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Unappetitliche Zustände

Handball-Oberligist HSG Nordschaumburg Unappetitliche Zustände

Die Handball-Spielgemeinschaft Schaumburg Nord (HSG) will zukunftsorientiert denken und arbeiten. Unterstrichen hat das der Vorstand um den Vorsitzenden Felix Lattwesen mit einem Antrag auf eine umfassende bauliche Veränderung der Waltringhäuser Sporthalle.

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Das Foyer der Sporthalle in Waltringhausen ist klein und genügt den aktuellen Ansprüchen nicht mehr.

Quelle: hga

Handball. Die Entwicklung der HSG in der jüngeren Vergangenheit ging, insbesondere was das Zuschauerinteresse angeht, schnell über die Möglichkeiten der Halle hinaus. Bei den Heimspielen der Ober-, Verbands- und Landesliga-Mannschaften suchen bis zu 400 Zuschauer den Weg in die Halle am Radbach, die vom Fassungsvermögen aber gar nicht reinpassen. Zum Zeitpunkt der Erbauung vor rund 40 Jahren dachte wohl niemand an solch einen Zulauf. In der aktuellen Form steht die Halle einer sportlichen und sozialen Entwicklung, präzise der erfolgreichen Nachwuchsarbeit, im Wege.

 Die Probleme entstehen direkt am Eingang. Das übersichtliche Foyer – rund 25 Quadratmeter groß – beinhaltet einen kleinen Verkaufstresen sowie je eine Toilette für Männer und Frauen. Bei voller Halle kommt es schnell zu wenig appetitlichen Zuständen. Einladend wirkt der Bereich dann nicht mehr. „Das muss attraktiv sein, größer, vor allem auch wegen der Kinder“, begründet Lattwesen die Vorstellungen des Vorstandes.

 Ähnliches gilt für die Tribüne, deren Fassungsvermögen erweitert werden soll. „Wir wünschen uns einen entsprechenden Sanitärbereich sowie die Möglichkeit, den Zuschauern gerecht zu werden“, erklärt der HSG-Chef. Einen entsprechenden Antrag, der unter anderem den Abriss des alten Eingangsbereiches vorsieht, hat die HSG bei der Samtgemeinde Nenndorf eingereicht. „Uns ist die finanzielle Situation der Kommunen bekannt. Aber wenn es danach geht, wird sich kein Verein, der schließlich wichtige soziale Aufgaben erfüllt, jemals weiterentwickeln“, sagt Lattwesen.

 Man wolle sich bei allen weiteren Schritten konstruktiv mit einbringen, um alle in Frage kommenden Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten. Das beträfe auch den Umfang der möglichen Eigenleistungen, so der HSG-Chef. Dazu werden auch Zuschüsse von Landes- und Kreissportbund gehören. Die müssten allerdings von den Stammvereinen der HSG beantragt werden, so Lattwesen. Zunächst geht es um die Möglichkeit, die sportliche Entwicklung voranzutreiben. Das betrifft zuvorderst die Nachwuchsabteilung. „Wir haben mit dem Zusammenschluss einen guten Stand erreicht, das Umfeld haben wir gut organisiert und aufgestellt“, sagt Lattwesen. Aktuell habe man in der Oberliga als auch in der Frauen-Landesliga junge Mannschaften im Spielbetrieb, die viel Entwicklungspotenzial hätten, so der HSG-Chef.

 Um auch über qualifizierte Trainer für die Jugend verpflichten zu können, müsse man sich weiterentwickeln. Insgesamt sind die aktuellen Planungen mittel- und langfristig angelegt. „Wir brauchen dafür Luft nach oben, im Moment haben wir da harte Grenzen“, meint Lattwesen. Solche Vorhaben, wie die Anpassung der Halle an neue Herausforderungen, lassen sich allerdings nicht in kurzer Zeit verwirklichen. „Wir müssen aber die ersten Schritte einleiten, wollen nicht von Jahr zu Jahr sondern langfristig denken, sonst stagnieren wir als Verein“, unterstreicht Lattwesen das Vorhaben.

 Die Überlegungen des HSG-Vorstandes gehen auch in Richtung eines hauptamtlichen Geschäftsführers. Diesen Schritt haben schon einige Vereine mit einer gewissen Größenordnung unternommen. Denn auch bei der HSG kann die Verwaltungsarbeit als auch die Entwicklung des Sponsorings von rein ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern nicht mehr geleistet werden. Zunächst will sich die HSG einen genauen Überblick verschaffen. „Wir müssen erst mal in die genauen Planungen hineinkommen“, beschreibt Lattwesen die Erwartungen des HSG-Vorstandes in der Folge des gestellten Antrages.  hga

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