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Reine Willenssache

Starke Ergebnisse Reine Willenssache

Das war nichts für Weicheier: Für Marcus Reineke und Florian Battermann sind die 2. Ice Swimming German Open im Wöhrsee in Burghausen ein unbeschreibliches Erlebnis gewesen. Bei einer Wassertemperatur von durchschnittlich 3,0 Grad nahm das Duo nur mit Badehose bekleidet an den verschiedenen Wettkämpfen teil.

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Training bei 2,9 Grad Wassertemperatur im Wöhrsee: Stefanie Reineke (von links), Marcus Reineke und Florian Battermann.

Quelle: pr.

Eisschwimmen (seb). An der dreitägigen Veranstaltung standen jeweils vier Starts für Reineke und Battermann auf dem Programm. Und beide waren mit ihren Zeiten zufrieden. Reineke gehört im Eisschwimmen mittlerweile zur Weltspitze und wurde in diesem Jahr nur von ehemaligen Schwimm-Profis geschlagen. In der Königsdisziplin über 1000 Meter Freistil benötigte der 46-Jährige 14:06,32 Minuten. „Damit hätte ich im letzten Jahr in Weltrekordzeit gewonnen“, erklärt der Obernkirchener zufrieden. Battermann war mit seiner 1000-Meter-Zeit ebenfalls einverstanden. Nach 16:39,59 schlug er an. Das bedeutete Rang zehn in der Gesamtwertung.

 Bei jedem Rennen waren die Tribünen rappelvoll und es herrschte eine gigantische Stimmung. „Ich habe eine neue Leidenschaft gefunden“, berichtet Battermann, der zum ersten Mal bei einer Eisschwimm-Veranstaltung mitgemacht hatte. „Da hat sich die Vorbereitung in der Regentonne ausgezahlt“, erklärt der 44-Jährige mit einem Schmunzeln. Das Teilnehmerfeld umfasste 179 Starter aus 17 Nationen. Sogar Schwimmer aus Südafrika kamen nach Burghausen. Die Teilnehmer waren zwischen 18 und 70 Jahren. Aber die Schwimmer in den Altersklassen 40 und 50 dominierten das Starterfeld. Nur wenige Frauen gingen an den Start. Ermutigt von der tollen Atmosphäre traute sich Reinekes Ehefrau Stefanie über 50 Meter Brust und Freistil ins kühle Nass. „Das war reine Willenssache und eine tolle Erfahrung“, sagt Stefanie Reineke.

 Die Eisschwimm-Gemeinschaft wird stetig größer. Zurzeit gibt es knapp 1000 registrierte Eisschwimmer. „Es ist ein schöner Extremsport, der nicht von vielen betrieben wird. Zudem sind die Leute nett und man knüpft schnell neue Freundschaften“, ist Battermann fasziniert. Die langen Strecken seien nur was für geübte Eisschwimmer. „Das ist alles reine Kopfsache und viel, viel Training“, weiß Marcus Reineke. Zehn Minuten im Eiswasser sind so anstrengend wie 90 Minuten Beckentraining. „Ich bin nach dem Wettkampf viel länger kaputt, als nach einem Start im Schwimmbecken“, erklärt Battermann.

 Da bei diesem Extremsport ein Neoprenanzug verboten ist, gibt es eine typische Eisschwimmerfigur. Ein kleiner Bauch ist willkommen. „Ein breites Kreuz und ein bisschen Speck auf den Rippen, das ist die optimale Statur“, hat Marcus Reineke erkannt. Nach einer langen Zeit im Eiswasser dürfe man nicht den Fehler machen, sich zu schnell aufzuwärmen. Das sei sehr gefährlich für die Gesundheit. „Nach ungefähr acht Minuten im Wasser beginnt man kräftig zu zittern. Dann muss man sich durchbeißen. Nach Verlassen des Wassers sollte man sich 30 Minuten zum Auftauen Zeit nehmen“, mahnt Marcus Reineke an. Marcus Reineke: Florian Battermann:

 Die Ergebnisse: 50 Meter Brust: (1. AK 40, 2. Gesamt in 37,52 Sekunden); 200 Meter Freistil: (3. AK 40, 4. Gesamt in 2:25,92 Minuten); 500 Meter Freistil: (2. AK 40, 4. Gesamt in 6:42,62 Minuten); 1000 Meter Freistil: (4. Gesamt in 14:06,32 Minuten). 50 Meter Freistil: (5. AK 40, 19. Gesamt in 33,81 Sekunden); 200 Meter Freistil: (8. AK 40, 19. Gesamt in 2:53:63 Minuten); 500 Meter Freistil: (6. AK 40, 12. Gesamt in 8:09,71 Minuten); 1000 Meter Freistil: (10. Gesamt in 16:39,59 Minuten).

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