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Prange will sich nicht selbst ins Knie schießen

Fußball Prange will sich nicht selbst ins Knie schießen

In der Bezirksliga Staffel 3 trennt sich langsam aber sicher die Spreu vom Weizen. In der Spitzengruppe spielt aus Schaumburger Sicht nur der FC Stadthagen mit.

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Phillipp Böhning (links) soll für Schwung in der Nienstädter Offensive sorgen. Das Spiel gegen die SG Letter 05 ist richtungsweisend.

Quelle: uk

Fußball. Mit dem TSV Hagenburg führt aber ein starker Aufsteiger das Mittelfeld an. In den unteren Tabellenregionen müssen die heimischen Teams dringend punkten. Dazu ist der VfR Evesen im Stadtderby beim VfL Bückeburg II gefordert. Der TuS Niedernwöhren erwartet die SV Arnum. SV Nienstädt 09 – SG Letter 05 (Sa., 16 Uhr):

 „Wir waren in der Anfangsphase überhaupt nicht auf dem Platz, hätten bei Rintelner Konsequenz schon nach zehn Minuten nach Hause fahren können“, ist Nienstädts Spielertrainer Torben Brandt enttäuscht und fordert gegen die SG Letter eine Reaktion. Mehr Eigenmotivation, mehr Gier, mehr Bock auf Fußball lauten die Schlagwörter des Spielertrainers vor dem wichtigen Spiel gegen den Tabellenzwölften. „Mit einem Sieg bleiben wir in ruhigen Fahrwassern, kassieren wir aber eine Niederlage, dann kann es stürmisch werden“, bedient sich Brandt der Seefahrersprache. Trotzdem sei ein Comeback beim SCR möglich gewesen. „Wir hatten zwei gute Chancen zum Ausgleich. Wenn wir das 1:1 machen, wer weiß, was dann passiert“, orakelt der SVN-Coach. Sein Team muss im Mittelfeld kompakter stehen, deshalb überlegt Brandt eine zusätzliche Absicherung einzubauen. „Das 4-4-2-System ist für Sonnabend eine Alternative“, glaubt Brandt. Martin Appel, Daniel Drewes und Julian Hoffmeyer fallen aus. Marc-Philipp Drewes ist dagegen aus dem Urlaub zurück. TSV Eintracht Exten – 1. FC Egestorf-Langreder II (So., 15 Uhr):

 TSV-Trainer Mirko Undeutsch hat sich wieder beruhigt, bezeichnet aber den gepfiffenen Elfmeter von Schiedsrichter Lennard Braun für den FC Stadthagen nach wie vor als Witz. „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, die Taktik wurde genau verfolgt. Nach der Pause haben wir zu schnell die Tore geschluckt. Solch einen Elfmeter darf man nicht pfeifen“, berichtet der TSV-Coach. Für den Tabellendreizehnten stehen wichtige Wochen an. Nach dem Spiel gegen die Egestorfer Reserve trifft die Eintracht auf Gegner auf Augenhöhe. „Dann steigen die direkten Duelle, da müssen wir punkten“, weiß Undeutsch. Der kommende Gegner sei eine sehr spielstarke Mannschaft, allerdings immer mit wechselnder Belegschaft. „Wir dürfen sie nicht ins Rollen kommen lassen“, fordert Undeutsch. Über Kampfbereitschaft und Leidenschaft solle der FC bezwungen werden. SV Gehrden – SC Rinteln (So., 15 Uhr):

 Mehrere Steine vom Herzen sind Trainer Duran Gök nach dem 2:0-Erfolg gegen den SV Nienstädt 09 gefallen. „Der Anschluss an das Tabellenmittelfeld ist wieder hergestellt“, freut sich der Rintelner Coach. Das SCR-Spiel war wieder ansehnlich. Die Defensive stand erheblich besser, zahlreiche Chancen wurden herausgearbeitet, aber die schlechte Verwertung ließ den SV09 lange im Spiel. „So viele Möglichkeiten werden wir nicht bekommen. Da muss die erste oder zweite Chance sitzen“, fordert Gök. Der Tabellenzweite habe fast keine Schwächen. Das Team sei dynamisch, stehe in der Abwehr gut und habe zudem eine prima Spielanlage, weiß Gök. „Ich glaube der SVG wird uns liegen. Wenn wir keine Fehler machen und hoch konzentriert sind, können wir punkten“, ist der SCR-Trainer optimistisch. Alexander Rogowski wurde mit Problemen am lädierten Oberschenkel in der Pause zur Schonung herausgenommen. Sein Einsatz ist fraglich. TuS Niedernwöhren – SV Arnum (So., 15 Uhr):

 Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage beim Koldinger SV ist der TuS Niedernwöhren im Heimspiel gegen die SV Arnum unter Zugzwang. Läuferisch und kämpferisch war dem TuS in Koldingen nichts vorzuwerfen. Wenn man dann in der Nachspielzeit das Gegentor bekommt, ist das nicht gut für die Moral. Deshalb ist ein Sieg gegen den Tabellenneunten doppelt wichtig. Mit einer Niederlage hängt das Team von Trainer Lars Reuther bis zum Winter im Tabellenkeller fest. Die Arnumer sind kampfstark, zählen aber spielerisch zu den schwächeren Teams der Liga. TSV Kirchdorf – TSV Hagenburg (So., 15 Uhr):

 Das wird nicht einfach für den Tabellensechsten aus Hagenburg. Die Kirchdorfer haben am vergangenen Spieltag jede Menge Moral getankt. Im Derby gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder II lag der Aufsteiger mit 0:3 zurück, erkämpfte aber in Unterzahl noch einen Punkt. Auf dem engen Kunstrasenplatz werden die Gäste nicht viel Eingewöhnungszeit bekommen. „Der enge Platz bereitet mir Sorgen, das liegt uins gar nicht“, sagt der Hagenburger Trainer Christoph Lempert. Aber die Seeprovinzler fahren nach den jüngsten Erfolgen mit breiter Brust nach Kirchdorf. „Wir haben das System auf 4-1-4-1 umgestellt, spielen so etwas kompakter. Das ist uns zuletzt gut bekommen. Jetzt wollen wir unsere Serie in Kirchdorf weiter ausbauen“, sagt Lempert. VfL Bückeburg II – VfR Evesen (Sa., 16 Uhr):

 „Das Stadtderby kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt VfL-Trainer Martin Prange: „Wir wollen den Bock umstoßen und gegen den VfR drei Punkte einfahren.“ Prange erwartet ein Kampfspiel, das vor allem der VfR gewinnen muss. „Die haben mehr Druck, wir können mit einem Sieg den Vorsprung ausbauen“, weiß Prange. Warum es bei den Gästen so schlecht läuft, „kann ich aus der Ferne nicht beurteilen“. Um erfolgreich zu sein, muss seine Mannschaft aber die Fehler abstellen. „Wir schießen uns regelmäßig selbst ins Knie. Fehlt nur noch, dass wir uns die Tore auch selber reinhauen. Man darf Fehler machen, muss aber daraus lernen“, fordert Prange, der „sich etwas ausrechnet“.

 VfR-Coach Thorsten Westenberger versucht es mit Galgenhumor: „Das beste an unserer Situation ist, dass wir in der Tabelle keine Plätze verlieren können. Es kann eigentlich nur besser werden.“ Der VfR kommt zwar als Tabellenletzter ins Jahnstadion, wird aber alles daran setzen, die Punkte mitzunehmen.

 Auch gegen den starken Aufsteiger SV Gehrden sei mehr drin gewesen als eine knappe Niederlage. „Wir haben denen das Leben schwer gemacht. Aber wir brauchen keine Komplimente, wir benötigen Punkte“, hadert Westenberger mit alten Fußballerweisheiten: Wer unten steht, hat kein Glück. So war es gegen Gehrden, als der Gegentreffer durch eine löchrige Freistoßmauer entstand. „Einer dreht sich weg, schon ist es passiert. So ein Tor bekommt man als Tabellenführer nicht“, ärgert sich Westenberger, der aber optimistisch bleibt: „Wir müssen nur unser Potenzial herauskitzeln.“

 Das Spiel gegen Gehrden habe er auf Video aufzeichnen lassen, so der Trainer. „Es ist ganz klar zu sehen, das wir unsere Torchancen besser ausspielen müssen. Der letzte Pass kommt meist nicht an“, weiß Westenberger. Kampf und läuferischer Aufwand seien dagegen in Ordnung, so Westenberger.

 Ugur Cakir droht wegen einer Krankheit auszufallen.uk/seb

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