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Mit Rührei zum DM-Titel

JUGENDHANDBALL. Mit Rührei zum DM-Titel

Sie haben das Handballspielen bei der HSG Exten-Rinteln gelernt. Jetzt gelang ihnen mit der HSG Blomberg-Lippe der große Coup.

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JUGENDHANDBALL.. Mit den B-Juniorinnen des Bundesligisten holten Laura Sposato und Lisa Richter die Deutsche Meisterschaft. Im Finale besiegte die HSG den Favoriten HC Leipzig mit 32:21.

 Das Final-Four der besten vier Mannschaften in dieser Altersklasse war ein tolles Erlebnis. Im Halbfinale trafen die ehemaligen Rintelnerinnen auf die Gastgeber von der JSG Mainz 05/Budenhaim. Nach einem spannenden Match setzte sich Blomberg mit 27:21 durch. Aus Aberglaube hielt die Mannschaft vor dem Finale am Ritual des ersten Tages fest. „Es gab Brötchen mit Rührei, dann gingen wir mit dem Kotrainer leicht joggen, bevor uns eine Videoanalyse vom Endspielgegner auf das Finale einstimmte“, berichtete Sposato.

 HC Leipzig war gespickt mit Nationalspielerinnen und hatte die Favoritenrolle inne. „Wir waren zwar nervös, hatten aber keine Angst vor den Leipzigerinnen. Wir hatten ja nichts zu verlieren“, erinnerte sich Richter. Vor dem Einlauf in die Halle seien die Hände vor Aufregung nass gewesen. „Aber nach dem Anpfiff waren wir ruhig und hoch konzentriert“, erklärte Sposato. Der größere Wille der HSG gab letztendlich den Ausschlag. „Der Teamgeist hat sich gegen die individuelle Klasse durchgesetzt“, glaubte Richter.

 Die 16-jährige Sposato ist seit fast zwei Jahren bei der HSG Blomberg-Lippe und lebt dort im Internat in einer Dreier-Wohngemeinschaft. Die Rechtshänderin begann im Alter von sechs Jahren bei der HSG Exten-Rinteln mit dem Handball. Fünfmal die Woche ist Training, dazu gesellen sich noch zwei Mittagseinheiten pro Woche. Und am Wochenende stehen Spiele auf dem Programm. „Da kommen zehn Stunden Training schnell zusammen“, rechnete der Linksaußen zusammen. Da bleibe nicht mehr viel Zeit für die Gymnasiastin, um Freunde zu treffen.

 Richter besucht in Rinteln das Gymnasium Ernestinum und fährt viermal die Woche in einer Fahrgemeinschaft zum Training. Die 16-Jährige begann vor acht Jahren ebenfalls bei der HSG Exten-Rinteln mit dem Handball. Vor eineinhalb Jahren wechselte die Rückraumspielerin dann nach Blomberg. Das Leben im Internat kommt für Richter aber nicht infrage. „Ich habe hier meine Freunde und fühle mich wohl. Da nehme ich die Fahrerei gerne in Kauf“, so die Rechtshänderin.

 Das Nachwuchsduo steckt schon wieder in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Sposato und Richter wechseln in den Bereich der weiblichen A-Junioren. „Bei der HSG gibt es zwei Mannschaften: eine in der Bundesliga und eine in der Oberliga. Dann könnten auch noch Spiele bei der Frauenreserve in der 3. Liga dazukommen“, erklärt Sposato. In der ersten Vorbereitung stehen Kraft, Ausdauer und Koordination auf dem Trainingsplan. In der zweiten Phase wird sich intensiv um Handball und Kondition gekümmert. In der dreieinhalbwöchigen Pause hat jede Spielerin einen individuellen Laufplan erhalten. „Wir geben Gas und hoffen auf Einsatzzeiten im Bundesligateam“, so die heimischen Nachwuchsspielerinnen.

 Eine Profikarriere im Damenhandball ist nur schwer zu verwirklichen. Das ist beiden bewusst. „Mit Handball Geld zu verdienen, ist so gut wie ausgeschlossen. Man braucht einen Job. Nach dem Abi hat für mich die berufliche Laufbahn Priorität. Ich plane ein Medizinstudium. Dann werde ich wohl mit dem Leistungshandball aufhören. Bis dahin genieße ich die Zeit“, hat Richter klare Vorstellungen. Die Zukunft von Sposato ist noch völlig offen: „Ich lasse das Jahr mal auf mich zukommen. Man muss Glück haben und verletzungsfrei bleiben, dann reicht es vielleicht zur Bundesligaspielerin. Das wäre schon ein Traum von mir.“

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