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Training in der Regentonne

Eisschwimmer Marcus Reineke bereitet sich auf German Open vor Training in der Regentonne

Er ist nichtmehr allein: Marcus Reineke bereitet sich intensiv auf die 2. Ice Swimming German Open vom 8. bis 10. Januar 2016 in Burghausen vor. Mittlerweile hat der 46-Jährige einen Trainingspartner gefunden.

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Nichts für Weicheier: Florian Battermann trainiert im Obernkirchener Sonnenbrinkbad in 6,7 Grad kaltem Wasser.

Quelle: seb

Eisschwimmen. Auch Florian Battermann geht Anfang Januar in Burghausen an den Start.

Battermann hat keine Wette verloren, sondern suchte einen neuen Reiz. Der 41-jährige Lehrer aus Hannover startet für die SSF Obernkirchen und hatte schon im vergangenen Jahr mit seinem Eisschwimm-Debüt geliebäugelt. „Aber terminlich hat es nicht gepasst“, so der Neueinsteiger. Battermann ist seit dem Jahr 1981 ein begeisterter Schwimmer und war in den vergangenen Jahren im Freiwasserbereich aktiv. „Das Schwimmen im See machte mir irgendwann mehr Spaß als das ewige Bahnenzählen. Doch jetzt habe ich einen neuen Kick gesucht und bin beim Eisschwimmen gelandet“, erklärt Battermann seine Beweggründe für das nicht alltägliche Hobby.

In Deutschland gibt es nur um die 150 Eisschwimmer. Aber der Sport wird immer populärer: Im Jahr 2017 findet in Burghausen die erste offizielle Weltmeisterschaft statt und nur ein Jahr später soll der Eiskilometer Demonstrationswettbewerb bei den Olympischen Winterspielen werden. „Die größte Herausforderung ist die Überwindung, ins kalte Wasser zu gehen“, weiß der 41-Jährige. Battermann trainiert fleißig für die Veranstaltung im Wöhrsee.

Beim Training im Sonnenbrinkbad in Obernkirchen hatte das Wasser zuletzt eine Temperatur von 6,7 Grad. Um sich an die tiefen Temperaturen zu gewöhnen, wählt Battermann auch ungewöhnliche Trainingsmethoden. „Ich habe im Garten eine Regentonne stehen. Da stelle ich mich hinein. Das Wasser geht mir bis zur Brust. Zuletzt habe ich in der Tonne nur drei Grad gemessen“, berichtet der Familienvater.

 Die Veranstaltung in Burghausen wurde ein wenig modifiziert. In diesem Jahr stehen Strecken von 50, 200, 500 und 1000 Metern sowie 50 Meter Brust zur Verfügung. Zudem qualifizieren sich die besten acht Eisschwimmer über die jeweiligen Distanzen für die Finalläufe.

„Es haben sich schon einige Hochkaräter angemeldet“, weiß Reineke, der bei der ersten Veranstaltung in der Königsdisziplin über 1000 Meter Platz drei belegte. „Das wird richtig schwer, diese Platzierung zu wiederholen“, befürchtet Reineke. Beim Eisschwimmen geht es sehr familiär zu. Battermann reist mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern an. „Wir freuen uns schon riesig darauf“, sagt der Hannoveraner. Das Duo startet in jeweils vier Wettbewerben. Während Reineke mit vorderen Platzierungen liebäugelt, heißt die Devise für Battermann bei seinen Starts nur irgendwie durchkommen.

seb

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