Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Großes Finale in der Schlussphase

Fußball / Bezirksliga Großes Finale in der Schlussphase

Menschliche Tragödien und Tumulte – in Nienstädt kam das Publikum mal wieder voll auf seine Kosten. Das 3:2 vom Samstag war ein perfekt inszeniertes Schauspiel mit einem dramaturgischen Höhepunkt in den letzten 30 Sekunden. Das große Finale: zwei Platzverweise, ein Elfmeter und der Sieg des SV Nienstädt.

Voriger Artikel
FC kommt in Schwung
Nächster Artikel
Sportschnipsel vom 8. Oktober 2013

Phillipp Böhning (links) bekommt einen Tritt in die Weichteile und rastet danach aus.

Quelle: ph

Bezirksliga. Die Reserve des 1. FC Germania Egestorf-Langreder erwies sich als spielstarker Gegner, der ebenso gut hätte gewinnen können. Nienstädt stieß gegen die Oberligareserve in der zweiten Halbzeit deutlich an seine fußballerischen Grenzen und machte vor der Pause in der Abwehr unverzeihliche Konzentrationsfehler. Den ersten nutzte Felix Wheeler nach einer Ecke zur Führung der Gäste (11.), beim zweiten fand ein Freistoß von Jan Baßler auf seltsame Weise den Weg ins Tor (21.). Danach bekam Nienstädt das Spiel aber in den Griff, hatte bis zur Pause seine stärkste Phase. Phillipp Böhning verkürzte nach einem Pass von Christos Christou auf 1:2 (28.) Bis zur Pause liefen die Angriffe flüssig Richtung Gästetor.

Nach dem Wechsel stieß Nienstädt aber auf verstärkte Gegenwehr. Viele Spieler des 1. FC Germania waren gute Techniker. Mitte der zweiten Halbzeit schien Egestorf-Langreder wieder Herr der Lage zu sein, hatte mehr Ballbesitz, drängte auf die Entscheidung. Das Spiel war schnell und stand auf überdurchschnittlichem Niveau. Nienstädt fand nur noch selten den Weg bis zum Tor der Gäste, hätte allerdings in der 80. Minute durch den freien Nico Gutzeit ausgleichen können. Ansonsten deutete wenig auf eine Wende hin.

Dann aber die Schlussphase, in der Gästetorwart Markus Grajewski zur tragischen Figur wurde. Zunächst ermöglichte er durch einen Fehlgriff den 2:2-Ausgleich von Patrick Benecke in der 87. Minute.

Dann die alles entscheidende Szene in den letzten Sekunden der Nachspielzeit: Phillipp Böhning ging allein auf Grajeweski zu, wurde vom Keeper gestoppt, rastete aber plötzlich total aus und ging auf den Torwart der Gäste los. Der Grund: Grajewski hatte ihm voller Frust bewusst in die Weichteile getreten. Für Schiedsrichter Mattes Kohlmeier war die Tätlichkeit schwer zu sehen, aber sein Assistent hatte es bemerkt. Rot für Grajewski, Gelb-Rot für Böhning und Elfmeter. Als sich die Tumulte gelegt hatten, ging Feldspieler Vajta Lazity ins Tor. Er hatte gegen den platzierten Strafstoß von Christou keine Abwehrmöglichkeit. Schlusspfiff, 3:2 für Nienstädt – ein schmeichelhafter Sieg.

SVN: Schneider, Schwarze, Duran, Christou, Tegtmeier, Böhning, Benecke, Marc-Philipp Drewes (84. Brandt), Gutzeit, Hoffmeyer, Möller. jb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Hier geht es zu den Kandidaten und zur Abstimmung... mehr

Die besten Quoten für Hannover 96 findest du bei SmartBets.

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie tolle Tagestipppreise. Auf den Gesamtsieger der Saison 2017/18 wartet ein attraktiver Hauptgewinn. mehr