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Gericht spielt nicht mit

Handball Gericht spielt nicht mit

Der TSV GWD Minden wird aller Voraussicht nach in der nächsten Saison in der 2. Liga antreten. Die Handelskammer des Landgerichts Dortmund hat den Mindener Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen die Abstiegsregelung der Bundesliga abgewiesen. Zuletzt waren die Grün-Weißen 2010 aus dem Oberhaus abgestiegen.

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Handball. GWD wehrt sich juristisch gegen die Wertung als Absteiger im Spieljahr 2014/2015 (wir berichteten). „Nach Überzeugung von GWD bieten die Satzungen und Ordnungen des Handball-Bundesliga e.V. als Verfügungsbeklagtem und des Deutschen Handball-Bundes keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Erweiterung auf vier Absteiger. Im Übrigen sei der Beschluss des Präsidiums zur Änderung der Abstiegsregelung zu spät gefasst und bekannt gemacht worden“, heißt es in einer ersten Erklärung des Vereins.

Im gestrigen Verkündungstermin wies das Landgericht Dortmund den Antrag von GWD auf vorläufige Zulassung für den Spielbetrieb der 1. Bundesliga dann zurück. Vor allem die Begründung der Abweisung in der fehlenden Dringlichkeit, da der Verein während der Saison hätte gegen die geänderte Abstiegsregelung vorgehen können, sorgt bei den Ostwestfalen für Überraschung: „GWD nimmt diese Entscheidung mit Erstaunen zur Kenntnis, da das Urteil den Hinweisen der Kammer in der mündlichen Verhandlung widerspricht. GWD habe nicht früher reagieren können und müssen“, heißt es in der Erklärung des Vereins. Seltsamerweise hatte es Richterin Marlies Bons-Künsebeck in der mündlichen Verhandlung am vergangenen Freitag noch ähnlich gesehen: „Mir fällt nichts ein, was GWD 2014 hätte machen können.“

Vorbehaltlich der zu erwartenden Entscheidungsgründe hat das Gericht nun den geltend gemachten Anspruch von GWD zwar dem Grunde nach bejaht, die erforderliche Dringlichkeit mit Verweis auf die frühe Kenntnis der Abstiegsregelung jedoch zulasten von GWD abgelehnt und auf den regulären sport- und schiedsgerichtlichen Rechtsweg verwiesen. Die Mindener prüfen nun, ob gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht eingelegt wird.

„Wir werden und müssen professionell weiterarbeiten, auch wenn es im Moment erst mal schwer ist“, sagte Mindens Manager Horst Bredemeier, der darauf hinwies, dass die Mannschaft die juristische Auseinandersetzung hätte vermeiden können: „Wir haben nicht genug Punkte geholt und müssen uns an die eigene Nase fassen.“

Das Urteil hat Folgen für einige Mindener Spieler, deren Verträge nur Gültigkeit für die 1. Liga besitzen. Christoph Steinert wechselt zum Aufsteiger DhfK Leipzig, Marco Oneto und Miladin Kolzlina sind vertragslos. uk, mt, r

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