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Meisterschaft ist kein Tabu

Fußball / Kreisliga Meisterschaft ist kein Tabu

Das Team von Trainer Wilhelm Sieker überwintert an der Tabellenspitze der Kreisliga. Sportredakteur Sebastian Blaumann sprach mit dem Erfolgscoach über die Gründe des Höhenflugs. Der SV Engern ist eher mäßig in die Saison gestartet, verlor sogar gegen die Kellerkinder TSV Eintracht Bückeberge und SV Victoria Lauenau. Zudem wackelte mit der Defensive das Prunkstück aus der Vorsaison. Was lief schief im ersten Saisondrittel?

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Wir haben zu offensiv gespielt und dadurch die defensive Balance verloren. Auch die Fehlerquote war zu hoch. Es waren Fehler dabei, die wir in der Saison zuvor nicht gemacht haben. Wir hatten keine Konstanz, haben es nicht geschafft, 90 Minuten lang konzentriert zu agieren und Volldampf zu gehen. Am 13. Spieltag fuhr Ihr Team zum TuS Lüdersfeld und gewann mit 4:0. In den sechs Spielen bis zur Winterpause holte der SVE 16 von möglichen 18 Punkten. Sie kletterten vom 6. Platz an die Tabellenspitze. Wo liegen die Gründe für die Wende?

Wir haben das System geändert, spielen seitdem in einem 4-2-3-1, richten uns auch nicht mehr so nach dem Gegner und ich habe meinem Team vor dem Lüdersfeld-Spiel eine klare Ansage gemacht. Balleroberung und schnelles Spiel in die Spitze ist unsere Erfolgsformel. Das haben die Jungs gut umgesetzt. Im Training hatten wir viel Spaß. Patrick Ruhe ist explodiert, Mario Erxleben glänzte mit guten Pässen in die Tiefe. Das Team hat richtig Gas gegeben. Vor dem Spiel lagen wir acht Punkte hinter der Spitzengruppe zurück. Dieser Sieg und der Dreier gegen den SC Auetal waren die Schlüsselergebnisse. Seit dem spielt meine Mannschaft auf einem anderen Level. Ist die Spitzenposition eine Überraschung für Sie?

Ja, na klar. Wir freuen uns wahnsinnig über den 1. Platz. Eigentlich waren wir nach dem 12. Spieltag weg vom Fenster. Das Team hat sich aber wieder gefangen. Ich zähle uns schon zu den vier, fünf besten Mannschaften der Liga. Es sind noch zwölf Spiele nach der Winterpause zu bestreiten. Wird das Wort Meisterschaft beim SVE in den Mund genommen oder denken Sie von Spiel zu Spiel?

Seit der Partie in Lüdersfeld denken wir nur noch von Spiel zu Spiel. Das hat der Mannschaft gut getan. Vielleicht war der von mir aufgebaute Erfolgsdruck vor der Saison zu hoch für meine junge Truppe. Aber natürlich spukt die Meisterschaft in den Köpfen der Spieler, deshalb ist es auch kein Tabu-Wort. Wir werden uns in der Winterpause auf die Rückrunde knallhart vorbereiten. Vielleicht werden wir diese Chance nie wieder erhalten. Bleibt der Kader im Winter unverändert oder gibt es Zu- oder Abgänge?

Der Kader bleibt. Aber mit Dennis Rinne, Simon Whalley und Benedikt Eckel sind drei Spieler zur Rückrunde wieder fit. Bei Daniel Kiensvater und Florian Petersen wird der Genesungsprozess länger dauern. Sie sind seit Jahren als Trainer sehr erfolgreich. Das weckt doch sicherlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Haben Sie schon den Vertrag beim SV Engern verlängert?

Ich fühle mich beim SV Engern sauwohl. Das ganze Umfeld passt, ich habe ein super Verhältnis zur Mannschaft, die vorbildlich Gas gibt. Aber auch die Chemie zu Spartenleiter Michael Ritter ist perfekt. Wir werden noch vor Weihnachten miteinander sprechen und unsere Gedanken austauschen.

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