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MTV sauer – Bürgermeister wiegelt ab

Handball MTV sauer – Bürgermeister wiegelt ab

Eine hitzige Diskussion um einen Zuschuss für den MTV Obernkirchen hat die Sitzung des Ausschusses für Bürger und Bildung bestimmt.

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Nicht nur um den Ball wird zuweilen hart gekämpft, auch Hallenzeiten sind begehrt.

Quelle: uk

OBERNKIRCHEN. Der Verein hat die Stadt gebeten, einen Mitarbeiter zu stellen, der die Kreissporthalle in den Oster- und Herbstferien öffnet und schließt, der Ausschuss lehnte den Antrag ab.

 Als Begründung für die Schließung in den beiden Ferien hatte der Landkreis die Überschreitung des Stundenkontos der Hallenwarte genannt. In den Weihnachts- und Sommerferien ist die Halle ohnehin schon seit 1972 dicht. Der Vorsitzende des MTV Obernkirchen, Kurt Otto, konnte darüber nur den Kopf schütteln: Diese Maßnahme sei „unverhältnismäßig“ und „nicht nachvollziehbar“, heißt es in einem Schreiben an Ratsmitglieder. Im Punktspielbetrieb könne schon ein 14-tägiger Ausfall „nicht mehr eingeholt werden“.

 Weil dem MTV zusätzlich die Hallennutzungszeit für Punktspiele am Sonntag „limitiert beziehungsweise vorgeschrieben“ werden solle, habe man Einspruch erhoben und das Gespräch mit dem Landkreis gesucht, so Otto weiter.

 Wie wichtig dem MTV die Hallennutzung ist, zeigt ein weiteres vom Verein verfasstes Schreiben. Dort heißt es, dass man als Hallensportverein im Gegensatz zu den drei örtlichen Fußballklubs mit seinen Angeboten im Wesentlichen auf die vorhandenen Hallenzeiten angewiesen ist. Als Ergebnis des Gesprächs hielt der MTV fest, dass der Landkreis mit einer Nutzung der Halle in den Oster- und Herbstferien einverstanden ist, „wenn die Stadt Obernkirchen einen Verantwortlichen für die Öffnungs- und Schließzeiten zur Verfügung stellt“. Diese Lösung würden dann für alle die Halle nutzenden Vereine gelten.

 In der Beschlussvorlage empfahl die Verwaltung, den Antrag abzulehnen: Der Personalaufwand und weitere Kosten für die erweiterte Nutzung wären eine zusätzliche freiwillige Leistung. Zudem würden die Schließzeiten in den Ferien meist für Ausbesserungsarbeiten und zu Reinigungszwecken genutzt. Außerdem fielen weitere hausmeisterliche Aufgaben an – doch bei der Stadt würden diese Aufgaben nur vom Hausmeister der Grundschule wahrgenommen, und die Ferienzeit sei für ihn grundsätzlich als Urlaubszeit vorgesehen. Man müsste also zusätzliches Personal einstellen. Und dies, so die Verwaltung, „erscheint für die kurzen Zeiträume nicht realistisch“.

 Auch die Ausschuss-Mitglieder konnten sich mit dem MTV-Antrag nicht anfreunden. Schäfer empfahl für die Zeiten der Hallenschließung eine Nutzung der städtischen Grundschulsporthalle. Diese Regelung könnte auch auf andere Vereine übertragen werden. Am besten wäre es, wenn all diese Dinge im Paket besprochen würden, so Schäfer.

 Für Kurt Otto ist das keine Lösung: „Hallenzeiten können nicht einfach eins zu eins von der Kreisporthalle in die Grundschulhalle übertragen werden.“ Gründe seien beispielsweise, dass die Halle in vielen Bereichen vom Fußball belegt ist, außerdem sei sie nicht mit den nötigen Gerätschaften ausgerüstet. Wenn man die notwendigen Hallenzeiten nicht bekomme, wäre es schwierig, junge Sportler bei der Stange zu halten.

 Ottos Einwände konnte Schäfer nicht nachvollziehen. Erster MTV-Ansprechpartner hätte die Kreispolitik sein müssen, sagte das Stadtoberhaupt. Das Angebot, dass man dem MTV unterbreitet habe, sei gut: „Ich denke, dass man an dieser Stelle ein bisschen Flexibilität erwarten kann.“ Die Fußballvereine, die laut Otto Hallenzeiten belegen, müssten die Halle ohnehin zu Beginn der Osterferien verlassen. Die Halle sei für hallensporttreibende Vereine reserviert. „Vereine, die draußen trainieren können, haben erst einmal keinen Anspruch darauf.“ Erhard Vinke (SPD) pflichtete dem Bürgermeister bei und äußerte seine Verwunderung darüber, „dass sich der Landkreis dieser guten Sache entzieht“.

 Einen anderen Lösungsansatz hatte Christina Louise Steinmann von den Grünen. Sie schlug vor, es noch einmal beim Kreissportbund zu versuchen.

 Der Vorsitzende des Ausschusses, Jörg Hake (SPD), fasste das Ergebnis in folgende Worte: „Jetzt schauen wir erst mal, wo wir damit landen. Parallel will der MTV über den KSB mit dem Landkreis in Verhandlungen treten.“ mig

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