Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Svitlica macht den Unterschied

Handball Svitlica macht den Unterschied

Springe und Minden liegen nur knapp 60 Kilometer auseinander. Sportlich trennten die Handballfreunde und GWD Minden über Jahrzehnte Welten.

Voriger Artikel
Großer Kampfgeist
Nächster Artikel
Die Kräfte schwinden

Hart aber fair: Mindens Nenad Bilbija liegt nach einem Schlag am Boden, Springes Lukas Ossenkopp muss für zwei Minuten auf die Bank.

Quelle: uk

Handball. Gestern allerdings traf man sich in der Hamelner Rattenfängerhalle zum ersten Mal in der 2. Liga und am Ende trennten beide Kontrahenten nur zwei magere Tore: Der Tabellenführer aus Ostwestfalen hat sich dabei beim Aufsteiger lange schwer getan und mit 32:30 (16:15) gewonnen.

Die Gesichter der Springer Spieler und Verantwortlichen um Trainer Sven Lakenmacher und Manager Dennis Melching drückten tiefe Enttäuschung aus, denn 26 Sekunden vor dem Schlusspfiff waren die Handballfreunde ganz nah der großen Überraschung.

Neuzugang Faruk Halilbegovic hatte mit seinem sechsten Treffer den 30:31-Anschlusstreffer erzielt und die Gastgeber stellten vor 1200 Zuschauern auf offene Manndeckung um. Aber die Gäste waren abgezockt, durften sich mal wieder auf ihre individuelle Klasse verlassen. 13 Sekunden vor der Schlusssirene machte der überragende Mindener Rechtsaußen Aleksandar Svitlica den Deckel auf die Partie und den zehnten Saisonsieg der Grün-Weißen.

Die Springer durften aber stolz auf ihre Leistung sein. Die HF-Fans bekamen alles zu sehen, was Handball ausmacht – nur eben die Punkte nicht. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Minden spielte im Heimmodus, heißt zu pomadig, ohne die ganz großen Ideen. Beim 6:4 führten die Gäste erstmals mit zwei Toren (10.). Aber Springe ließ sich nicht abschütteln, bereitete dem Favoriten durch Kampfgeist immer wieder Probleme. Ein Phänomen, das die Mindener aus ihren Heimspielen gegen vermeintlich schwächere Gegner kennen.

Als Maximilian Kolditz die HF beim 11:10 erstmals in Führung brachte, sprang der Funke auf das Publikum über. Die Fans feuerten ihr Team an und bekamen eine starke Leistung zu sehen – auch, wenn nicht alles klappte. Pawel Pietak legte beim 12:10 (22.) erstmals zwei Tore vor. Aber jetzt schienen die Gastgeber zu überdrehen, wollten zu viel. GWD schlug eiskalt zurück. Vor allem Svitlica blieb vor dem Tor ein sicherer Vollstrecker. Beim 16:15 für die Gäste wurden die Seiten gewechselt und für die Springer war noch alles drin. Mit der ersten Aktion nach dem Pausentee entschärfte GWD-Keeper Kim Sonne-Hansen einen Siebenmeter von Kolditz. Trotz einer 21:18-Führung durch Christoffer Rambo (41.) blieb der Aufstiegsfavorit vor allem aus dem Rückraum vieles schuldig. Springe holte wieder auf, Halilbegovic erzielte das 25:25 (49.).

Die individuelle Klasse der Mindener machte in der heißen Schlussphase den Unterschied. Keeper Sonne-Hansen hielt einige Bälle, GWD zog auf 30:27 weg (28.). In den Schlussminuten fehlte den Gastgebern dann das nötige Glück zum Punktgewinn, der aufgrund der tollen kämpferischen Leistung nicht unverdient gewesen wäre.

HF Springe:  Wetzel, Wendland – Kolditz 7/5 Siebenmeter, Coors 3, Pietak 5, Kastening 4, Halibegovic 6, Ossenkopp 4, Pollex 1, Bosy.

GWD Minden: Eijlers, Sonne-Hansen – Freitag 2, Schäpsmeier 1, Kozlina 2, Sjöstrand 8/5 Siebenmeter, Rambo 6, Südmeier 1, Svitlica 9, Larsson 2, Doder 1, Torbrügge, Bilbija. uk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie als Gesamtsieger am Ende der Saison 2016/17 einen Reisegutschein im Wert von 750 Euro. mehr

Wir sind auf den Schaumburger Sportplätzen unterwegs und präsentieren euch jede Woche das Spiel des Wochenendes in der Video-Zusammenfassung. mehr