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Treichel vermisst den Killerinstinkt

Landkreis / Kreisliga Treichel vermisst den Killerinstinkt

Der SC Deckbergen-Schaumburg fristet als abgeschlagenes Schlusslicht sein Dasein im Kreisoberhaus. In der Frage des zweiten Absteigers ist die Liga aber sehr spannend. Der Tabellenachte FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen hat auf den Vorletzten TuS Niedernwöhren II nur vier Punkte Vorsprung. Es sieht nach einem Hauen und Stechen bis zum letzten Spieltag aus.

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Von Sebastian Blaumann.  SV Victoria Sachsenhagen – SC Deckbergen-Schaumburg: „Für uns zählt gegen den Tabellenletzten nur ein Sieg“, stellt SVS-Coach Torsten Menzer unmissverständlich klar. Für die Kicker vom Kanal hat die Partie große Bedeutung. Nach dem Blitzstart mit zwölf Punkten aus fünf Spielen sammelten die Gelbhemden nur noch fünf Zähler in zehn Partien und sind in akuter Abstiegsgefahr. Dazu kam am letzten Spieltag die schmerzhafte Niederlage gegen den SC Auetal. „Wir kassieren zwei dumme Gegentore und machen uns dadurch ein gutes Spiel kaputt“, ärgert sich Menzer über die 2:3-Pleite. Ein frühes Tor solle die Lust am Fußballspielen wecken. Bastian Pawlik und Moritz Grabowski fallen aus.

 859 Minuten blieb der SC Deckbergen-Schaumburg ohne Torerfolg, dann traf Jörg Thiem wieder für den SC und beendete den unsäglichen Torfluch. Das Spiel in Enzen ging trotzdem mit 2:9 verloren. Das Schlusslicht trat wieder einmal mit mehrfachem Ersatz an. So reicht es nicht für den Klassenverbleib. Fünf Punkte nach der ersten Saisonhälfte sprechen dafür, dass die Planungen für die 1. Kreisklasse anlaufen können. „Wir geben aber noch nicht auf und brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Das wollen wir uns in Sachsenhagen holen“, gibt sich Spielertrainer Marcel Riedel kämpferisch. Aufgrund der geringen Resonanz trainieren die SC-Herren mittlerweile mit den A-Junioren zusammen. Sturmhoffnung Wilhelm Becker hat sich abgemeldet, wird kein Spiel mehr für den SC bestreiten. Beim SVS werden Jan Meyer, Tobias Klus und Peter Braun ausfallen.

SW Enzen – TSV Algesdorf: Ein Punkt gegen Engern, ein Kantersieg gegen Deckbergen: Die Schwarz-Weißen haben vier Punkte aus den richtungsweisenden Spielen geholt und sich auf Rang zwölf verbessert. „Wir haben neues Selbstvertrauen getankt“, freut sich Trainer Michael Treichel. Es ist eine schwierige Saison für den letztjährigen Vizemeister. Mit Marco Kolb, Tim Schöller und Sven Brinkmeyer sind drei Leistungsträger langzeitverletzt. Zudem fiel Georg Schmal einige Wochen aus. „Das sind circa 50 Tore, die uns fehlen“, hat Treichel ausgerechnet. Der Mannschaft fehle der Killerinstinkt. Sie spiele schön mit, mache aber nicht die Dinger und verliere so Spiele. „Wir haben fünf von sieben Spielen mit einem Tor verloren. Es sind immer enge Spiele“, weiß Treichel. Der TSV Algesdorf habe starke Individualisten, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können. „Wir wollen dem TSV die Lust am Fußball nehmen. Wichtig ist es in Führung zu gehen“, fordert Treichel eine aggressive Spielweise.

 „Bei uns ist alles Kopfsache. Wenn wir nicht 100 Prozent geben, verlieren wir die Spiele“, hat Algesdorfs Trainer Frank Fuchs erkannt. Deshalb fordert er in Enzen von seiner Elf: „Volle Konzentration. Die Köpfe sind gewaschen, das Team zieht im Training super mit. Jetzt müssen wir uns auch mit einem Sieg belohnen.“ Henning Strumpel hatte sich den Zeh gebrochen und wird noch fehlen.

TSV Bückeberge – TuS Niedernwöhren II: Der Überraschungserfolg beim SV Obernkirchen war für den TSV Gold wert. Ohne diesen Sieg stände die Undeutsch-Elf auf einem Abstiegsplatz. „Das ist ein immens wichtiges Spiel. Wir wollen uns ein Punktepolster verschaffen“, stellt der Trainer klar. Allerdings gehe dies nur über Leidenschaft und Laufbereitschaft.

 Der Aufsteiger ist nach einem guten Saisonstart mittlerweile auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. „Wir spielen nicht konstant genug. Einer guten Hälfte, folgt eine schwache. Zudem brauchen wir zu viele Chancen, um Tore zu erzielen“, hat Trainer Torsten Sennholz erkannt. Die Spielerdecke der TuS-Reserve ist schmal, man sehnt sich die Winterpause herbei. „Trotzdem fahren wir zum TSV, um zu punkten“, verspricht Sennholz eine engagierte Niedernwöhrener Elf.

MTV Rehren A.R. – SV Engern: „Der 9. Platz ist gut, aber punktemäßig hinken wir unserer Vorgabe zwei Zähler hinterher“, hat Trainer Sandy Röhrbein ausgerechnet. Der Aufsteiger ist in der Kreisliga angekommen, insbesondere auf eigenem Platz. In sieben Spielen gab es nur eine Niederlage. „Wir sind zu Hause eine Macht, kommen über den guten Zusammenhalt in der Truppe“, weiß Röhrbein. Frühes Pressing, gutes Kombinationsspiel und eiskalter Torabschluss seien der Schlüssel zum Erfolg gegen den SV Engern.

 Aufgrund der vielen verletzten Spieler hat Engerns Trainer Wilhelm Sieker seiner Elf eine andere Taktik verordnet. Der Hurrastil ist eingemottet worden, sachlicher Fußball ist angesagt. Das klappte beim SV Union Stadthagen sehr gut, der Tabellenelfte wurde beim 4:0-Erfolg gnadenlos ausgekontert. „Wir hatten Probleme gegen tief stehende Mannschaften, deshalb der Systemwechsel“, erklärt Sieker. Patrick Ruhe und Daniel Kiensvater sind wieder fit und greifen voll an. Allerdings hat für Kapitän Oliver Watermann die Winterpause schon begonnen. Er ist nach seiner Roten Karte für fünf Wochen gesperrt worden.

FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen – SC Auetal: „Die Pleite in Hevesen war unglücklich. Vielleicht hat uns nach den drei Siegen in Folge, der letzte Punch gefehlt“, glaubt FSG-Coach Oliver Nerge. Der Tabellenachte ist wieder auf Kurs. Aber ausruhen ist nicht angesagt. „Es fehlt zwar noch eine halbe Mannschaft. Ich sehe aber eine Chance zu punkten. Wir spielen mit einer Viererkette und ziehen Carsten Mensching davor“, baut Nerge auf eine sichere Defensive gegen den Titelanwärter.

 Die Auetaler landeten zuletzt drei Siege in Serie und verkürzten den Rückstand auf die Spitze auf vier Zähler. „Ich bin zufrieden. Wir sind in Lauerstellung. Das liegt meiner Mannschaft mehr“, weiß Spielertrainer Björn Schütte. Die FSG sei ein gefährlicher Gegner. „Wir dürfen uns nicht beirren lassen, müssen über die spielerische Komponente kommen“, fordert Schütte, der auf Marco Thies und Jan-Hendrik Franke verzichten muss.

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