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Naroska steht zur Verfügung

Fußball Naroska steht zur Verfügung

Wer sich bisher wunderte, warum Eric Naroska eigentlich nicht in der Ersten des VfL Bückeburg spielt, der hörte meist das Argument: „Er kann aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren".

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Eric Naroska.

Quelle: pr.

Von Jörg Bressem

Fußball. Dieses Argument greift nicht mehr. Der gerade 20 Jahre alt gewordene Torjäger der VfL-Reserve führt nämlich seit einigen Wochen ein geregeltes Leben. Er macht ein duales Studium bei der Polizei, fährt dafür täglich 45 Minuten von seinem Wohnort Warber nach Nienburg und kann jetzt ganz normal am Trainingsbetrieb teilnehmen.

Bei der Frage, ob er denn einen Stammplatz in der Landesligaelf anstrebe, überlegt er nicht lange: „Natürlich, auf jeden Fall. Ich hoffe, dass ich demnächst häufiger berücksichtigt werde.“ Wenn es um die Ästhetik der Tore geht, führt ohnehin kein Weg mehr an ihm vorbei. Eric Naroskas Treffer haben eine gewisse Leichtigkeit. Wie bei kaum einem keinem anderen Stürmer ist bei ihm zu spüren, dass er den Raum zwischen dem Pfosten und der Hand des Torwartes anpeilt.

Der Bereich, der unerreichbar für den Schlussmann ist. „Ja, ich ziele genau“, bestätigt er und er macht das in selten ruhiger und selbstverständlicher Weise. Auch wenn wir ihm im Spielbericht vom vergangenen Sonntag irrtümlich ein Tor zu viel zuordneten, ist Eric Naroska mit seinen vier formvollendeten Treffern aus den Spielen in Rinteln und gegen Letter der Stürmer der Stunde in der Bezirksliga.

Seine Qualitäten als Angreifer entdeckte der künftige Hauptkommissar allerdings erst ziemlich spät. Er fing beim VfL Bückeburg an, spielte dann aber drei Jahre lang im Nachwuchs von Arminia Bielefeld und fuhr fünf- bis sechsmal pro Woche in das Nachwuchsleistungszentrum nahe der Schüco-Arena.

Naroska spielte in der B- und in der A-Junioren-Bundesliga West gegen Vereine wie Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach oder Fortuna Düsseldorf. Seine Leistungen und sein Talent wurden beim DSC Arminia Bielefeld geschätzt, er hätte bleiben können und seine Chance suchen können, ging 2011 aber weg.

„Ich hatte das Gefühl, meine anderen Interessen und meine Freunde zu vernachlässigen“, erzählt er. Naroska kehrte zum VfL Bückeburg zurück und arbeitete sich in all den Nachwuchsjahren langsam von hinten nach vorne. Er spielte in der Abwehr, im Mittelfeld, auf der Außenbahn und schließlich im Angriff, entwickelte sich bedächtig zum Torjäger.

 „Vorne fühle ich mich heute am wohlsten“, sagt er. So unbeschwert, wie zuletzt in der VfL-Reserve, mutete sein Spiel in der Landesligamannschaft aber nicht an. Naroska wirkte unsicherer als in der U-23. Allerdings waren seine bisherigen Einsätze bei Trainer Timo Nottebrock auch selten und meist nur kurz. Er brauche natürlich mehr Einsatzzeit, um sich an die Abläufe und den erhöhten Widerstand zu gewöhnen, sagt Naroska, vermeidet es dabei aber spürbar, Forderungen irgendwelcher Art zu stellen.

Die Zeiten, in denen er oft noch am Abend als Fitnesstrainer arbeiten musste und deshalb nicht zum Training kommen konnte, sind seit dem 1. Oktober auf jeden Fall vorbei. „Ich stehe zur Verfügung“, erklärt Eric Naroska.

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