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Schiedsrichter sorgt für Verwirrung

Lokalsport / Fußball-Bezirksliga Schiedsrichter sorgt für Verwirrung

Früher trafen Schiedsrichter ihre Entscheidungen einsam und souverän. Heute werden die Beschlüsse ausdiskutiert, mit den Linienrichtern, mit den Missetätern, und im gut besuchten Derby zwischen dem FC Stadthagen und der U23 des VfL Bückeburg sogar mit den Trainern.

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FC-Torjäger Michael Huntemann (links) stochert den Ball zum 2:2-Ausgleich ins Netz.

Quelle: pr.

Bezirksliga. Doch irgendwann nervte die mangelnde Entschlussfreudigkeit von Christos Savvopoulos. Beim 2:2 war bei der Hälfte der Tore lange nicht klar, ob sie denn tatsächlich zählen und zum Schluss diskutierte der Schiedsrichter sogar eine Gelb-Rote Karte für Timo Kuhnert minutenlang aus. Dem unsicheren Savvopoulos war es aber immerhin zu verdanken, dass zwischen Stadthagen und Bückeburg gegen Ende des Spiels ein wenig Derbystimmung entstand.

Der FC Stadthagen verfing sich mit seinem zähen Aufbau schon früh in der gut organisierten VfL-Defensive und ließ gestern absolut nicht erkennen, warum er so weit oben steht. Ein wenig gefälliger spielten die Gäste, zumindest zeitweise.

Bückeburg begann lebhaft und nahm in der 18. Minute ein nettes Elfmetergeschenk entgegen. Torwart Ciro Miotti hatte sich ein völlig unnötiges Foul geleistet, das Savvopoulos allerdings erst zur Kenntnis nahm, als sein Assistent hartnäckig die Fahne schwenkte. Milorad Petrovic verwandelte zum 1:0 für die Gäste. Der FC wurde danach ein wenig aktiver, kam aber selten durch. Der Ausgleich in der 28. Minute war ein Zufallsprodukt: Der Ball prallte nach Stanislaw Schkurins Freistoß gegen ein Bein, fiel Samir Veli vor die Füße – 1:1.
Kurz vor der Pause eine dicke Führungschance für den FC Stadthagen. Der äußerst einsatzfreudige Michael Huntemann knöpfte Nico Stolte an der Grundlinie den Ball ab, versuchte es aus spitzem Winkel, traf aber nur den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel waren die ersten 20 Derbyminuten weitgehend gehaltlos. Die U23 des VfL Bückeburg wirkte eine Spur lebendiger, brachte aber auch nichts zustande. Der erste gelungene, flüssige Angriff der zweiten Halbzeit führte in der 73. Minute zur erneuten Führung für die VfL-Reserve. Joscha Obst schien gegen Marvin Stahlhut gerettet zu haben, doch der Ball kam zu Simon Häberli, dessen gut überlegter 18-Meter-Schuss im langen Eck einschlug.

Danach sah eigentlich alles nach einer Heimniederlage für Stadthagen aus. Stanislaw Schkurin verdrückte sich in die Abwehr. Wenn überhaupt, dann wühlten sich die Platzherren durch die dichte VfL-Abwehr. Spielerisch war an diesem Tag wenig zu machen. Der Ausgleich fiel überraschend und wieder stiftete Savvopoulos totale Verwirrung. Selim Kilinc schoss, Torwart Tobias Markowski klatschte ab, Huntemann stocherte den Ball im Nachsetzen ins Tor. Toprakli hob die Fahne. Abseits? Ein Foul? Nein, tatsächlich ein Tor, aber erst, nachdem das Schiedsrichterteam die Angelegenheit demokratisch erörtert hatte.

Nach Spielschluss war zu spüren, wer sich nach dem 2:2 als Verlierer und Gewinner fühlte. „Wir haben hinten ganz wenig zugelassen, deshalb fand ich unseren Punkt hochverdient“, erklärte VfL-Trainer Martin Prange.

FC Stadthagen: Miotti, Schkurin (82. Schönen), Kuhnert, Cakir, Kilinc, Obst, Khodr, Huntemann, Tas, Georgiev (43. Klose), Veli.
VfL II: Markowski, Büsing, Peter (46. Baraczewski), Voß (76. Naroska), Häberli, Stahlhut, Thom, Stolte, Petrovic, Moritz Heine, Nils Rinne.

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