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Kernproblem Abwehr

HANDBALL Kernproblem Abwehr

Da hat sich der TSV GWD Minden auf den letzten Metern das Weihnachtsfest doch noch versaut: Gegen den TBV Lemgo unterlag der Erstligist nach einer wenig überzeugenden Vorstellung mit 25:30 (15:15).

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Während die Offensive um Joakim Larsson einigermaßen funktioniert, haben die Mindener in der Abwehr große Probleme. 

Quelle: uk

HANDBALL. Die Gäste waren in einer mit 4052 Zuschauern ausverkauften Kampa-Halle frischer, griffiger und hatten die Lösungen parat, die den Gastgebern über weite Strecken fehlten. „Wir sind stinksauer über uns selbst“, meinte GWD-Trainer Frank Carstens angesichts der großen Enttäuschung. Es sei aber ein verdienter Sieg für die Lemgoer gewesen, so der Coach.

Dabei begann das Spiel wie erhofft, GWD zeigte sich sicher im Abschluss, führte 5:2 und 8:5 (12.). Wie wichtig die Leistungen der Torhüter im Handball sein können, sollte sich erst später zeigen. Während sich in dieser Beziehung auf Mindener Seite wenig tat, wunderte sich Lemgos Trainer Florian Kehrmann: „Wir haben vor der Pause null Torhüterleistung und gehen mit einem 15:15 in die Halbzeit.“ Das hatten die Gäste der schlechten Mindener Defensive zu verdanken, die ansonsten das Prunkstück im Spiel des Aufsteigers ist. „Das war heute unser Kernproblem“, meinte Carstens. Dass die Keeper Gerrie Eijlers und Kim Sonne wie bereits bei der Heimniederlage gegen die HSG Wetzlar nicht ihren besten Tag erwischt hatten, tat ein Übriges. Allerdings relativierte der Trainer: „Es kam heute keine Unterstützung aus dem Innenblock.“ Beim 12:13 durch Tim Hornke lagen die Gastgeber erstmals zurück (26.). Tore von Christoffer Rambo und Dalibor Doder ermöglichten das 15:15-Remis zur Halbzeit.

Risikospiel führte nicht zum Sieg

Nach dem Seitenwechsel schienen die Weserstädter schnell auf dem richtigen Weg. Zwei Tempotore durch Aleksandar Svitlica und Marian Michalzik brachten ein 17:15. Aber die Gäste aus dem Lipperland ließen nicht abreißen. „Wir haben es immer wieder geschafft, dranzubleiben“, sagte Kehrmann, „das haben die Jungs überragend gemacht.“ Zudem zeigte Keeper Jonas Maier jetzt eine gute Vorstellung. Beim 19:18 führten die Grün-Weißen letztmalig (38.), dann übernahmen die Gäste das Ruder. 20:23, 23:27 und 24:29 – der Rückstand wuchs an. „Zum Schluss sind wir Risiko gegangen, weil wir an die Bälle kommen mussten“, sagte Carstens. Das habe aber nicht funktioniert.

Die Bundesliga macht jetzt Pause, für die Mindener geht es am 8. Februar in Göppingen weiter. Zeit genug, um die Akkus aufzutanken. Zum nächsten Heimspiel wird der SC DHfK Leipzig erwartet (19. Februar). uk

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Der Spieltag - Kommentar von Lokalsportredakteur Uwe Kläfker

Stolperstein

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Das mussten auch die Handballer des Erstligisten TSV GWD Minden zum Jahresabschluss erkennen. Bislang hatte das Team von Trainer Frank Carstens in den sogenannten Vier-Punkte-Spielen vor heimischer Kulisse die Nerven behalten. Nicht so gegen den TBV Lemgo, der ein Stolperstein für die Weserstädter bleibt. Unvergessen bleibt die 23:30-Heimniederlage im April 2015, die letztlich den Abstieg in die zweite Liga bedeutete. Beide Trainer wollten dem gestern keine Bedeutung beimessen. Im Abstiegsjahr waren nur noch fünf Spiele zu absolvieren, diesmal hat gerade erst die Rückrunde begonnen. Und GWD liegt noch drei Punkte vor dem TBV, hat also noch alles in eigenen Händen. uk

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