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Unruhige Zeiten für die Leichtathletik

Gebietsreform droht Unruhige Zeiten für die Leichtathletik

Die Schaumburger Leichtathleten haben unruhige Zeiten vor sich. Der Nachwuchsmangel macht sich bemerkbar, dazu droht die Umsetzung einer Gebietsreform der niedersächsischen Leichtathletik-Kreisverbände. So zeichnet Wolfgang Stroh, Vorsitzender des hiesigen Kreisleichtathletik-Verbandes (KLV), ein düsteres Bild.

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Angespannter Blick in die Leichtathletik-Zukunft: der Kreisverbandsvorsitzende Wolfgang Stroh.

Quelle: hga

LANDKREIS.  „Wir hatten in den letzten Jahren einen jährlichen Mitgliederschwund von zehn Prozent“, beschreibt der 63-jährige Ingenieur die aktuelle Lage. Da könne sich jeder selbst ausrechnen, wie lange das noch gut ginge, so Stroh. Schaumburg liegt mit diesen Zahlen über dem Mitgliederschwund in Gesamt-Niedersachsen.

 Teilnehmerzahl mehr als halbiert

 Die Ausgangssituation der Schaumburger Leichtathleten war allerdings mal eine bessere als die anderer Kreise des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbands (NLV). Man käme langsam runter auf das Maß, welches andere längst erreicht hätten, so der KLV-Vorsitzende. Er untermauert seine Aussage mit Zahlen: So nahmen in den Jahren 2008 und 2009 noch 250 bis 280 Kinder und Jugendliche bei einem Wettkampf teil . In 2016 waren es noch knapp 100. „Wir leben von der relativ hohen Zahl an Wettkampfteilnehmern, die von außerhalb unseres Kreises zu den Wettkämpfen kommen“, erklärt Stroh.

 Es müsse etwas getan werden, um die Leichtathletik attraktiver zu machen, den Bestand und damit die Basis zu sichern, skizziert Stroh die Hauptaufgabe des KLV. Ein schwieriges Unterfangen, da die Leichtathletik auch darunter leidet, dass sich, wie in anderen Sportarten auch, immer weniger Menschen ehrenamtlich als Trainer oder Unterstützer engagieren.

Neue Wege gehen

 „Man muss da teilweise neue Wege gehen und über seinen Schatten springen“, meint Stroh und verweist auf die Beispiele des Post SV und des VfL Stadthagen. Diese Vereine führen die Leichtathletik seit einiger Zeit gemeinsam, sie haben die eingefahrenen Wege und Strukturen verlassen. Eine Maßnahme, die auch anderen Vereinen helfen kann. In diese Situation hinein spielt die vom Landessportbund (LSB) vehement geforderte Reform der niedersächsischen Kreisleichtathletik-Verbände. Der LSB drängt dabei ziemlich unverblümt. Bereits vor drei Jahren äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Reinhard Rawe dahingehend, dass die Reformen nicht durch „reformunwillige ältere Amtsträger“ behindert werden dürften. Er stellte Kürzungen bei finanziellen Zuweisungen in den Raum.

Zusammenlegung von Kreisen

 Schaumburg soll mit den NLV-Kreisen Hildesheim, Hameln-Pyrmont und Holzminden unter Verlust der Kreise und Bezirke zusammengelegt werden. Dann soll ein Regionsvorstand installiert werden, die Nähe und enge Zusammenarbeit mit den Vereinen geht verloren. Das befürchtet jedenfalls Stroh und bezieht Position: „Für einen Regionsvorstand stehe ich nicht zur Verfügung.“ Im Dezember 2017 soll auf einer Verbandsratssitzung ein Umsetzungskonzept für die Reform beschlossen werden.

 Bislang reagieren die 19 im KLV Schaumburg organisierten Vereine verhalten auf diese Pläne, was Stroh für einen Fehler hält. Er fordert die Vereine auf, sich stärker an diesem Prozess zu beteiligen und Stellungnahmen abzugeben. Denn wenn die Mehrheit der Kreise der Reform zustimme, müsse auch Schaumburg mitmachen, so Stroh. „Die Rolle des kleinen gallischen Dorfes bleibt da nicht. Wenn man nicht mitredet, entscheiden andere“, sagt der KLV-Chef. hga

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