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„Kommando zurück“ für Timo Möller

Fußball / Bezirksliga „Kommando zurück“ für Timo Möller

Torben Brandt hat Angst. Er fürchtet, man könne ihm schon wieder Missbrauch vorwerfen, wenn er Timo Möller in der Abwehrkette spielen lässt.

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Der ehemalige Rintelner Timo Möller (Mitte) kam über Tündern und Halvestorf zurück zum SV Nienstädt 09. Der 23-jährige angehende Industriekaufmann akzeptiert die Entscheidung des SVN-Trainerduos Torben Brandt (r.) und Nico Felix, ihn in der Innenverteidigung wirken zu lassen.

Quelle: ph

Von Jörg Bressem. In der letzten Saison wurde dem Nienstädter Trainer der Einsatz von Sebastian Grohs als Innenverteidiger als Verschwendung fußballerischen Vermögens angekreidet. Doch Brandt kann ganz beruhigt sein. Der gelernte Mittelfeldmann Timo Möller spielt nicht ungern in der Abwehr und er fühlt sich nicht abgeschoben: „Ich werde weiterhin am Spiel teilnehmen, das geht bei mir nicht anders.“ Mit Bekir Duran an seiner Seite scheint der SV Nienstädt für seine Dauerbaustelle „Innenverteidigung“ nun endlich eine tragfähige und leistungsfähige Lösung gefunden zu haben.

 Wer Timo Möller aufmerksam beobachtet, kann Torben Brandts Bedenken verstehen. Der Nienstädter Neuzugang bewegt sich gut, kann sehr schön mit dem Ball umgehen und setzt Akzente. Kurzum: Timo Möller ist ein Fußballer, der mit seinem gewandten Spiel positiv auffällt und der ganz offensichtlich technisch gut ausgebildet wurde. Der heute 23-Jährige begann beim SC Rinteln mit dem Fußball, spielte dort bis zur C-Jugend, war dann im Nienstädter Nachwuchs, ehe er im B- und A-Jugendalter zum HSC BW Tündern ging und in der dortigen Talentschmiede fußballerisch geprägt wurde. Eine Saison spielte er bei den Hamelnern in der Herrenmannschaft, ging dann für drei Jahre zur SSG Halvestorf-Herkendorf. In Rinteln, wo er wohnt, verlor man den begabten Timo Möller aus den Augen und so kam im Sommer über alte Verbindungen der Kontakt zum SV Nienstädt zustande, weil er in Tündern gemeinsam mit Renke Mücke in der Jugend spielte. „Wir liefen uns immer mal wieder über den Weg und eines Tages kam die ernsthafte Anfrage, ob ich nicht nach Nienstädt kommen will“, erzählt Möller. Ihm war durchaus bewusst, auf was er sich da einlässt. Nienstädt, die Mannschaft der „Spaßfußballer“, aber auch die „Diva“, die ihre Launen hat, und die deshalb in den letzten Jahren nie dauerhaften Erfolg produzierte und es trotz aller Ambitionen nie nach ganz oben schaffte.

 Timo Möller ist erst einige Wochen dabei, kann das Grundmuster aber schon bestätigen. „Spielerisch steckt in der Mannschaft wirklich viel drin“, hat er festgestellt und insgesamt sei er mit den Ergebnissen und dem vierten Tabellenplatz auch ganz zufrieden. Über zwei Spiele ärgert er sich aber: Die verschenkten Punkte gegen Arnum und die Niederlage gegen die Bückeburger Zweite: „Die haben uns unnötig den Schneid abgekauft.“

 Möller glaubt aber an den diesjährigen Erfolg des SV Nienstädt und fühlt sich durch den 3:2-Sieg vom letzten Samstag bestätigt: „Man sieht, auch wir können kämpfen und auch wir können ein Spiel in den letzten Minuten umbiegen.“ Die Mannschaft sei in guter Verfassung, deshalb glaube er auch an einen Sieg im Nachbarschaftsstreit gegen den FC Stadthagen im übernächsten Spiel: „Wir haben spielerisch mehr drauf und wir haben fast doppelt so viele Tore geschossen.“

 Timo Möller fühlt sich wohl in Nienstädt, wird auch im Derby wohl wieder in der Innenverteidigung spielen und seine Aufgabe, wie immer, offensiv interpretieren. Seine Wunschpositionen liegen weiter vorne im Mittelfeld: „Eigentlich bin ich ein Sechser und am liebsten ein Zehner.“

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