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Kerber als Vorbild

Nacht des Sports Kerber als Vorbild

Sie gilt als großes Nachwuchstalent: Die 14-jährige Julia Müller wohnt in Bückeburg, geht aber ihrer Leidenschaft – dem Tennissport – beim TC Herford nach.

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Die 14-jährige Julia Müller wohnt in Bückeburg und spielt beim TC Herford in der Verbandsliga.

Quelle: seb

Nacht des Sports. Das hat einen einfachen Grund: Die Rahmenbedingungen beim Verbandsligisten sind besser als beim heimischen Tennisverein Weiß-Rot-Blau. „Beim TC Herford ist die Mannschaft gut besetzt und auch die Trainer sind richtig gut“, begründet die Gymnasiastin ihren Wechsel nach Westfalen. Seitdem sie sechs ist jagt Julia der gelben Filzkugel mit großer Begeisterung hinterher.

Die Bückeburgerin ist oft unterwegs. Gleich nach der Schule geht es zum Training. Gegessen wird im Auto. In Herford stehen pro Woche drei bis vier Einheiten auf dem Trainingsplan und einmal Konditionstraining sowie Stabilisationsübungen für Zuhause. Dazu kommen Punktspiele und Turniere. Der zuständige Verband ist auf die Rechtshänderin schon aufmerksam geworden und hat sie im vergangenen Jahr zu einem Lehrgang auf Mallorca eingeladen – doch die Eltern mussten bezahlen. Pro Tag wurde zwei bis dreimal trainiert. „Das hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich verbessern können“, berichtet Julia, die Leistungsklasse elf innehat. Trotz des großen Zeitaufwands und ein paar Fehlzeiten in der Schule ist sie eine gute Schülerin. „In Sport habe ich immer eine Eins. Aber auch Englisch und Mathe mache ich gerne“, erklärt die 14-Jährige.

Im vergangenen Jahr war das Nachwuchstalent bei einigen Turnieren sehr erfolgreich. Sie gewann als Ungesetzte ein U-21-Turnier und besiegte die viel ältere Konkurrenz. Dabei zwang sie sogar eine Regionalligaspielerin in die Knie. Bei den Ostwestfalenmeisterschaften wurde der Siegeszug von Julia erst im Finale gestoppt. Sie ist eine Kämpferin genauso wie ihr großes Vorbild Angelique Kerber, die jüngst die Australian Open gewann. „Sie ist wie eine Ballwand, sehr schnell, nervenstark, hat eine gute Beinarbeit“, zählt ihre Mutter die Stärken auf. Julia klebt nicht nur an der Grundlinie. Sie bevorzugt das Angriffsspiel, kann gute Volleys spielen. Die Nachwuchshoffnung ist eine sehr ausgeglichene Spielerin, fast ohne Schwachpunkte. Lediglich beim Aufschlag hat sie noch Verbesserungspotenzial. „Da hängt viel von der Tagesform ab“, weiß die 14-Jährige.

Julia ist mittlerweile in die U-18 gewechselt und gehört in dieser Altersklasse zu den besten 500 Spielerinnen. Im Hause Müller ist man aber realistisch. Der Traum von einer Profikarriere sei nicht machbar. „Dafür ist der Zug schon längst abgefahren“, bleibt Julia mit beiden Beinen auf dem Boden. Aber vielleicht könne sie sich mit Trainerstunden später im Studium ein wenig Geld dazuverdienen. „Ich liebe den Tennissport, fahre immer gerne zum Training. Ich kann mir das gut vorstellen, als Jugend- oder Kindertrainer einmal zu arbeiten“, erklärt die Bückeburgerin.

Im neuen Jahr will Julia mit Trainingsfleiß weiter ihr Spiel verbessern und einige Turniere gewinnen. Aber das Wichtigste für sie ist: „Ich möchte viel Spaß haben.“ seb

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