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Nottebrock packt in die Trickkiste

Bückeburg / Oberliga Nottebrock packt in die Trickkiste

Rotenburgs Trainer Benjamin Duray stand Minuten nach Spielschluss völlig konsterniert an seiner Bank, schaute mit leerem Blick auf den Rasen, so als würde das Spiel noch laufen. Er konnte nicht glauben, was er da gerade gesehen hatte. „Das war keine Oberliga. Das war nichts, hier hat keiner was verdient, das war das schlechteste Spiel, was ich in dieser Saison gesehen habe“, brachte er fassungslos heraus. Kollege Timo Nottebrock korrigierte: „Das Hinspiel war noch schlechter!“

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Aktivposten: Burak Buruk (Mitte) erzielt das 1:0 selbst und bereitet den zweiten Bückeburger Treffer per Freistoß vor.

Quelle: ph

Oberliga (jö). Der VfL Bückeburg gegen den Rotenburger SV – das ist also wahrlich kein Quell hochwertiger fußballerischer Darbietungen. Dem heimischen Oberligisten konnte das egal sein. Bückeburg gewann mit 2:0 und landete einen wichtigen Sieg.

Nottebrock überraschte den VfL-Anhang aus den personellen Zwängen heraus mit einer eigenwilligen taktischen Variante: Martin Prange, die unverzichtbare Allzweckwaffe, spielte als „Zehner“ hinter Tobias Versick, dem einzigen Stürmer. Besonders ergiebig war das zunächst nicht. Bückeburg machte in der ersten Halbzeit vorne nichts kaputt. Eine halbe Chance von Burak Buruk (23.), ein Schussversuch von Pascal Könemann (29.) – mehr passierte bis zur Pause nicht. Rotenburg hatte in dieser Phase sogar leichte spielerische Vorteile, allerdings keinerlei Torszenen. Das Spiel des VfL war zäh, fragmentiert, frei von jeglichen Ideen.

In der Pause hielten sich mit Nico Schikora, Vito Caliandro, Bastian Könemann und Bastian Hattendorf vier potenzielle Stürmer warm, und viele VfL-Fans fragten sich, warum sie allesamt draußen sind. Die Platzherren wurden allerdings auch ohne sie besser, nicht spielerisch, sondern im Zweikampf, und das war entscheidend. Bückeburg behauptete sich besser, übte dadurch mehr Druck aus. Auch Nottebrocks List erwies sich plötzlich als Erfolg, denn es war Prange, der sich beim 1:0 in der 52. Minute hartnäckig den Ball erkämpfte. Versick legte ihn quer ab, Buruk schob ihn über die Linie. Ein Tor, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Doch in der 60. Minute kam es noch besser: Der aktive Buruk gab einen Freistoß herein, Niko Werner stieg hoch, köpfte den Ball schulmäßig gegen die Windrichtung und gegen die Laufrichtung des Torwarts zum 2:0 ins Eck.

Danach ließ Rotenburg seine Maske fallen, offenbarte das volle Ausmaß seiner Hilflosigkeit. Die Gäste mühten sich redlich, brachten aber bis auf einen Torschuss von Nikolai Pröhl (70.) absolut nichts zustande. Aber auch Bückeburg bekleckerte sich in der letzten halben Stunde nicht mit Ruhm. Konterchancen versandeten schon früh und als der VfL in der 75. Minute nach einem öffnenden Pass von Prange endlich mal schön durchkam, entstand ein Abseitstor, weil der freie Buruk nicht schoss, sondern Jannis Städter anspielte.

VfL-Trainer Timo Nottebrock wirkte nach Spielschluss im Gegensatz zu seinem Rotenburger Amtsbruder völlig entspannt. „Wir haben gewonnen“, stellte er fest und zuckte dabei fast entschuldigend die Schultern.

VfL: Spilker, Pascal Könemann, Abram, Prange (78. Hattendorf), Werner, Städter, Buruk, Versick (78. Schikora), Rinne, Herting (88. Caliandro), Steininger.

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