Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
„Nicht das Ende der Fahnenstange“

Handball „Nicht das Ende der Fahnenstange“

Um hochklassigen Frauenhandball zu sehen, muss der geneigte Fan das Schaumburger Land verlassen: In Ostwestfalen, rund 38 Kilometer von Rinteln entfernt, wird man fündig. Dort spielt die HSG Blomberg-Lippe in der Handball-Bundesliga eine gute Rolle.

Voriger Artikel
Derbysieger schnuppert Landluft
Nächster Artikel
TV Bergkrug überrascht im Pokal

Torben Kietsch hält beim Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe die Zügel in der Hand.

Quelle: uk

Auch dank des Stadthägers Torben Kietsch, der seit fünf Jahren die Zügel in der Hand hält.

 In den vergangenen Jahren hat sich „das Rad weitergedreht“, wie Kietsch sagt. Die HSG hat sich mit bescheidenen Mitteln in der Bundesliga etabliert, ist seit 25 Jahren in 1. oder 2. Liga unterwegs – in der vergangenen Saison sogar im Europapokal. Dazu wurde unter anderem die Sporthalle an der Ulmenallee erneuert. Er habe viel Geld eingesammelt, so Kietsch: „Aber es hat sich gelohnt, die neue Halle hat jetzt mehr Bundesliga-Charme. Wir haben den sechstbesten Zuschauerschnitt der Frauen-Bundesliga“, verkündet der Geschäftsführer nicht ohne Stolz.

 Wie schwer es ist, in der Provinz, Blomberg hat rund 16 000 Einwohner, Spitzensport zu etablieren, lässt sich nur erahnen. „Das Aufgabenprofil ist umfangreich“, weiß der Sportmanager, der mit Trainer und Sportdirektor André Fuhr einen wichtigen Mann an seiner Seite weiß. „Wenn wir uns mal streiten, vertragen wir uns auch wieder“, schmunzelt Kietsch.

 Neben den Kontakten mit Spielerberatern kümmert sich Kietsch um die Belange der Spielerinnen. Er besorgt Studienplätze oder Testtrainings – wenn eine neue Spielerin, wie zuletzt eine Polin, ihren Basketball spielenden Freund mit nach Ostwestfalen bringen will. „Ich bin immer ansprechbar“, erklärt Kietsch, dessen wichtigstes Aufgabenfeld aber darin besteht, die Kontakte zu Sponsoren zu pflegen. Es seien mit der Zeit immer mehr geworden, so der Schaumburger: „Handball lässt sich nicht so gut verkaufen, da muss man auch einfallsreich sein und die Geldgeber mit guten Ideen überzeugen.“

 Aber bei der HSG Blomberg-Lippe wird nicht mit dem eingesammelten Geld um sich geworfen, für kostspielige Stars ist kein Platz. Das Konzept ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Junge Spielerinnen werden im eigenen Internat ausgebildet. „Der Kontext heißt: jung und deutsch. Wir schauen uns überall Spielerinnen an, auch in der 2. und 3. Liga“, erklärt der inzwischen zum Fachmann in Sachen Handball gereifte Kietsch, der in seiner Amtszeit viele neue Strukturen geschaffen hat.

 Der Job mache sehr viel Spaß, soll aber nicht das Ende der Fahnenstange sein, hofft der 33-Jährige: „Anfragen kommen und ich freue mich über das Feedback von außerhalb. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, das ist Gold wert.“ Dass in Blomberg guter Handball gezeigt wird, hat sich rumgesprochen. „Unsere Fans kommen nur zu 25 Prozent aus Blomberg. Der Rest kommt von außerhalb, auch aus Schaumburg“, weiß Kietsch. uk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie als Gesamtsieger am Ende der Saison 2016/17 einen Reisegutschein im Wert von 750 Euro. mehr

Wir sind auf den Schaumburger Sportplätzen unterwegs und präsentieren euch jede Woche das Spiel des Wochenendes in der Video-Zusammenfassung. mehr