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MSC Berghaupten gewinnt Speedway-Team-Cup

Verwegener Fahrstil MSC Berghaupten gewinnt Speedway-Team-Cup

Das Finale des Speedway-Team-Cups im Lindenau-Stadion in Neuenknick haben rund 1200 Motorsportfans verfolgt. Dabei zeigten die „Black Forest Eagles“ vom MSC Berghaupten, die „Wölfe“ vom MSC Wittstock, die „Drifters“ vom MSC Herxheim und das gastgebende Team vom SC Neuenknick spannende Läufe um den Titel und den Tagessieg.

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Michael Härtel (links) versucht es im Duell mit Kai Huckenbeck auf halsbrecherische Weise.

Quelle: Ubbo Bandy

Motorsport.  Das Erfolgsgeheimnis des Siegers lag vor allem in den explosiven Starts und der technischen, kämpferischen und konditionellen Konstanz der beiden Topfahrer der „Eagles“, Max Dilger und Kai Huckenbeck.

 Es ging heiß her zwischen den „Black Forest Eagles“, die mit Dilger und Huckenbeck zwei international erfahrene Speedway-Asse an den Start brachten, und den „Wölfen“, die mit Michael Härtel – Deutscher Juniorenmeister und Nationalmannschaftsdebütant – ein außergewöhnliches Talent und einen äußerst erfolgshungrigen jungen Speedwayfahrer in ihren Reihen hatten. So kam es, dass sich das Team-Cup-Finale in Neuenknick bereits ab Lauf drei zu einem verbissen geführten Prestigerennen zwischen Härtel, Tobias Kroner von den „Drifters“ und Dilger sowie Huckenbeck entwickelte. Der Tagessieg wurde unter diesen Piloten ausgefochten.

 Im dritten Lauf hatte Härtel durch einen Blitzstart den mehrfachen Deutschen Meister und Speedwayprofi Huckenbeck geschlagen. In Lauf elf trafen Härtel und Huckenbeck erneut aufeinander. Zweimal stürmte Huckenbeck knapp vor Härtel aus den Startbändern. Zweimal versuchte Härtel, mit hohem Speed schon in der Startkurve von außen an Huckenbeck vorbeizukommen. Beide Male flog Härtel spektakulär in die Air-Faces (Luftpolsterschutz in den Bahnkurven). Der hinter ihm fahrende Deutsche Bahnmeister Tom Lamek ging zu Boden, um nicht in den auf der Bahn liegenden Härtel hineinzufahren. Beide Male sah Schiedsrichter André Haltermann von einer Disqualifikation ab, weil nicht ersichtlich war, ob Härtel durch eine Berührung eines anderen Fahrers zu Sturz gekommen war. Beim dritten Neustart setzte sich Härtel an Huckenbecks Hinterrad und zog spektakulär in der Zielkurve am Deutschen Meister vorbei. „Ich denke, meine Starts waren nicht schlecht. Ich habe zweimal versucht, Kai von außen anzugreifen, um ihn mit mehr Speed aus der schnelleren Außenspur zu überholen. Das hat dann auch zum Erfolg geführt“, sagte Härtel nach dem Rennen.

 Der eigentliche Tagessieger war aber Dilger, der in jedem seiner Läufe die Nase vorne hatte. Im „Superlauf“ des Tages blieb Dilger knapp vor den immer wieder angreifenden Mathias Schultz und Mark Riss. Die drei Piloten lieferten sich ein hautenges und beinhartes Duell Rad an Rad. Dabei begeisterten besonders die Kurvenduelle und -drifts sowie die perfekte Körper- und Maschinenbeherrschung.

 Die „Black Forest Eagles“ vom MSC Berghaupten wurden mit 46 Punkten ihrer Favoritenrolle gerecht und feierten ihren Sieg des „Team-Cups 2015“ mit der traditionellen Champagnerdusche. Auf Platz zwei folgten die „Wölfe“ vom MSC Wittstock mit 28 Zählern.

 „Gratulation an die ‚Black Forest Eagles‘ vom MSC Berghaupten. Die Veranstaltung war eine Werbung für den Speedwaysport, auch wenn wir leider nicht die Punktausbeute geholt haben, die ich mir gewünscht hätte“, resümierte der Neuenknicker Teammanager Jan-Philip Otte. „Die Bahn war sehr gut. Es ist nicht einfach, auf dieser glatten und engkurvigen Strecke schnell zu sein und die Maschine auf Speed zu halten“, bilanzierte Mehrfachsieger Dilger.

Von André Lindhorst

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