Ablegen von Gürtelprüfungen. Die Kampfgemeinschaft selbst hat keinen Vereinsstatus, tritt aber bei Turnieren einheitlich als Gemeinschaft auf. Dennoch werden die Kämpfer unter ihrem jeweiligen Verein auf den Turnieren angemeldet. „Eine Mannschaftswertung wird es für uns nie geben“, sagt Heine.

Als eigentlicher Initiator der Kampfgemeinschaft gilt der Lüdersfelder André Möller. Dem Verein Taekwondo Düdinghausen-Auhagen-Steinhude (DAS) angehörend, nimmt Möller zwei Jahre lang Fahrten nach Soltau in Kauf. „Irgendwann war mir das zu zeitaufwendig“, blickt er zurück. Auf der Niedersachsen-Meisterschaft 2011 treffen sich Heine und Möller. Die beiden werden sich schnell einig.

Vom ersten gemeinsamen Training bis zur Idee der Kampfgemeinschaft dauert es nicht lange. Die Vereine der Mitglieder sind als Unterstützer dabei.

„In jeglicher Form“, konstatiert Heine einen „hervorragenden Rückhalt“ aus den Vereinen. Und die Gemeinschaft steht wortwörtlich im Vordergrund. Interne Rivalitäten gäbe es nicht, so Heine. „Man muss nicht unbedingt an Wettkämpfen teilnehmen, um bei uns zu trainieren“, sagt Heine. Niemand soll durch so etwas wie eine zwingende Teilnahme an Wettkämpfen abgeschreckt werden.

Eventuelle Ängste verschwinden im Laufe des Trainings. Man achte schon sehr aufeinander, betont Heine. Gleichwohl hat das Wettkampftraining eine hohe Intensität, wird dem jeweiligen Stand und dem Alter der Teilnehmer angepasst. „Nicht immer einfach bei gemischten Gruppen“, meint Heine, für ihn und Möller nimmt die Gemeinschaft der unterschiedlichen Kämpferinnen und Kämpfer einen hohen Stellenwert ein. Das gilt besonders für den ganz jungen Nachwuchs.

Die neunjährige Janet (TSV Bad Eilsen) hat als jüngstes Mitglied der Gemeinschaft bereits zwei Vollkontaktkämpfe bestritten und gleich einen Sieg eingefahren. Auf die Frage nach Lampenfieber vor dem Kampf kommt ein energisches Kopfnicken als Antwort. „Das hat aber jeder, ich weiß auch noch, wie es war“, schmunzelt Heine. Bei Kindern dieser Altersklasse gehört eine ziemlich umfangreiche Schutzausrüstung bei den Kämpfen dazu.

Die gute Arbeit von Möller und Heine spricht sich schnell herum. Sie haben mit der Umsetzung ihrer Idee eine Vorreiterstellung im norddeutschen Raum inne. „Wir sind sehr gefragt“, meint Möller aufgrund des Feedbacks aus anderen norddeutschen Regionen. „Unser Ziel besteht darin, die jungen und talentierten Sportler, die wir hier zuhauf haben, ganz weit nach vorne zu bringen“, umreißt Möller die Pläne für die Zukunft.

Kontakt: www.kampfgemeinschaft-schaumburg.de
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