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„Mitschker hat mich überzeugt!“

Fußball / Porträt „Mitschker hat mich überzeugt!“

Joscha Obst ist erst 21 Jahre alt, aber er hat als Abwehrspieler bereits einen neuen Stil erfunden – elegant, spielerisch gewandt und vor allem ausgesprochen fair.

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Joscha Obst (rechts) lernte Werkzeugmechaniker, arbeitet beim Gebäudetechnikhersteller Hautau in Helpsen und wohnt in Südhorsten.

Quelle: hga

Von Jörg Bressem. Nur so ist es zu erklären, das ausrechnet er als Stadthäger Innenverteidiger beim hitzigen Derby in Evesen als einer der ganz wenigen Spieler keine Verwarnung bekam. Joscha Obst symbolisiert wie kaum ein anderer den erstaunlichen Erfolg des FC Stadthagen. Mit ihm ist die Abwehr stabil geworden, er machte letzten Sonntag gegen Ylli Syla ein ganz starkes Spiel. Wir unterhielten uns mit Joscha Obst, der ab Februar in eine zweijährige Vollzeitausbildung zum staatlich geprüften Techniker startet.

Im Frühjahr hatten Sie erklärt, beim SV Obernkirchen bleiben zu wollen. Wie kam es zum Meinungswechsel?

 Es stimmt, ich hatte eigentlich zugesagt, bekam dann aber Zweifel, ob ich in der Kreisliga glücklich werde. Ich habe viel von Obernkirchens Trainer Marco Gregor gelernt, hätte mich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga aber wahrscheinlich nicht mehr entwickeln können. Es gab Angebote vom SC Rinteln, vom SV Nienstädt und vom FC Stadthagen. Rinteln fand ich interessant, war wegen der weiteren Fahrt aber ungünstig. Für den FC Stadthagen habe ich mich dann entschieden, weil sich Steffen Mitschker am meisten bemühte und mich mit seiner Philosophie überzeugte.

Die Niederlage beim VfR Evesen hat gezeigt, dass der FC Stadthagen in den Wochen zuvor überbewertet war. Würden Sie das auch bestätigen?

 Nein, wir stehen auf keinen Fall zu Unrecht so weit oben, das haben wir zum Beispiel gegen Tabellenführer Garbsen bewiesen, gegen den wir die bessere Mannschaft waren und erst in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen mussten. Beim Spiel in Evesen kamen wir nicht wie gewohnt zurecht. Vielleicht weil es ein Derby war, vielleicht weil wir uns schon mal gegen Evesen schwertaten.

Es gab eine Verwarnungs- flut und vier Platzverweise. War es tatsächlich ein hartes Spiel oder lag es am Schiedsrichter?

 Weder noch, das Spiel war zweikampfbetont, der Platz war weich und der Schiedsrichter hatte viele knifflige Entscheidungen zu treffen, die fast ausnahmslos zu unseren Ungunsten ausgingen. Denken wir nur an die zwei Tore, die er nicht gab. Trotzdem ist ihm kein Vorwurf zu machen, und trotzdem war der Eveser Sieg nicht unverdient.

Am Freitagabend spielt Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig. Was erwarten Sie?

 96 gewinnt natürlich, trotz seiner Personalprobleme. Wir sollten das genießen, denn wir müssen uns leider erneut 30 Jahre gedulden, ehe es dieses Derby wieder geben wird. Solange wird es nämlich dauern, bis Eintracht Braunschweig nach seinem Abstieg wieder in der Bundesliga auftaucht. Das ist natürlich schade für diesen Verein, aber ich werde ihn nicht vermissen.

Wie werden Sie in zehn Jahren leben?

 Der Beruf steht im Vordergrund. Vielleicht werde ich schon Familie und Kinder haben. Vielleicht spiele ich mit dem FC Stadthagen im Derby gegen den VfL Bückeburg. Und wenn ich aufhöre mit dem Fußball, dann werde ich womöglich Trainer oder Schiedsrichter. Das könnte ich mir tatsächlich vorstellen.

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