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MTV ohne Herrenmannschaft

Handball MTV ohne Herrenmannschaft

Es war eine schwere Entscheidung: Zum ersten Mal seit der Gründung im Jahr 1955 geht die Handballsparte des MTV Obernkirchen ohne Herrenmannschaft in den Spielbetrieb.

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MTV-Spartenleiter Jörg-Wilhelm Frevert und sein Vertreter Ralf-Jens Frevert blicken in eine ungewisse Zukunft der Handballer.

Quelle: hga

Handball. Der Traditionsverein will sich über Jugendarbeit neu aufstellen.

 Bei den anstehenden Wahlen wurde Jörg-Wilhelm Mevert als Spartenleiter bestätigt. Ralf-Jens Frevert wählte die Versammlung, mit 15 Teilnehmern nicht gerade üppig besetzt, zum neuen Stellvertreter. Dieses Amt hatte Daniel Burghard seit einem Jahr inne, stellte sich aber nicht mehr zur Verfügung.

 „Das ist sehr enttäuschend, aber es ist besser, jetzt einen Schnitt zu machen“, erklärte Mevert zum Rückzug aus dem Herrenhandball. „Um es deutlich zu sagen, da war mehr drin“, sagte Mevert enttäuscht. Nach den bekannt gewordenen Abgängen einiger Leistungsträger und dem Abstieg aus der Landesliga (wir berichteten) versuchte der Verein, neue Spieler zu bekommen. „Um es kurz zu machen, die Mannschaft wäre langfristig für die Regionsoberliga nicht spielfähig gewesen“, begründete der Spartenleiter den Entschluss des Vorstandes.

 „Wir hatten andere Ziele und Vorstellungen, am Ende standen wir mit leeren Händen da“, sagte Coach Aleksandras Getautas in seinem Bericht zur Saison. Die Leistungsträger seien immer beim Training gewesen“, meinte Getautas. Allerdings hätten die Spieler, die zur Entlastung der Leistungsträger hätten beitragen sollen, nicht immer teilgenommen, so der Coach. „Die Mannschaft hatte eine Chance, aber nicht die nötige Qualität“, blickte Getautas auf die Saison zurück.

 Aktuell hat der MTV nur eine B-Juniorenmannschaft gemeldet, die von Tomas Tonkunas trainiert wird. Weiter besteht ein mehr oder weniger regelmäßiger Trainingsbetrieb im Bereich der Minis. Die anschließende Aussprache verlief gefasst. „Dieser Aderlass ist für den Gesamtverein schmerzlich“, sagte MTV-Vorsitzender Kurt Otto. Der Niedergang habe sich abgezeichnet, die Außenwirkung werde dem Gesamtverein fehlen, so Otto.

 „Wenn wir mutig gewesen wären, hätten wir schon vor drei Jahren die Reißleine gezogen“, so brachte es Giovanni Di Noto als langjähriges Mitglied der Sparte auf den Punkt. „Der größte Fehler war, immer nur an die erste Herrenmannschaft zu denken, das muss man sich eingestehen“, räumte Di Noto Fehler ein.

 „Wir fangen neu an“, verkündete Mevert mit dem Hinweis darauf, dass man jetzt Geld in die Hand nehmen müsse. „Jugendarbeit kostet Geld“, machte Mevert klar. Ein neues Konzept soll erarbeitet, die Zusammenarbeit mit den Schulen angestrebt und wo vorhanden, ausgebaut werden. Dazu soll ein Jugendkoordinator installiert werden. „Da wird eine Menge Arbeit auf uns zukommen, wir werden die nächsten vier, fünf Jahre hart kämpfen müssen, das muss jedem klar sein“, sagte Di Noto zu den Plänen.

 Zum Ende der Versammlung definierte Mevert klar seine Zielsetzung: „Es wird erst wieder eine Herrenmannschaft gemeldet, wenn wir eine Mannschaft haben, die sich mit Obernkirchen identifiziert“. hga

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