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Trikottausch

Leichtathletik Trikottausch

„Mit Wirkung zum 1. Januar wird sich die Leichtathletikabteilung des Post SV Stadthagen der LG Weserbergland anschließen“, teilt Marco Leszczynski, Trainer der erfolgreichen Jugendlichen im Verein, stolz mit.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Leichtathletik. Es ist eine grundlegende Reform, die jedoch vor allem die Athleten ab der Altersklasse U-18 betrifft.

 „Alle Athleten der U-16 und jünger werden weiterhin als Post SV Stadthagen bei den Wettkämpfen starten und wie gewohnt in Stadthagen trainieren“, verspricht Leszczynski, der zusammen mit seinem Vater auch die Altersklassen U-16 und U-14 trainiert und die Arbeit von Annika Berg und Kristina Stroh mit den Athleten der U-12 und jünger lobt. Lediglich die älteren Athleten müssen sich an den neuen Vereinsnamen und die nun blau-weißen Trikots gewöhnen.

 Mit diesem Anschluss an die erfolgreiche Leichtathletikgemeinschaft aus dem Kreis Hameln-Pyrmont einher geht ein weiterer Wechsel: Die bislang für den VfL Bückeburg startenden und in dem Verein groß und erfolgreich gewordenen Athletinnen Merle Homeier, Luna Bulmahn und Liv Marzinowski wechseln zum Post SV Stadthagen und werden auch im Trikot der LG Weserbergland an den Start gehen. Das Trio hat bereits in den vergangenen zwei Jahren in der Trainingsgruppe von Leszczynski in Stadthagen trainiert und ist als Zusammenschluss des VfL Bückeburg und des Post SV Stadthagen als „Startgemeinschaft Schaumburg“ gestartet.

 Nun folgt ein weiterer Schritt in der jungen Karriere der Nachwuchsathletinnen. „Die LG Weserbergland ist ein starker Verbund, der seit Jahren große Erfolge bei Landes-, Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften erzielt hat. Wir als Post SV sind stolz darauf, nun ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, berichtet Lesczcynski, der sicher ist, seinen Athleten durch den Wechsel die Möglichkeit zu bieten, sich ihrer Fähigkeiten entsprechend optimal weiterentwickeln zu können.

 „Der Wechsel vom VfL Bückeburg nach Stadthagen beziehungsweise nach Hameln zur LG Weserbergland ist uns sehr, sehr schwer gefallen“, gesteht Petra Homeier, Mutter und selbst jahrelang Trainerin der dreifachen Deutschen Jugendmeisterin Merle Homeier. „Merle ist jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich ihr nicht mehr weiterhelfen kann. Und wenn Trainer und Athlet auch noch Mutter und Tochter sind, kann das durchaus zu Spannungen führen, die wir erst gar nicht aufkommen lassen wollen.“ Einen weiteren Vorteil im Wechsel zur LG Weserbergland sieht Homeier darin, dass der Verein bei allen großen Meisterschaften mit vielen Athleten und Trainern vor Ort ist. „Wir haben uns seit Längerem mit den Hamelnern zusammengetan, haben Hotels gemeinsam gebucht, abends gemütlich zusammengesessen und die Athleten waren im Frühjahr bereits zusammen im Trainingslager in Kroation, was sehr harmonisch war. Es passt einfach“, sind sich Homeier wie auch Leszczynski sicher.

 Zudem bieten Post SV und LG Weserbergland ihren Top-Athleten eine gewisse finanzielle Unterstützung bei den nun immer weiter werdenden Wettkampffahrten. „Merle gehört seit Oktober dem deutschen Bundeskader Weitsprung an. Wir haben bereits unsere erste Bundeskadermaßnahme in Berlin mit der Bundestrainerin Annett Stein zusammen durchgeführt, im Dezember reisen wir nach Frankfurt zur nächsten Maßnahme“, berichtet Leszczynski von den zusätzlichen Terminen. Neben den regelmäßigen Kader-Trainingsmaßnahmen sind auch Teilnahmen an bestimmten Wettkämpfen in Schweinfurt oder Mannheim vorgeschrieben. „Der Post SV Stadthagen bietet den Kader-Athleten jede mögliche Unterstützung, um sich zur Elite zu entwickeln“, dankt Trainer Leszczynski seinem Stammverein und meint damit das gesamte Vereinsumfeld inklusive der zur Verfügung gestellten Geräte und Sportstätten. Neben Homeier gehören auch Luna Bulmahn (Langhürde) und Vincent Höfler (Hochsprung) dem aktuellen Landeskader an und trainieren ergänzend zum Stadthäger Training regelmäßig unter Anleitung von Leszczynski und den zuständigen Landestrainern im Leistungszentrum Hannover.

 Für den VfL Bückeburg ist der Abgang der drei Schaumburger Top-Athleten Homeier, Bulmahn und Marzinowski natürlich ein herber Verlust. „Für Merle, Luna und Liv ist es aber sicherlich die richtige Entscheidung, um sich weiterzuentwickeln. Es gibt nun einmal immer Zeitpunkte, an denen man Entscheidungen treffen muss, um sportliche Ziele erreichen zu können. Wir wünschen ihnen für ihre sportliche Zukunft alles Gute und hoffen, dass ihre Erwartungen nicht enttäuscht werden“, sagt Ulf Walkling, Abteilungsleiter der Leichtathleten des VfL. Walkling war von Petra Homeier über die Saison hinweg bereits auf einen möglichen Wechsel vorbereitet worden.

 Kalt erwischt wurde hingegen der Vorsitzende des Kreis-Leichtathletikverbands (KLV), Wolfgang Stroh, der erst im Nachhinein vom Abgang der Top-Athleten an den Nachbarkreis sowie auch der Angliederung seines Stammvereins Post SV Stadthagen an die LG Weserbergland und damit das Verlassen des Kreisverbandes erfuhr. „Natürlich ist es wichtig, gute Bedingungen für die Athleten zu gewährleisten und wenn dieses nur durch die Zusammenarbeit mit einem Nachbarkreis möglich ist, kann ich das vollkommen verstehen. Ich hätte mir nur eine bessere Kommunikation und Transparenz in dem Prozess der Angliederung des Post SV an die LG Weserbergland gewünscht.“ Stroh befürchtet ein „Ausbluten“ des KLV Schaumburg. „Wir haben sowieso nur noch zwei mitgliederstarke Vereine: den VfL Bückeburg und die TWG Nienstädt/Sülbeck. Insofern hat der Wechsel nicht nur positive Seiten für den Kreis-Leichtathletikverband Schaumburg.“

 Leszczynski, der als Studienreferendar für Gymnasiallehramt auch beruflich mit Jugendlichen arbeitet, sieht es als seine Pflicht an, seinen Athleten die bestmöglichen Trainingsmöglichkeiten zu bieten, damit sich Einsatz und Trainingsfleiß auszahlen: „Mir geht es rein um die Athleten, auch wenn es nicht jedem gefällt.“

Von Carolin Hampel

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