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Klassenerhalt über Umwege?

Handball Klassenerhalt über Umwege?

Das Spiel hat nur noch statistischen Wert: Der Erstligist GWD Minden spielt heute um 20 Uhr in Ludwigshafen beim Tabellenachtzehnten TSG Lu-Friesenheim.

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Der Mindener Christoffer Rambo (Mitte) will an seine überragende Form aus dem Spiel gegen den SC Magdeburg anknüpfen. uk

Handball. Nach Punkten können die auf dem ersten Abstiegsrang platzierten Mindener noch zum TBV Lemgo (beim THW Kiel, Torverhältnis plus 9) oder den Nachbarn TuS N-Lübbecke (gegen HC Erlangen, minus 27) aufschließen oder – im Fall einer Niederlage – vom Gastgeber eingeholt werden. Dagegen sprechen ganz klar die Torverhältnisse. Weder nach oben noch nach unten wird sich deshalb etwas verschieben. „Es ist sehr unwahrscheinlich, die fehlenden Tore noch aufzuholen“, weiß GWD-Trainer Frank Carstens, dessen Mannschaft ein Minus von 49 Treffern aufweist.

Der Abstieg in die 2. Liga ist also nur noch durch ein Wunder zu verhindern. „Die Situation ist traurig und enttäuschend“, sagt Carstens. Dennoch gibt es Hoffnung bei den Ostwestfalen. Sollte der 16. Platz gehalten werden, und danach sieht es aus, soll der Klassenerhalt auf juristischem Weg geschafft werden.

Durch den kurz vor der Saison gescheiterten Lizenzentzug des HSV Handball und der fünf Tage vor Saisonbeginn erteilten Spielerlaubnis für den HBW Balingen-Weilstetten gibt es vier statt der sonst üblichen drei Bundesliga-Absteiger. In Form einer Einstweiligen Verfügung will GWD dann seine juristischen Chancen auf den Klassenerhalt wahren. „Als Geschäftsführer ist das meine Pflicht. Was Hamburg und Balingen erlaubt war, muss uns auch möglich sein. Das sind wir Sponsoren, Spielern und Fans schuldig“, sagt GWD-Manager Horst Bredemeier. Durch das Chaos vor der Saison wurden die Durchführungsbestimmungen des Liga-Verbandes HBL erst fünf Tage vor dem ersten Mindener Punktspiel beschlossen. Somit, so die Argumente der Mindener, hätte man nicht mehr auf die veränderte Situation mit vier Absteigern reagieren können.

Carstens will die Aufgabe in Ludwigshafen mit seiner Mannschaft seriös und mit voller Kraft angehen: „Man stelle sich vor, der TuS N-Lübbecke bekommt gegen Erlangen eine nervöse Hand, und wir erfüllen unseren Job in Friesenheim nicht.“

Es wird schwer genug, denn der Aufsteiger spielt trotz des Abstiegsplatzes eine gute Saison. Außerdem fallen neben den Langzeitverletzten Miladin Kozlina und Sören Südmeier wohlmöglich mit den angeschlagenen Christoph Steinert und Arne Niemeyer zwei weitere Rückraumspieler aus. uk

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