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Klimaschutz oder Naturschutz?

Bückeburg / Windräder in Cammer Klimaschutz oder Naturschutz?

Klimaschutz oder Naturschutz? Diese Zwickmühle hat derzeit die Politik zu lösen. Denn stimmt sie zu, dass auf der Vorrangfläche für Windkrafträder im Ortsteil Cammer ein drittes Windrad errichtet werden darf, dann muss sie die Renaturierung des angrenzenden Bachlaufs der Riehe zu den Akten legen.

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Zwei Windräder stehen schon in Cammer, ob ein Drittes genehmigt wird, ist fraglich.

Quelle: Archiv

Bückeburg (rc). Ein Vorhaben, das bereits begonnen wurde, und in das die Stadt bereits Geld gesteckt hat.

 Derzeit liegt beim zuständigen Landkreis ein Antrag des Investors auf Errichtung eines dritten Windrades vor, des Bückeburger Ratsherrn Hermann Kempf (CDU). Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wäre der Antrag nicht genehmigungsfähig, wie Baubereichsleiter Jörg Klostermann auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses sagte. Teile der Anlage würden außerhalb der ausgewiesenen Vorrangfläche liegen. Deshalb müsste die Vorrangfläche in Richtung Riehe erweitert werden. Was nicht möglich ist, da der Grenzabstand von 200 Metern nicht mehr eingehalten würde.

 Es sei denn, die Politik stimmt der Erweiterung zu und verzichtet auf die Renaturierung. Was auch nur den Schwarzen Peter verschieben würde, denn das letzte Wort hätte die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis. Eine Erweiterung wäre nicht die Garantie, dass das Windrad gebaut werden könne, formulierte Klostermann den Konflikt. Sowohl Renaturierung als auch Erweiterung sei nicht möglich, da sich durch die Renaturierung Arten ansiedeln könnten, die durch das Windrad wiederum geschädigt werden könnten. Oder wie es Klostermann formulierte: „Wenn das Windrad kommt, darf da nur Mais drum herum, damit sich keine geschützten Arten ansiedeln.“

 „Was ist uns wichtiger, Naturschutz oder Umweltschutz?“, fragte der Ausschussvorsitzenden Bernd Insinger (SPD) in die Runde, ohne eine Antwort zu erhalten. Lediglich Ratsherr Wolfhard Müller (SPD) erinnerte daran, dass ein Teil der Renaturierung schon erfolgt ist und Geld „rein gesteckt worden ist“. Jetzt wollen die Fraktionen hinter verschlossenen Türen beraten und eine Lösung finden.

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