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Mental auf der Höhe

Handball Mental auf der Höhe

Das 1000. Spiel in der Handball-Bundesliga war für den TSV GWD Minden keine Bürde. Im Gegenteil: Die Weserstädter besiegten im Abstiegskampf vor ausverkauftem Haus in der mit 4052 Zuschauern gefüllten Kampa-Halle den direkten Konkurrenten Bergischer HC mit 27:22 (15:10).

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Dalibor Doder (Mitte) ist der große Antreiber.

Quelle: uk

Minden. Vier-Punkte-Spiel, Endspiel, Spiel gegen den Angstgegner – die Bezeichnungen für das Duell mit den Bergischen waren vor dem Anpfiff vielfältig. „Die Begegnung war bedeutend genug für uns, da haben wir uns wenig bis überhaupt nicht damit beschäftigt, dass es das Jubiläumsspiel war“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens: „Natürlich waren wir vorher nervös. Jetzt ist es schön, jetzt freuen wir uns darüber.“

Bereits vor dem Anpfiff wurde darüber spekuliert, dass es gegen den BHC um mentale Stärke gehen würde. Die zeigte der Gastgeber, legte nach nervöser Anfangsphase, angetrieben von Spielmacher Dalibor Doder, die Ketten ab und baute über ein 4:4 (13.) eine 9:6-Führung auf.

Die Gäste fanden nicht ins Spiel, zeigten in der Abwehr ungewohnte Schwächen. „Es war die schlechteste erste Halbzeit der Saison“, ärgerte sich BHC-Trainer Sebastian Hinze. Seine Spieler hätten die Verantwortung zu früh weitergereicht, so der Coach. Ganz anders die Mindener. Bei besserer Chancenauswertung hätten zur Pause mehr als die fünf Tore Vorsprung auf der Anzeigetafel stehen können. „Da konnten wir froh sein“, räumte Hinze ein, dessen Team aber mit mehr Elan aus der Kabine kam.

Drei Chancen vergeben

Die Gäste kämpften, gaben sich auch durch ein 12:17 nicht geschlagen. Die Ostwestfalen vergaben drei dicke Chancen in Folge, das 19. Tor wollte nicht fallen. Charlie Sjöstrand, Christoffer Rambo und der für den verletzten Rechtsaußen spielende Youngster Tim Wieling vergaben mitunter kläglich. Sechs Minuten vergingen, die Gäste waren auf drei Tore herangekommen, ehe Wieling das 19:15 gelang (41.).

Doder ging jetzt die Puste aus, für ihn sprang Helge Freiman in die Bresche. „Dalibor hat sich in vielen Zweikämpfen verausgabt. Helge sollte ihn entlasten, hat dann aber eigene Akzente gesetzt. Das freut mich für ihn, vielleicht war es sein Durchbruch“, sagte Carstens.

Beim 21:18 (46.) wurde es noch mal kurz spannend, aber mit Einsatz und Willen zog GWD unwiderstehlich davon. „Ich habe noch an die Wende geglaubt. Wir hatten da eine gute Phase, haben sie aber weggeworfen“, meinte Hinze. Man habe sich das Leben selbst schwer gemacht, so Frank von Behren, Sportlicher Leiter bei GWD. Nach dem 22:19 erzielten die Grün-Weißen vier Tore in Folge, die Löwen aus dem Bergischen Land waren gezähmt.

„Unsere Bilanz mit den direkten Konkurrenten ist sehr positiv, das ist für den Klassenerhalt entscheidend“, sagte Carstens. Das nennt man wohl mentale Stärke. Da fiel auch nicht weiter ins Gewicht, dass Mindens Kapitän Moritz Schäpsmeier nach 27 Minuten wegen Foulspiels die Rote Karte gesehen hatte. uk

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