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Pfaffes führen ein bewegtes Leben

Pfaffes führen ein bewegtes Leben

Frederike, Aileen und Marvin Pfaffe sind Geschwister. So weit, so gut. Ungewöhnlich wird die Konstellation durch die gemeinsame Leidenschaft für den Sport. Handball, Badminton und seit Kurzem – so es Marvin betrifft – auch Golf, die drei Pfaffes führen ein „bewegtes“ Leben.

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Sportlich, sportlich: Aileen (links), Frederike und Marvin Pfaffe bilden eine erfolgreiche Einheit.

Quelle: hga

Von Heinz-Gerd Arning. Die Beziehung zum Badminton liegt in der Familie begründet, alle drei begannen mit der Sportart, die schnelle Beine erfordert. Aileen und Frederike spielen heute noch parallel zum Handball, während sich Marvin entscheiden musste. Seine sportliche Laufbahn als Handballer begann bei den Minis in Haste, führte über die JSG Nordschaumburg bis in die Oberliga-Mannschaft der SG Hohnhorst-Haste.

 Bis zur A-Jugend spielte Marvin im Badminton höher als im Handball, es war Leistungssport. Dann übernahm mit Andrej Antonewitch ein Trainer die A-Junioren, der aus einer Kreisliga-Mannschaft ein Team formte, das bis in die Jugend-Oberliga stürmte. „Ich musste mich entscheiden, weil es gerade so gut mit der Mannschaft lief, habe ich mich für Handball entschieden“, sagt Marvin.

 Das Rezept von „Anton“ war einfach: Disziplin, Disziplin, Disziplin. Marvins Erinnerungen an die Zeit sind aber ganz ähnlich denen damaliger Mannschaftskameraden. „Von den Trainingserlebnissen, von den Trainingseinheiten und dem Mannschaftszusammenhalt her war es der absolute Höhepunkt, den ich beim Handball hatte“, meint Marvin. Da kam es schon mal vor, dass die Mannschaft nicht den Vorgaben folgte und in der Halbzeitpause die Halle rauf und runter rannte. Selbst eine unaufgeräumte Kabine stand zu der Zeit im Strafenkatalog des Trainers.

 „Die Härte in der Vorbereitung hat uns richtig gut zusammengeschweißt“, erinnert sich der Linkshänder. Es gab auch Zeiten, als die Spieler nicht funktionierende Spielzüge aufzeichnen und vor dem Spiel beim Coach abgeben mussten. „Mir hat es viel Spaß gemacht, und ich glaube auch allen anderen“, meint Marvin. Dazu gehörten unter anderem Maximilian Dohmeier, Philipp Reinsch und Marco Wilhelms.

 Marvin Pfaffe studiert Informationsmanagement in Hildesheim, sieht für die Saison keine Einschränkungen für Training und Spiele. Für die weitere Saison äußerte er vorsichtigen Optimismus, was höhere Tabellenränge angeht. „Es macht allen in der Mannschaft viel Spaß“, meint Marvin. Rivalitäten mit der Aileen, die bei den A-Juniorinnen der JSG sowie den Landesliga-Frauen der HSG Schaumburg Nord spielt, gibt es nicht. „Manchmal muss ich mir halt die Spiele von denen angucken, es liegt also nicht an der HSG, aber es ist generell nicht so spannend“, meint Marvin schmunzelnd. In der Frauen-Landesliga wäre es schon richtiger Handball, auch spannend, schob Marvin nach, ohne den Seitenblick seiner Schwester noch verhindern zu können.

 Aileen schaut sich die Spiele des Bruders auch an. „Ich finde, dass die Spiele spannend sind“, meint sie. Sticheleien gehören unter Geschwistern eben dazu. Aber es seien keine Rivalitäten, meinen beide. Frederike als Jüngste mit zwölf Jahren berührt das Ganze noch nicht wirklich. Bei Aileen und Frederike begann die Handballkarriere bei den E-Junioren. Für Aileen ist Badminton Prioritätssport, aber eine Entscheidung für das eine oder das andere möchte sie nicht treffen müssen.

 Während Marvin immer freitags in der Haster Halle als Badminton-Trainer auf der Platte steht, spielt Aileen für den VfB SC Peine. Das heißt Training dienstags in Peine, donnerstags dann erst bei den A-Juniorinnen und direkt im Anschluss bei den HSG-Frauen. Bei der jüngsten Schwester konzentriert sich Badminton noch auf Turniere. Das Badminton-Training ergänze sich gut mit dem Handball, man bekäme sehr schnelle Beine, warf Marvin dazu erklärend ein.

 Die im Raum stehende mögliche Fusion von SG und HSG bildet auch ein Thema bei den Geschwistern. Den großen Traum, einmal mit der so erfolgreichen A-Jugend im Herrenbereich zu spielen, hat Marvin begraben müssen. „Ich habe es damals bedauert, dass die Mannschaft aufgesplittert wurde“, sagte Marvin. Eine Fusion halten die Geschwister nur für logisch und sinnvoll. „Ich verstehe diese Rivalität nicht unbedingt. Wenn man vor allem bei den Herren die Möglichkeit hat, eine starke Mannschaft aufzubauen, verstehe ich nicht, dass da nicht alle vor Begeisterung in die Luft springen“, beschreibt Aileen ihre Sicht der Dinge. Meinungsverschiedenheiten könnte man doch beiseite legen und einen Kompromiss finden, so die Nachwuchsspielerin.

 Die Geschwister bilden eine erfolgreiche Einheit. Das trifft auch für die Schule zu, Aileen geht auf das Abitur zu, Frederike will in ein paar Jahren nachziehen.

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