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„Nordic Walking ist noch nichts für mich“

Handball „Nordic Walking ist noch nichts für mich“

Sie gehört noch lange nicht zum alten Eisen: Mit 49 Jahren ist Kirsten Chmelnik eine Leistungsträgerin beim Regionsoberligisten HSG Exten-Rinteln. Die Rückraumspielerin führte in dieser Saison mit ihren Toren das Team von Trainer Saulius Tonkunas auf den 3. Tabellenplatz.

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Kirsten Chmelnik weiß, wo das Tor steht: Die 49-jährige Rückraumspielerin erzielt viele Tore für die HSG Exten-Rinteln.

Quelle: seb

Handball. Der HSG-Coach ist von seiner erfahrenen Spielerin begeistert. „Kirsten hat einen super Charakter, ist ehrgeizig und zieht die Mannschaft richtig mit. Ich kann und will nicht auf sie verzichten. Ich bin froh, dass ich sie habe“, schwärmt der Litauer von der Torjägerin.

 Die technische Angestellte ist erst spät zum Handballsport gekommen. „Ich war schon 24 Jahre alt, als ich mit dem Handballspielen im Verein angefangen habe. Vorher habe ich es mit Fahrradfahren oder Joggen probiert, aber das hat mir nicht so viel Freude bereitet“, erinnert sich die 49-Jährige. Es war der Beginn einer langen Karriere bei der HSG – zunächst als Linksaußen, dann im Rückraum. Es gab viele schöne Momente. Meisterschaften und Aufstiege hat sie mit der HSG gefeiert. Gerne blickt Chmelnik auch auf die Saison in der WSL-Oberliga zurück, als die HSG Vizemeister wurde. „Wir sind eine große Familie, der Teamgeist ist phänomenal. Ich habe in jeder HSG-Mannschaft gerne gespielt“, weiß Chmelnik und lobt die tolle Kameradschaft im Verein: „Egal, ob das Frauen- oder das Herrenteam. Wir sind alle eine ganz tolle Gemeinschaft.“ Die Torjägerin fühlt sich im Kreise der Mannschaft pudelwohl. Die gute Kameradschaft hat Chmelnik auch geholfen, einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. „Vor fünf Jahren ist mein Mann verstorben. Da haben mir der Verein und meine Mitspielerinnen enorm geholfen, über den Verlust hinwegzukommen“, berichtet die Spielerin mit der Trikotnummer sieben.

 Die 25-jährige Karriere wurde zweimal für kurze Zeit unterbrochen. „Einmal bin ich Mutter geworden, da ging die Familie vor und das zweite Mal hatte ich eine schwere Daumenverletzung“, erklärt Chmelnik. Aber der Virus Handball ließ sie nicht los. „Nordic Walking ist noch nichts für mich“, stellt der HSG-Routinier fest. Deshalb brauchte Tanja Vietmeier auch keine großen Überredungskünste leisten, um die wurfgewaltige Spielerin für ein Comeback zu gewinnen. Früher bestimmte der Handball den Terminplan, das hat sich nun ein wenig verschoben. „Wenn ich gefragt werde, dann kann ich nicht Nein sagen. Aber ich möchte keiner jungen Spielerin den Platz wegnehmen“, erklärt Chmelnik.

 Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Dafür spielt die 49-Jährige viel zu gerne Handball. „Wenn ich verletzungsfrei bleibe, und die Mannschaft mich weiterhin braucht, dann kann ich mir vorstellen, noch ein weiteres Jahr dranzuhängen“, kündigt die erfahrene Spielerin an. Diese Aussage wird Trainer Tonkunas sehr erfreut zur Kenntnis nehmen. seb

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