Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
„VfL Bückeburg gegen VfR Evesen – das wäre es!“

Fußball / Landesliga „VfL Bückeburg gegen VfR Evesen – das wäre es!“

Oft sind es bloße Zufälle, die auf das Schicksal und die Laufbahn von Menschen Einfluss nehmen – in der Partnerschaft, beruflich, aber auch sportlich. Dass Christian Förster im Tor des VfR Evesen landete, geht auf eine disziplinarische Maßnahme zurück.

Voriger Artikel
18. Barbarossa Swim-Cup in Obernkirchen
Nächster Artikel
FC ist heiß auf die Kür

Christian Förster hat den Kampf der Torwartgenerationen gegen Ralf Büscher gewonnen.

Quelle: ph

Von Jörg Bressem
Fußball. Im zarten G-Jugend-Alter hatte er mit seinem Kumpel Dennis Erhard während des Spiels so viele Flausen im Kopf, dass Trainer Hans-Ulrich Born die beiden zur Förderung des Spielflusses trennen musste. Christian Förster stellte er kurzerhand ins Tor.
Dass er damit dem VfR Evesen einen unschätzbaren Dienst erwies, konnte Born damals noch nicht ahnen. Denn der heute 23-jährige Förster hat sich als Bezirksliga-Torwart fest etabliert und spielt so stark wie noch nie zuvor.

Zu Beginn dieser Saison war das allerdings nicht vorauszusehen. Im Gegenteil: Der 37-jährige Ralf Büscher, über Jahre hinweg einer der herausragenden heimischen Torleute, meldete im vergangenen Sommer überraschend seine Ansprüche auf den Posten im VfR-Tor an. Nachdem sich Christian Förster in der Vorsaison an der Schulter verletzt hatte, war der erfahrene Büscher eingesprungen und bekam wieder Lust, seinen alten Platz einzunehmen. Der unerfahrene Förster schien im Konkurrenzkampf gegen Büscher keine Chance zu haben. Doch der Kampf der Torwartgenerationen endete überraschend: Mit Trainingseifer und Willen setzte sich der junge Förster gegen den alteingesessenen Büscher durch und steigerte sich im Laufe der Saison zu ungeahnten Leistungen.

Dass er nicht nur gut hält, sondern mittlerweile auch sehr viel Sicherheit ausstrahlt, ist nach Försters Überzeugung der starken neuen Eveser Abwehrreihe zuzuschreiben. Ilja Kuris, Timo Paasch und Timo Engwer – der VfR Evesen hatte bei seinen Neuverpflichtungen ein glückliches Händchen. Zwischenzeitlich schnupperte Trainer Frank Malisius mit seiner stabil wirkenden Mannschaft sogar mal an der Meisterschaft. Christian Förster kann die Erfolge erklären: „Früher hatten wir einige Eigenbrötler in der Mannschaft. Jetzt sind wir eine Einheit und ein Team, das sich gut versteht.“

Trotz der verpassten Meisterschaft sind Förster die sportlichen Ziele nicht abhandengekommen. Er will mit dem VfR Evesen nicht nur bester heimischer Bezirksligist werden, sondern auch auf das Treppchen: „Unser Ziel ist der dritte Platz.“

Es läuft also gut bei Christian Förster, auch beruflich. Er studiert an der Uni Hannover Wirtschaftsgeografie, bastelt gerade an seiner Bachelor-Arbeit und will danach den Master-Abschluss machen. Nach dem Studium könnte er sich einen Job in der Marktforschung oder Wirtschaftsförderung vorstellen. Förster wohnt in Röcke, fährt während des Semesters täglich mit der Bahn in die Landeshauptstadt und geht nebenher zur Entspannung ins Fitnessstudio.

Doch wohin führt der Weg von Förster und der des VfR Evesen in der nächsten Saison? Die aktuellen Erfolge werden dazu führen, dass der Tabellenvierte im Sommer von der Fachwelt als Mitfavorit für die Meisterschaft eingestuft wird. Christian Förster hat mit dieser Rolle keine Probleme. Ein Aufstieg in die Landesliga wäre für ihn ein Traum und durchaus nicht unvorstellbar: „VfL Bückeburg gegen VfR Evesen – das wäre es!“

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Hier geht es zu den Kandidaten und zur Abstimmung... mehr

Die besten Quoten für Hannover 96 findest du bei SmartBets.

Tippen Sie die Bundesliga-Ergebnisse an jedem Spieltag und gewinnen Sie tolle Tagestipppreise. Auf den Gesamtsieger der Saison 2017/18 wartet ein attraktiver Hauptgewinn. mehr