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VfL trotzt allen Verschwörungstheorien

Fußball VfL trotzt allen Verschwörungstheorien

Als die einschläfernde vorweihnachtliche Besinnlichkeit weg war, als die Fetzen flogen, zumindest verbal, da war das Hallenturnier des VfR Evesen plötzlich richtig aufregend.

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Der Landesligist VfL Bückeburg verteidigt seinen Titel beim „Volksbank-in Schaumburg-Cup“ des VfR Evesen.

Quelle: hga

Dem SC Auetal waren die hochkochenden Emotionen zu verdanken. Im Spiel gegen den VfL Bückeburg wurde Fußballchef Jens Kästel zum Abkühlen auf die Tribüne geschickt und selbst beim sonst eher ruhigen Spielertrainer Björn Schütte brannten plötzlich alle Sicherungen durch. „Ladet uns nicht mehr ein, wenn wir hier nichts holen sollen“, schimpfte er in Richtung Turnierleitung.

 Gemeint war allerdings Schiedsrichter Ridvan Ceylen, der sich keiner Schuld bewusst war, weil er eigentlich alles richtig gemacht hatte, auch, als er in diesem Spiel Tobias Feldmann und den rüpelhaften Jan-Hendrik Franke Zeitstrafen verabreichte, weil der ihm erklären wollte, was drei Meter Abstand zur Mauer sind und dabei Bückeburgs Spieler über den Haufen rannte.

 Witzige Szenen, und das Schönste ist: Nach Turnierende, als Marktbereichsleiter Nils Vogt die Pokale überreichte, war alles wieder vergessen. Schütte hatte sich bereits entschuldigt und Kästel räumte scherzhaft ein: „Wir sind nur ein ganz klein wenig betrogen worden.“ Der „Volksbank in Schaumburg Cup“ ging völlig verdient an den VfL Bückeburg, der mit einer Niederlage gegen Stadthagen zwar miserabel in die Endrunde startete, dann aber seine Siege ruhig, besonnen und sachlich nach Hause brachte.

 Der Landesligist spielte sein Potenzial aus, unaufgeregt, in selbstverständlicher Art und Weise. Burak Buruk traf für den Turniersieger viermal. Sehr ordentlich war auch das Spiel des zweitplatzierten FC Stadthagen, der in Tim Schwarze und Joscha Obst mit jeweils drei Treffern seine besten Torschützen hatte und bei dem Fabian Stapel den familiär verhinderten Trainer Steffen Mitschker vertrat. „Wir haben den Turniersieg gegen Exten vergeigt“, meinte Selim Kilinc, womit er wohl recht hatte.

 In dem einzigen 0:0 des Tages schob Exten den Ball hinten unzählig oft hin und her, ohne in irgendeiner Weise dem Sinn des Spiels nachzugehen, dem Toreschießen. „Für die Zuschauer war das nichts“, dämmerte es Dennis Luthe, und es brachte auch dem TSV Exten nicht viel ein. Er wurde zwar Turnierdritter, brachte sich durch die Nullnummer aber selbst aus dem bis dahin so guten Rhythmus. Ähnlich ging es dem SC Auetal, der insgesamt gut mithielt, aber zu viel Energie mit Verschwörungstheorien und irrwitzigen Protesten verpulverte, auch gegen die Entscheidungen des zweiten Schiedsrichters, Alexander Sieker. Der Kreisligist brachte es am Ende auf fünf Zeitstrafen – zumindest das war einsame Spitze.

 Keinen guten Tag hatte der SC Rinteln erwischt, der die 0:1-Niederlage in seinen ersten drei Spielen zum Standardergebnis erklärte. „Irgendwie läuft es bei uns heute nicht“, fand Florim Mustafa. Vielleicht lag es auch daran, dass sich Trainer Duran Gök während des Turniers erkrankt nach Hause abmelden musste.

 In einem Punkt waren sich nach Turnierende fast alle einig, egal ob Zuschauer, Spieler oder Trainer: Das fußballerische Niveau war stark verbesserungswürdig. Es wurde eng gedeckt, aber es fehlten Ideen und Spielwitz. Zum besten Torwart wurde Christian Krohn vom TSV Exten gewählt, der mit Volkmar Vöge auch den erfolgreichsten Torschützen stellte. Am Sonnabend hatte sich der SC Rinteln und der TSV Eintracht Exten direkt für die Endrunde qualifiziert. Bester Gruppendritter wurde der FC Stadthagen. Die Endrundenergebnisse:

 SC Auetal – FC Stadthagen 1:0, SC Rinteln – TSV Exten 0:1, VfL Bückeburg – FC Stadthagen 0:3, TSV Exten – SC Auetal 2:0, VfL Bückeburg – SC Rinteln 1:0, FC Stadthagen – TSV Exten 0:0, SC Auetal – VfL Bückeburg 1:2, FC Stadthagen – SC Rinteln 1:0, TSV Exten – VfL Bückeburg 0:3, SC Rinteln – SC Auetal 1:1. Die Abschlusstabelle:

 1. VfL Bückeburg 9 Punkte, 6:4-Tore, 2. FC Stadthagen 7/4:1, 3. TSV Exten 7/3:3, 4. SC Auetal 4/3:5, 5. SC Rinteln 1/1:4.

 Der VfL Bückeburg sicherte sich durch den Erfolg 12,4 Punkte (9,3/6,2/3,1) für die Masterswertung.

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